Kapitel 4

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Er sah nicht normal aus, aber daran konnte ich ja wirklich nichts ändern.

"Was ist los", fragte ich, doch er antwortete nicht.

Nach ein paar Minuten probierte ich mein Glück noch einmal, aber er antwortete wieder nicht. Ich machte mich schon auf den Weg nach unten, da ich bemerkte, dass ich hier nicht erwünscht war, doch er hielt mich auf. „Was?" wieder antwortete er nicht, ich seufzte und probierte, mich von seiner Hand zu befreien, die auf meiner Schulter lag, doch dann sagte er:


„Sag es.", oh Monsieur hat also seine Stimme wieder? Schön.

„Was sagen?"

„Das, wofür du hier bist.."

„Das Wo- oh, du meinst die Entschuldigung?"

„Genau.."

„Vergiss es, die hast du nicht verdient. Ich gehe jetzt mal wieder rüber und vergesse das hier ganz schnell...", entgegnete ich.

Empört antwortete er: „Du schuldest es mir aber..."

Nix schulde ich dir, Garnet. Mit diesen Gedanken machte ich mich aus dem Staub und legte mich zurück in mein Bett, die Sachen ließ ich aber an, da ich keine Lust mehr hatte, mich umzuziehen.

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Am 'nächsten' Morgen wachte ich auf und ging erstmal direkt ins Badezimmer. Dank der Tatsache, dass ich meine Jogginghose anhatte, wusste ich also, dass der nächtliche Ausflug nicht einer meiner Träume war. Nein, ich wusste, dass es real war.

Fertig angezogen und geschminkt, schnappte ich mir meine Schultasche und ging in die Küche, wo es herrlich nach Pancakes duftete. Seit wann macht Mom morgens Pancakes? Irgendwas muss passiert sein...

„Morgen", begrüßte ich meine Mutter, die gerade am Herd stand und mir deshalb den Rücken zuwand.

„Hallo, Schatz"

„Mom? Was ist los?"

„Was soll denn los sein, Mary?"

„Ehm.. Ich wollte dich nur mal Daraufhinweisen, dass du hier gerade stehst und Pancakes backst!? Das ist eigentlich nicht so die Art von Frühstück, die ich sonst bekomme." Ich schmunzelte.

Aber dieser Satz hätte sie normalerweise ziemlich zum Lachen gebracht. Irgendwas war doch los. „Mom, bitte. Rede mit mir! Was ist passiert?"

Und genau in diesem Moment brach sie in Tränen aus und ich nahm sie voller Schock in den Arm. Wahrscheinlich war es wieder eine Depri-Phase wegen Dad oder so, also beschloss ich, nicht mehr weiter nachzufragen und wandte mich dem Pancake zu, der auf meinem Teller lag und mich schon so anschaute, als wollte er sagen: ‚Iss mich! ' Meine Mutter beruhigte sich dann auch langsam wieder und wir setzten uns zusammen an den Tisch und aßen Pancakes. Am liebsten mochte ich sie mit Sirup und Beeren, weil das einfach Tradition in unserer Familie war und wir es nie anders gegessen haben.

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Als wir dann mit dem Essen fertig waren, putzte ich mir noch meine Zähne und zog mir eine Jacke an, da es Frühling war und es nun mal noch nicht so heiß war, dass man ohne Jacke aus dem Haus gehen konnte. Die Schule war ungefähr 5 Minuten Fußweg entfernt von mir, deshalb fuhr ich nie mit dem Bus, sondern genoss jeden Morgen die frische Luft.


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Vor dem Eingangstor bemerkte ich schon, dass irgendwas anders war, denn Luke stand nicht bei seinen 3 Anhängern, nein, er war gar nicht in der Schule, das erkannte man daran, dass sein Auto auch nicht da war. Jagut, er könnte ja schwänzen, aber allein? Ohne Luke, Terry und Jack? Niemals. Ich vermutete dann, dass er höchstwahrscheinlich krank war von dem vielen Alkohol, den er sich diese Nach hineingekippt hatte. Auf dem Weg zum Klassenzimmer wurde ich von vielen blöd angeschaut, ich war einfach nicht beliebt und würde es wahrscheinlich auch nie werden. Aber das störte mich nicht, das Einzige, was mich störte, war, dass immer jeder alle nach ihrem Aussehen beurteilte und nie auf den Charakter schaute. Es war eine komische Stimmung, als ich in den Klassenraum kam und ich setzte mich auf meinen Platz am Fenster, wo ich zum Glück alleine saß. Nach ein paar Minuten klingelte es zum Unterrichtsbeginn und ich bemerkte, warum meine Klassenkameraden so komisch draufwaren, denn nicht Mr. Garnet, mit dem wir eigentlich Unterricht gehabt hätten, stand vorn, nein, es war niemand geringeres als Ms. Meli.

