#35. In meinen Armen

884 73 4
                                        

*Taddls Sicht*

Es zog mich immer automatisch mit runter, wenn es Ards schlecht ging. Naja, aber ich schätze, das ist wohl nachvollziehbar...
Still saß ich neben ihm, meine Arme um seinen Körper geschlugen und meinen Kopf auf seiner Schulter platziert.
Ich spürte seine Tränen auf meinem T-Shirt und seinen unregelmäßigen Atem, der gegen meinen Oberkörper blies. Beruhigend schrich ich über seinen Rücken. Ich spürte, dass er gerade nur Nähe brauchte. Alles andere konnten wir auch später klären. Er schluchzte weiterhin, jedoch ließ es mit der Zeit nach und nach einigen Minuten, die wir eng umschlungen verbrachten, verebbten seine Tränen endgültig. Ich wollte ihn von mir schieben, jedoch verkrampften sich seine Hände nur noch mehr, sodass ich mich nicht von ihm lösen konnte, und es ehrlich gesagt auch nichtmehr wollte. Mein Herz begann etwas schneller zu schlagen, was mein Brudi zu bemerken schien, da sich sein Griff wieder etwas lockerte. Er hauchte mir mit gebrochener Stimme ein "Sorry" gegen meine Brust. Anscheinend dachte er wohl, er hätte mir wehgetan, doch ich war nur etwas überrascht gewesen. Mein Körper reagierte auf solche Handlungen in letzter Zeit eben etwas merkwürdig. Das war schon seit Ardy aus dem Koma erwacht war, also einige Monate lang, so.

Mein Bruder wollte mich auch nach einigen weiteren Minuten nicht loslassen und jetzt erst merkte ich, wie schlecht es ihm überhaupt ging. Auch wenn er immer versuchte, darüber hinwegzutäuschen, nahm ihn die Sache mit dem Koma und dem ewigen Krankenhausaufenthalt wohl doch ziemlich krass mit. Und mir viel sowas nur in solchen Extremsituationen auf. Was für ein schlechter bester Freund ich doch war. Mit einem stillen Seufzen lenkte ich meine Aufmerksamkeit wieder auf RD, der sich nun regenmäßig atmend in meinen Armen befand. Seine Arme entspannten sich langsam und sanken an seiner Seite hinunter. Er war wohl eingeschlafen.

Vorsichtig legte ich ihn auf sein Bett und wollte mich dann auf den Weg in mein eigenes Zimmer machen, als ich meine Meinung änderte. Was sprach schon dagegen?
Also drehte ich um und legte mich neben den schlafenden Braunhaarigen, zog seinen Kopf auf meinen Oberarm und begann, gedankenverloren durch sein weiches Haar zu streichen. Nach einigen Minuten der Stille driftete ich dann schließlich ebenfalls in den Schlaf...

----

Hey. C:
Lange nichts gehört.. :3
Ja, ich gebs zu, ich bin zu faul. ._.

Und ich hoffe, das Kapitel ist euch nicht zu kitschig, aber das solltet ihr von mir ja schon gewohnt sein. xD

Naja, es is jetz 5:14, ich hab das Chapter eben geschrieben, meh.

Baum.

Bye. :3

Ardysie ||Tardy-FF||Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt