Madelyn
Eigentlich habe ich mir fest vorgenommen, wirklich nicht mit nach Brasilien zu fliegen und jetzt sitze ich hier und packe meine Koffer. Trevor sitzt hinter mir auf dem Bett und passt auf, dass ich auch bloß wirklich packe und mich nicht doch im Schrank verstecke, bis sie abreisen. „Wann fliegen wir denn überhaupt? Ich brauche mindestens zwei Wochen um mich mental auf diesen Stress vorzubereiten!", speie ich frustriert. „Voraussichtlich in drei Tagen, kann sich aber auch noch ändern. Wir sind spontan, du kennst uns doch.", antwortet er, während er sich hinter mich setzt und beginnt, meine Schultern zu massieren. „Entspann dich einfach, du schaffst das. Wenn du willst ficke ich dich so lange, bis wir gelandet sind. Du wirst gar nicht merken, dass wir fliegen." Frustriert lass ich meinen Kopf in den Nacken fallen und sehe ihm so in die Augen. „Wir fliegen elf Stunden nach Brasilien, du Idiot." „Meinst du, ich würde keine elf Stunden durchhalten?" Trevor lacht. „Dann kennst du mich aber schlecht." Seine Hände, die bis gerade noch mit meinen Schultern beschäftigt waren, bahnen sich nun ihren Weg unter mein Top und ziehen es mir sanft über den Kopf. Ich ziehe scharf die Luft ein, als er meine nackten Brüste berührt und sie zu massieren beginnt. „Ich hasse dich.", murmle ich mehr zu mir selbst, als zu ihm. „Ich liebe dich auch, Prinzessin." Ich streife mir selbst meine Hose von den Beinen, als er seine Hände auch nur in diese Richtung bewegt. „Sieh mal einer an, was du für ein braves Mädchen sein kannst, wenn du willst."
Ich bringe nicht mehr als ein leises „Mhm." zustande. Seine langen Finger fahren meinen Bauch entlang, das kalte Metall seiner Ringe verteilt eine Gänsehaut auf meinem Körper. Ich spüre bereits, wie die Nässe sich auf den Innenseiten meiner Schenkel verteilt, ohne dass er mich überhaupt dort berührt hat. Es ist unglaublich was dieser Mann mit mir anstellen kann. Was sie alle mit mir anstellen können. Ich stoße mit dem Rücken gegen das Bett, als Trevor sich hinter mir erhebt und mich kurz darauf am Fußende meines Bettes absetzt. Er geht vor mir in die Knie, spreizt meine Beine und versenkt seine Zunge in meiner triefend feuchten Pussy. Seine Bewegungen sind akribisch, stimulieren mich genau so, wie ich es brauche um in wenigen Minuten zum Orgasmus zu kommen, doch natürlich lässt er mich nicht. Er quält mich. Seine Zunge wird langsamer, dann wieder schneller. Trevor ist wie ein Gott, er weiß ganz genau, was er tun und welche Knöpfe er bei mir drücken muss. Meine Hände krallen sich in sein schwarzes Haar, versuchen verzweifelt ihn und seine Bewegungen zu lenken, irgendwie zu steuern, doch er lässt mir keine Chance. „Baby, bitte.", wimmere ich gequält. „Bitte was, Prinzessin?" „Fick mich. Bitte." Meine Stimme ist hauchdünn, nicht mehr als ein Flüstern, aber Trevor versteht mich. Er versteht mich immer. Mein Herz macht einen Sprung, als er sich erhebt, mich mit dem Rücken auf mein Bett stößt und ohne jegliche Vorwarnung in mich eindringt. Ich schreie auf, mein Körper fühlt sich endlich wieder ganz. Ich brauche einen von ihnen, um mich ganz zu fühlen, was so unfassbar gestört klingt, ist gleichzeitig unendlich erregend. Ich kralle meine Nägel in seinen Rücken, lasse meine gesamte Anspannung, jegliche Aufregung an ihm aus. Er stößt härter in mich, mein Körper beginnt unter ihm zu beben und schon wieder wünsche ich mir, dass dieser Moment niemals endet. „Warum bist du immer noch so verdammt eng? Fuck!", keucht Trevor mit seiner dunklen Stimme, die allein schon ausreichen würde, um mich zum Orgasmus zu bringen. Sein Schwanz füllt mich komplett aus, seine Stöße werden immer fester und schmerzhafter und trotzdem fühlt es sich so gut an, dass mir die Tränen in die Augen steigen. „Fuck ja, wein für mich.", raunt er angestrengt. „Wein.Für.Mich." Seine Hand legt sich an meine Kehle, drückt so fest zu, dass die heißen Tränen mir in Wasserfällen über die Wangen laufen und ich erkenne ein zufriedenes Funkeln in seinen Augen. „Du siehst so schön aus, wenn du weinst.", flüstert er, bevor er mich küsst und uns beide mit einem weiteren Stoß zum Orgasmus bringt. Mein Körper zittert, mein Herz rast, ich will schreien, lachen und weinen gleichzeitig. Ich hatte in meinem gesamten Leben noch nie so guten Sex wie mit diesen Männern und ich verfluche alles und jeden, der versuchen sollte, mir das wieder wegzunehmen. „Ich liebe dich.", haucht Trevor, mit seinen Lippen an meiner Schläfe. Schon wieder tanzen die Schmetterlinge in meinem Bauch, ob das wohl jemals aufhört? Ich hoffe nicht. „Ich liebe dich auch, Trevor. Ich liebe dich sehr.", erwidere ich und lasse mich von ihm in seinen Arm ziehen.