„Hallo, Klasse 10. Ich bin Ms. Meli, aber ihr kennt mich ja schon. Ich werde euch ab heute in Mathe unterrichten, da Mr. Garnet gestern Abend einen tragischen Verkehrsunfall hatte und nun im Krankenhaus liegt."

Viele Leute schauten sich unglaubwürdig an und ich war wirklich ziemlich geschockt darüber, weil er ein recht guter Lehrer war und außerdem mein Nachbar und Lukes... Scheiße, das ist Lukes Vater. Langsam dämmerte es mir, warum Luke in der Nacht so viel getrunken hatte, meine Mutter so geweint hatte und er heute nicht in der Schule war. Ich brauchte erst einmal ein paar Minuten, bis ich mich einkriegen konnte und rannte dann mit all meinen Sachen aus dem Klassenzimmer mit nur einem Ziel vor meinen Augen: Lukes Haus. Es schwebten viele Fragen und Gedanken in meinem Kopf herum. War seine Mutter auch im Auto? Warum war ich so fies zu ihm, wenn er vielleicht Hilfe gebraucht hätte? Warum habe ich meine Mutter nicht besser ausgefragt? Hätten Luke und ich vielleicht noch Freunde werden können? Den letzten Gedanken schob ich langsam aus meinem Kopf, da es, nachdem, wie ich ihn heute Nacht behandelt hatte, unwahrscheinlich war. Früher waren wir mal wie Beste Freunde, aber dann haben wir uns beide verändert. Er wurde zu einem Badboy und ich hielt meistens Abstand von Leuten wie ihm. Fast hätte ich sein Haus verfehlt, weil ich mir meinen Kopf über Sachen wie sowas zerbrach, aber ich kam noch rechtzeitig zum Stehen. Ich nahm all meinen Mut zusammen und klingelte, aber es machte niemand auf. Ich klingelte noch einmal und noch einmal. Wieder nichts. Ich beschloss dann nach Hause zu gehen und zu überlegen, wo er hätte sein können.Ich öffnete unsere Haustür und ging in mein Zimmer, um meine Sachen wegzubringen, legte den Schlüssel auf die Kommode und machte mir einen Dutt, da ich durch das viele Laufen schon wieder schwitzte und die Haare machten mir in solchen Zeiten am meisten zu schaffen. Da sich die Schuhe noch an meinen Füßen befanden, konnte ich direkt rauslaufen und ging in Richtung Wald, da dieser etwas entfernt war und ich dann noch etwas überlegen konnte, wo ich noch suchen sollte, wenn er überhaupt weggelaufen ist. Es könnte ja auch sein, dass er die Tür mit Absicht nicht geöffnet hat. Irgendwann kam mir die Idee, dass er vielleicht im kleinen Waldhäuschen sein könnte, das war ein Haus, indem wir früher immer viel gespielt haben. Dort waren wir frei und niemand hat uns irgendwas verboten. Wir haben es damals so eingerichtet wie wir wollten: mit einer alten Couch aus dem Arbeitszimmer meines Vaters, einem Tisch und 2 Stühlen. Bei den Gedanken an meinen Vater musste ich weinen. Ich dachte immer, ich hätte seinen Tod überwunden, aber irgendwie fehlte er mir immer noch.

So ganz kann ich mich zwar nicht an ihn erinnern, aber ich weiß, dass ich ihn sehr geliebt habe und er mich auch. Wir waren wie Arsch auf Eimer hätte meine Mutter jetzt gesagt. Das Häuschen im Wald hatten wir nur wie unser eigenes behandelt, weil nie jemand dort war und irgendwann machten wir es halt zu unserem Rückzugsort. Ich war lange nicht mehr dort, weil die Zeiten mit Luke Garnet einfach vorbei waren...

Hei ihr khjuten, addet mich doch mal bei insta: sophchowski oder ask.fm: bambisophie (wäre voll nett von euch, wenn ihr mal ein paar Fragen stellt^^) und snapchat: sph.zdlr

DANKE FÜRS LESEN,hehe:3




Girl, you're so classicGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt