Kapitel 7

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Die Party war anfangs ziemlich langweilig, doch die Stimmung heiterte sich von Zeit zu Zeit immer mehr auf. Luke's Freunde waren auch da, das freute mich, denn so hatte ich eine bessere Chance, sie alle kennenzulernen. Ich wusste ja, dass sie insgeheim sehr liebe Leute waren, genau wie Luke.

Als dann auch die Stimmung ganz oben war, beschloss ich, auf die Tanzfläche zu gehen, denn Tanzen war schon immer eine meiner Leidenschaften, auch wenn ich nicht die perfekte Figur dazu hatte, liebte ich es trotzdem. Es dauerte auch nicht lang, bis mich jemand von der Seite antanzte, was ein sehr ungewohntes Gefühl für mich war, weil ich normalerweise nicht so ein Typ dafür bin, aber in diesem Moment gefiel es mir irgendwie und ich tanzte mit. Als ich dann wissen wollte, wer der Unbekannte war, drehte ich mich um und konnte Tyler erkennen. Er schaute mich belustigt an, wir begrüßten uns und tanzten weiter.

Nach einiger Zeit war mir ziemlich heiß, da es durch die vielen Menschen sehr stickig wurde und man dadurch kaum Luft bekam, sodass ich mir etwas zu Trinken holen wollte. Doch Tyler hatte mich wohl durchschaut und machte sich auf den Weg und kam mit 2 Gläsern wieder. Er hatte mir einen Cocktail gemacht, der mir sogar ganz gut schmeckte. Er selbst trank wohl etwas "Hartes".

Mit der Zeit ließen sich auch abwechselnd Luke's andere Freunde nacheinander blicken, mit denen ich auch etwas Smalltalk führen konnte. Und wie gesagt, waren sie alle schwer in Ordnung, dass ich mich immer wohler in dieser Runde fühlte. Als Luke sich dann irgendwann auch mal zu uns gesellte, unterhielten wir uns ein wenig und mir wurde wieder klar, wie sehr ich ihn vermisst hatte. Doch was war eigentlich damals vorgefallen, dass wir uns so auseinanderlebten? Keine Ahnung, wirklich. Aber man konnte es ja auch nicht ändern, Dinge passieren nunmal, weil sie passieren sollen.

Nach gefühlten 10000 weiteren Gesprächen, 5 weiteren Cocktails und 2 ausgelassenen Tanzrunden war es langsam Zeit, sich 'Goodbye' zu sagen. Zum Abschied umarmte mich jeder der Kumpels und ich ließ mich erschöpft in Luke's Auto fallen. Puh, ich brauchte dringend eine Dusche. Luke, der nur ein oder zwei Bier getrunken hatte, was ich sehr verantwortungsbewusst fand, fuhr uns dann letztendlich nach Hause.

Als wir um 3 ungefähr vor meinem Haus ankamen, setzte er mich ab und verabschiedete sich, indem er meine Tür öffnete und mich dann in den Arm nahm.

"Tschüss, Mary. Schlaf gut."

"Danke, du auch. Bis morgen."

Ich ging glücklich die Treppe hinauf in mein Zimmer, befreite mich von meinen Sachen und betrat die Dusche, um mich von dem ekligen Geruch zu befreien, der uns in dem Haus umgab. Als ich mich wieder frisch gemacht hatte, schlief ich mit einem Lächeln ein.

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Der Sonntagmorgen war ein Höllentrip für einen Anfänger in Sachen Alkohol wie mich. Ich hatte brummende Kopfschmerzen und stellte mir die Frage, wie Andere das aushalten konnten, wenn sie viel mehr tranken. Meine Mutter lag auch noch im Bett und ich beschloss, Luke nachher zu fragen, ob wir seine Eltern im Krankenhaus besuchen wollen. Er leidete natürlich auch darunter, wollte es wohl aber nicht zugeben. Aber das fand ich gar nicht so schlimm, denn nicht jeder kann Schmerz zeigen und verarbeitet ihn vorallem anders. Manche weinen, manche trauern nur innerlich und Einige leiden enorm und machen sich total kaputt dadurch. Aber das kann man den Leuten nicht übel nehmen, ich kenne es ja von meiner Mutter und man muss ja irgendwie lernen, damit umzugehen. Natürlich war es bei Luke jetzt nicht eine solch krasse Aktion, aber es war auch ein Verkehrsunfall und die können, wie auch alle anderen Unfälle, tödlich ausgehen.