„Kannst du mir einen Gefallen tun und jetzt wirklich deinen Koffer packen? Wir müssen noch ein paar Dinge besorgen, damit wir dich überhaupt mitnehmen können." „Ach quatsch, macht euch keine Umstände, ich bleibe einfach hier." Trevor verdreht genervt die Augen, grinst aber dennoch. „Netter Versuch. Pack jetzt deinen Koffer, wir sehen uns später, Baby." Er drückt mir noch einen Kuss auf die Lippen und verlässt dann mein Schlafzimmer. Für einen kurzen Moment genieße ich die Ruhe, lasse mich wieder in meine Kissen fallen und atme einfach nur tief ein und wieder aus. Trevors Geruch hängt noch in den Kissen und ich weiß nicht, ob ich darüber, dass ich ihn jetzt schon vermisse, lachen oder weinen soll. Nach einer Weile, in der ich einfach nur rumliege und Trevors Duft aus meinen Kissen inhaliere, rappele ich mich schließlich doch auf, um mich wieder anzuziehen und meinen Koffer weiterzupacken. Ich war noch nie im Urlaub, was brauche ich da denn alles? Ich sehe mich in meinem Chaos um und kann nur über mich selbst den Kopf schütteln. Die eine Hälfte meiner Klamotten liegt auf dem Boden verteilt, die andere Hälfte schon ungefaltet im Koffer. Ich weiß ja nicht einmal, wie lange wir bleiben. Wie zur Hölle soll ich denn packen? Verzweifelt lasse ich mich zwischen das Chaos auf dem Boden fallen und schließe die Augen.
Ich habe keine Ahnung, wie mir geschieht, als ich meine Augen wieder öffne und direkt in den Lauf einer Pistole blicke. Was zur Hölle? „Aufstehen.", brummt eine, mir unbekannte Stimme. Panisch stehe ich auf, versuche der Person vor mir, ins Gesicht zu sehen, doch seine Hand schnellt vor, packt mein Kinn und drückt mein Gesicht dadurch nach unten. Seine Finger bohren sich in meinen Kiefer, es tut unglaublich weh, doch der Schmerz kommt nicht in meinem Kopf an. Das Einzige, an das ich denken kann, sind meine Männer. Was zum Teufel muss ihnen passiert sein, dass irgendein bewaffneter Fremder das Haus betreten kann? Irgendwas ist passiert. Ich bin in Gefahr. Sie sind in Gefahr. Fuck. Meine Sicht ist benebelt, mein Körper beginnt zu zittern. Ich habe keine Kraft mehr, meine Knie geben nach und ich schreie, ohne es zu merken, als ich wieder auf meinem Hintern lande. Ich nehme die Stimme des Mannes wahr, verstehe jedoch nicht was er sagt. Ich höre nichts außer mein unnatürlich laut pochendes Herz. Meine Atemzüge sind unregelmäßig, glaube ich jedenfalls. Mir ist schwindelig. Ich muss mich irgendwo festhalten, sonst kippe ich um. Oder sitze ich noch? Kann ich überhaupt umkippen? Ich habe keine Ahnung. Es fühlt sich alles so unendlich lang an, als würde ich hier schon Ewigkeiten mit einer Pistole am Kopf sitzen. Plötzlich wird mir der Boden unter den Füßen weg gerissen. Werde ich jetzt gerettet? Sie haben mich gefunden, oder? Trevor trägt mich in mein Bett, so wie in der Nacht, als er mich gerettet hat. So ist es doch, oder? Ich will mich in seinen Armen entspannen, will mich an ihn kuscheln und mir selbst klarmachen, dass alles in Ordnung ist, doch ich kann seinen Geruch nicht wahrnehmen. Die bittere Wahrheit bricht über mir zusammen, wie ein Kartenhaus. Ich weiß nicht, woher ich die Kraft dazu habe, aber ich schreie. Ich schreie einfach so laut ich kann. Irgendwer muss mich doch hören. Irgendwer? Bitte?
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𝐎𝐮𝐫 𝐆𝐢𝐫𝐥 - 𝘸𝘪𝘳 𝘣𝘳𝘢𝘶𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘥𝘪𝘤𝘩
عاطفية„Du glaubst uns zu kennen, Madelyn. Doch das tust du nicht. Das wirst du niemals." - Vier Männer. Ein Mädchen. Zu viele Fragen. Zu wenig Antworten.
