XI

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Sebastian Williams lag neben mir und beobachtete mich. Als ich das merkte, schreckte ich hoch. "Emily", hauchte er. Ich wollte ihn küssen. Die Art, wie er meinen Namen sagte, war total sexy. Wir kamen uns immer dichter, bis er schließlich unsere Lippen miteinander verschloss. Es war ein so schönes Gefühl, ihn zu küssen. "Ich fahr dich nach Hause", sagte er, nachdem wir uns voneinander lösten. Ich zog mich also wieder an und folgte Sebastian Williams nach draußen zu seinem Auto. Wir stiegen ein und fuhren los. Es war still, bis er irgendwann die Stille unterbrach: "Das war schön Emily". Ich merkte, wie mir die Röte in die Wangen stieg. Er hatte Recht. Es war wirklich schön. Vor meiner Tür lies er mich raus und ich ging nach einer Verabschiedung ins Haus. Wow. Ich brauchte kurz, um zu verarbeiten, was passiert war. Dann beschloss ich schließlich, mir auf YouTube Songs von TwoDirection anzuhören. Ich war zwar bei dem Konzert gewesen, doch aufgepasst hatte ich nicht wirklich. Doch jetzt wollte ich wissen, was der Junge, mit dem ich geschlafen hatte, eigentlich wirklich machte.

Ich gab "TwoDirection" in die suchleiste ein und fand direkt mehrere Musikvideos. Ich klickte eins an und erkannte sofort Sebastian Williams. Er sah so heiß aus. Ich schaute mir bestimmt eine Stunde lang Musikvideos an. Ich verstand nicht, warum ich zuvor nie Musik gehört hatte, denn eigentlich war die Musik, die TwoDirection machte, total gut. Vielleicht war ich auch einfach sehr beinflussbar.

Am nächsten Morgen klingelte es an der Tür. Sebastian Williams stand davor. "Hey Emily", sagte er. "Sebastian Williams", flüsterte ich, "Was machst du hier?". Er grinste sein typisches Badboy Grinsen. "Dich abholen", antwortete er. Wow. Er holte mich ab. Wir gingen hinaus zu seinem Auto und stiegen ein. Er startete den Motor und dann fuhren wir los. Jedoch nicht in Richtung Schule, sondern in die entgegengesetzte Richtung. "Wo fahren wir hin? Wir kommen noch zu spät zur Schule", beschwerte ich mich. Doch er lachte nur. "Das ist eine Überraschung", entgegnete er. Wir fuhren noch einige Zeit durch die Gegend, bis wir schließlich an einem Wald ankamen. "Was machen wir hier?", fragte ich ihn. "Komm mit, ich will dir was zeigen", sagte Sebastian Williams und ich folgte ihm. Wir gelangten an einen See, der wirklich wunderschön war. Am Ufer gab es einen kleinen Steg, welcher ein paar Meter ins Wasser hinein führte. Wir setzten und an die Kante und beobachteten gemeinsam den See. Außer uns war keiner hier.

"Das ist mein Lieblingsort", erzählte mir Sebastian Williams, "Hier komm ich immer hin, wenn mir die Welt einmal zu viel wird. Ich war schon lange nicht mehr hier. Während der Tour fehlte mir einfach die Zeit zum abschalten". Ich sah ihn verblüfft an. "Aber wieso hast du mich hierher mitgenommen?", fragte ich. "Weil du mir etwas bedeutest, Emily. Ich hab noch nie zuvor jemandem von diesem Ort erzählt. Sieh es als Vertrauensbeweis", flüsterte er mir zu. Dabei blickte er mir tief in die Augen. Sie waren so wunderschön blau, wie der See, an dem wir saßen. Wir kamen uns immer dichter, bis wir uns schließlich küssten.

Sebastian WilliamsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt