Kapitel 61

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„Darf ich mich genauer umgucken?“ Lumara grinste. „Wenn du willst. Fass aber bitte nichts an.“ „Natürlich.“ Langsam lief ich durch den Raum und sah mich sehr genau um. Und auf den ersten Blick war wirklich alles wie in einem normalen Büro, aber hier war alles auch sehr minimalistisch, steril und kalt. Es war beinahe wie Winter hier drin und manch einer würde sagen, dass keine Persönlichkeit in diesem Raum steckt. Aber hier erkannte ich sehr viel Persönlichkeit, sofern es denn ihre war. Sonderlich warm war es hier drin auch nicht, untypisch für eine Frau, aber wahrscheinlich nicht untypisch für sie. Und ein Amateur würde es wahrscheinlich nicht bemerken, aber eine Sache in diesem Raum war mir so suspekt, dass es mir beinahe ins Gesicht sprang. Und zwar war das die Wand hinter dem Schreibtisch, rechts vom Eingang. Diese wurde komplett von vollen Bücherregalen bedeckt, deren Titel aber nicht zu lesen waren. Die Bücher waren alle einfach grau. „Was ist hinter dieser Wand?“ Für einen sehr kurzen Moment zuckten Lumaras Augenbrauen. „Der Flur.“, antwortete sie überzeugend, aber ich glaubte ihr kein Wort, was ich mit einem Kopfschütteln verdeutlichte. „Der bestimmt nicht.“ Da musste sie wieder grinsen und sie verschränkte ihre Arme vor der Brust. „Wieso glaubst du das?“ „Der Raum ist viel zu klein, als dass da schon der Flur dahinter ist. Es sei denn, die Wand ist unnormal dick.“ Sie kicherten. „Da hast du ja jemanden mitgebracht, T.“ „Mhm. Und ich bin begeistert.“ Ich schmunzelte. „Also was ist denn wirklich dahinter?“ „Nur ein paar Unterlagen, die nur mich und meine Kollegen betreffen.“ Ich nickte. Es wirkte auch, als würde sie die Wahrheit sagen, aber das musste vor allem bei den dreien nichts heißen...

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