Ich zog mir erstmal eine Jogginghose und ein Shirt an und bereitete das Frühstück vor. Ich fühlte mich seit langem nicht mehr so lebendig, wie heute. Meine Mutter wollte ich allerdings aber noch nicht wecken, sie braucht ihren Schlaf und diesen gönne ich ihr auch. Um die Zeit dann irgendwie zu überbrücken, rief ich meine beste Freundin Clara an. Wir erzählten uns, was so in den letzten Tagen passiert ist und wollten uns am morgigen Tag nach der Schule treffen, denn schließlich war morgen wieder Montag.

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Meine Mutter und ich erzählten über den gestrigen Abend, über den ich ihr berichtete, dass ich sehr viel Spaß hatte und außerdem neue Freunde gefunden hatte. Das freute sie und das sah ich ihr auch an. Sie fand auch die Idee, dass ich mit Luke zu seinen Eltern wollte, sehr gut, blieb aber hier, weil sie den Haushalt wieder auf Vordermann bringen musste. Und gesagt, getan, stand ich bereits eine halbe Stunde später vor der Haustür der Garnets, die der verschlafene Luke mir auch öffnete.

"Hei na, wollen wir los?", fragte er mich.

"Klar doch. Bist du schon fertig?"

"Aber hallo. Ich brauche ja keine 10 Stunden im Bad.", schmunzelte er und ich musste leicht lächeln.

Die Autofahrt verlief reibungslos und wir redeten auch noch ein bisschen über den gestrigen Abend. Er hatte mir erzählt, dass er was mit Tess am Laufen hatte, die er nicht als Schlampe ansah, sondern eher als etwas Festes. Das freute mich sehr für ihn.

Im Krankenhaus angekommen, lief er schon schnurstracks auf eines der Zimmer zu. Er musste wohl schon öfters hier gewesen sein, aber kein Wunder. Es waren nunmal seine Eltern. Seine Mutter lächelte uns an, als wir hineinkamen und wir umarmten sie beide. Sie sagte, dass sie morgen entlassen werden würde und Luke dann somit nicht mehr allein zu Hause ist.

Er freute sich darüber, das sah ich in seinen Augen. Schon früher waren sie immer ein sehr gutes Mutter-Sohn-Gespann und es hatte sich bis heute nichts daran geändert.

Seine Mutter war schon immer eine Frohnatur gewesen und daher auch sehr optimistisch, wenn man mal etwas Mut oder Zuspruch brauchte, konnte man immer zu ihr gehen, sie war einfach der perfekte Ansprechpartner dafür.

Wir unterhielten uns noch sehr lang mit Sara, bis Luke entschloss, zu seinem Vater zu gehen, der nun wieder besucht werden konnte. Ich durfte ihn nicht begleiten, da nur Familienangehörige vorerst über den Zustand erfahren durften. Also ließ ich mich im Wartezimmer nieder und wartete, bis Luke nach einer halben Stunde wieder auftauchte. Er sah ganz glücklich aus, aber ich wollte ihn nicht ausfragen, deshalb wartete ich, bis er von allein anfangen würde.

Lang dauerte das nicht, er berichtete, dass sein Vater ansprechbar  und noch etwas angeschlagen war, weswegen er ziemlich müde dreinblickte und außerdem nächste Woche entlassen werden kann. Das freute mich auch sehr. Luke fragte mich, ob ich Hunger hätte und obwohl ich gerade erst gefrühstückt hatte, wollte ich dennoch wieder etwas essen also nickte ich.

Wir fuhren zum nächsten McDonald's und ich griff erst einmal sehr zu und gönnte mir einen Hamburger Royal TS, Pommes, eine Cola und zum krönenden Abschluss ein Mc Sundae, ja ich liebe diese Dinger.

Luke war nicht wirklich erstaunt darüber, dass ich so zugriff, er kannte mich auch früher schon so; wenn es um Essen ging, konnte ich einfach nie nein sagen. So ist das heute bedauerlicherweise auch noch.

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Auf dem Rückweg hörten wir eine Drake-CD. Ich mochte Drake, hörte ihn zwar nicht besonders oft, aber er war Einer von den Musikern, die ich trotzdem nicht wegschaltete. Es waren ungefähr 5 Lieder vergangen und dann waren wir auch schon zuhause.

Luke setzte mich vor meiner Haustür ab, bedankte sich noch zum Abschied und fuhr dann in seine Einfahrt. Ich freute mich, dass alles so gut ablief.
Aber da ich doch noch teilweise ziemlich müde war, legte ich mich erstmal ins Bett und wachte erst 17 Uhr wieder auf.

Ich fühlte mich schon viel besser nach diesen Stunden und verabredete mich noch mit Clara für eine Übernachtungsparty bei ihr. Die sind nämlich immer echt cool und wir können uns alles über die letzten Tage erzählen, denn da haben wir immer sehr viel zu besprechen.

















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⏰ Letzte Aktualisierung: Feb 12, 2018 ⏰

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