Gefühlschaos

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Lucy POV:

Wir standen eine ganze Weile eng umschlungen da. Mein Herz setze einen Schlag aus, mein Bauch kribbelte so unendlich doll und ich bekam Gänsehaut.
Als wir uns lösten sahen wir uns wieder so intensiv in die Augen. "Lucy, ich wollte dir sagen, dass ich dich liebe. Schon nach der ersten Woche fing ich an dich zu lieben. Ich wollte es schon eher sagen, kam aber nie dazu." "Ich liebe dich auch, Jamie." hauchte ich und küsste sie nochmal, aber leidenschaftlicher. So verbrachten wir den ganzen Tag zusammen. Schauten abends wie immer Filme und kuschelten uns eng aneinander. 

Ich war so froh, dass Jamie bei mir war. Tobias war ruhiger seit dem er weiß, dass ich enger mit ihr befreundet bin. Aber ich wusste, der Tag würde kommen, an dem Jamie mal nicht da sein konnte. Zwei Wochen nach unserem Liebesgeständnis war Jamie krank und konnte für drei Tage nicht zur Schule kommen. Es waren die schlimmsten drei Tage meines Lebens. Nicht, weil ich mal paar Tage ohne sie auskommen würde. Der Grund war Tobias. Sie gingen so weit, wie sie es auf den Todesbotschaften schrieben. An diesem einen Tag verfolgten sie mich bis nach Hause, packten mich plötzlich von hinten, warfen mich auf den Boden und prügelten auf mich ein. Das kam so überraschend, dass ich mich nicht rechtzeitig wehren konnte. Ich nahm alles nur noch benommen wahr. "Du hast es nicht verdient so glücklich zu sein!" meinte ich gehört zu haben. Ich konnte es aber nicht mehr einordnen, denn Sekunden später war alles um mich herum schwarz und ich bekam nichts mehr mit. Fühlt sich so das sterben an? War es vorbei? Ist das hier wirklich mein Leben? Keine Ahnung. Aber es fühlte sich sehr, wie das Ende an.

Jamie POV:

Voller Sorge lief ich durch die Gänge des Krankenhauses und suchte verzweifelt nach einer Schwester oder einem Arzt, der mir Auskunft geben könnte. Aber alle waren ja soooo im Stress und hatten keine Zeit für mich. Ich war kurz vorm heulen. Was war nur passiert? Ist es tödlich?  Verdammt ich konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. Ich wollte einfach nur wissen, was los ist. Auf einmal rannte ich in einen Arzt rein. Er sah mich mitleidig an und fragte: "Was ist los? Kann ich ihnen helfen?" "Meine Freundin muss hier eingeliefert worden sein und ich würde zu gern wissen, ob es ihr gut geht und was passiert ist." "Wie heißt sie denn?" "Lucy Stern." "Ah ja, ich war gerade bei ihr. Sie ist noch bewusstlos und bräuchte eigentlich noch Ruhe..." "Bitte, darf ich trotzdem zu ihr? Ihre Eltern sind nie da und sie hat sonst im Moment niemanden und ich will einfach bei ihr sein." Mit einem Hundeblick schaute ich ihn an. "Na gut, aber verhalte dich ruhig ja." Ich nickte und folgte ihm zum Zimmer. Lucy war hier allein. Fand ich gut so. Ich wollte jetzt niemanden dabei haben. Dieser Moment gehört Lucy und mir.

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