POV Sebastian Williams:
Das Konzert lief gut. Es waren wie immer viele Fangirls da, doch sie interessierten mich nicht. Ich dachte bei jedem Liebessong an Emily und es kam mir so vor, als würde ich die Songs noch viel gefühlvoller singen als sonst. Nachdem wir von der Bühne runter waren ging die Party los. Die Jungs, die Crew, Marie und ich hingen im Backstage ab, tranken viel. Nach ein paar Bier und unzähligen Shots war ich schon gut angetrunken. Ich schrieb Emily eine kurze Nachricht und machte mich auf den Weg zum Bus. So vergingen die nächsten Tage. Konzert spielen, trinken, schlafen. Immer wieder und wieder. Emily meldete sich kaum bei mir, sie war sicherlich mit dem Lernen beschäftigt. Ich weiß, wie viel Wert sie auf einen guten Abschluss legt und wie viel sie dafür tut.
Bevor wir unsere Reise zurück nach London antraten, für die letzten drei Konzerte, stieg ich noch einmal aus dem Bus aus. Ich wollte etwas frische Luft schnappen bevor es los ging. Ich hörte eine weibliche Stimme meinen Namen rufen und wusste sofort, wer es war: Marie. Sie war bereits betrunken, wie eigentlich jeden Abend. "Hey Seb Willy", lallte sie mir entgegen. "Marie", gab ich nur stumpf zurück. Dieses Mädchen nervte mich schon die ganzen letzten Wochen über. Sie war Emilys beste Freundin und die Stepsis meines besten Freundes, doch ich konnte sie einfach nicht leiden. "Was willst du von mir?", fragte ich sichtlich genervt. Sie schaute mich mich an und irgendwas an ihrem Blick kam mir seltsam vor. "Seeeeeeeeb, ich hab ein Geschenk für dich", lallte sie, während sie mich noch immer auf diese merkwürdige Art anschaute. "Ein Geschenk, huh?", fragte ich. Marie nickte und zog eine kleine Tüte aus ihrer Jackentasche. Es sah aus, wie kleine, bunte Bonbons. "Was ist das, Marie?", fragte ich sie. Ich war skeptisch. Warum sollte sie mir einfach so Bonbons schenken? "Das sind voll die coolen Brausedinger", entgegnete sie. Noch immer lallte sie stark. Es nervte mich. Wieso konnte Miles nicht auf seine Stepsis aufpassen, wenn er sie schon mitnehmen musste?
"Brausebonbons? Ehrlich?", fragte ich dann weiterhin skeptisch. Marie nickte eifrig. "Jaaaaa, voll angesagt hier aktuell!", versicherte sie mir. Ich lehnte dankend ab. Ich wollte ihr nicht vertrauen. Was, wenn das keine Brausebonbons waren? Marie sah traurig aus, als ich ihr Geschenk ablehnte. Ich ging zurück zum Tourbus. Die anderen Jungs waren schon wieder am feiern. Es floss Unmengen an Alkohol, leere Flaschen stapelten sich überall. Ich wollte mich heute Abend einfach nur zurückziehen und etwas Ruhe haben. Mein Kopf tat weh von der ganzen Feierei der letzten Tage und ich vermisste Emily sehr.
Ich legte mich in meine kleine Schlafkabine im Bus. Die laute Musik der Anderen dröhnte in meinen Ohren. Meine Kopfschmerzen wurden nur schlimmer und ich immer müder. Ich wollte einfach raus hier, doch ich wusste, ich konnte nicht. Ich dachte an Emily, die seit Tagen nicht auf meine Nachrichten und Anrufe reagierte. Ich würde in diesem Moment alles dafür tun, ihre Stimme zu hören. Plötzlich hörte ich schritte. Ohne nur zu schauen, wusste ich, dass es Marie war. Ich war zu müde, um eine anständige Konversation zu führen. "Marie, was willst du?", gähnte ich. "Du sahst vorhin so aus, als ginge es dir nicht gut, Seb Willy", lallte sie noch immer. "Ja dann lass mich doch einfach in Ruhe", fauchte ich zurück. Ich war gereizt. Diese ganze Umgebung machte mich irre! "Ich hab dir ne Schmerztablette und Wasser gebracht", erzählte sie mir. Ich war überrascht. damit hatte ich nicht gerechnet. Marie war in ihrem Zustand noch klar genug, um das zu bemerken? "Wow, das ist echt lieb von dir", sagte ich aufrichtig und nahm das Wasser und die Tablette von ihr. Ich schluckte es direkt hinunter, ohne wirklich darauf zu schauen. Blöde Idee...
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Sebastian Williams
FanfictionEmily, das einfache Buchmädchen steht nicht auf Aufmerksamkeit, Partys oder Musik. Sie liebt Bücher. Sebastian Williams ist der Sänger der weltbekannten Band TwoDirection. Er tourt um die ganze Welt und ist das komplette Gegenteil von Emily. Doch wa...
