3 | Erinnerungen und Gedanken

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Lily

,,Also früher war alles besser bei uns in der Familie. Ich hatte einen Bruder. Meine Mutter und mein Vater waren das perfekte Paar. Denn die beiden waren Mates. Also Seelenverwandte. Meine Mutter lehrte mich alles, was ich für einen Werwolf wissen musste.
Doch als die Menschen hinter unser Geheimnis kamen, gründeten sie einen Bund. Einen Bund, der uns Werwölfe irgendwann aussterben lässt.
Dieser Bund war so schlau, dass er sich einen Plan einfallen ließ. Der Plan, den fast alle weiblichen Werwölfe aussterben ließ.
Dabei ist auch mei-meine Mutter ge-gestorben." Meine Stimme brach im letzten Satz und meine Augen fingen an zu brennen.

,,Hey, du musst nicht darüber reden, wenn du nicht willst." Besorgt schaute Rydian mich an.

,,Doch. I- Ich muss mit jemanden darüber reden.
Nachdem meine Mutter tot war, wurde mein Vater gewalttätig. Er tat mir weh und schlug mich die ganze Zeit. Mein Bruder. Ja, mein Bruder ging eines Nachts weg. Ohne mich. Ich musste dort bleiben und mich mit den Schlägen meines Vaters auseinandersetzen." Erzählte ich weiter.

Die Erinnerungen an meinem Vater, wie er mich geschlagen hat, kamen vor meinen Augen. Wie er mich immer wieder geschlagen hat. Mir fiel alles mit einem Schlag wieder ein. Mein Vater hatte vor, mich zwangs zu verheiraten.

Ich wurde erst durch eine spitzen Schrei aus der Realität geholt. Meinen Schrei.
,,Hey! Was ist los?" Versuchte Rydian mich zu beruhigen.

,,Nichts." Antwortete ich. Doch man sah ihm an, dass er mir das nicht glaubte. Zum Glück fragte er nicht weiter nach.

,,OK, wenn nichts ist. Aber du solltest dich ausruhen. Denn ich glaube nicht, das der Alpha dich morgen einfach so schnell wie heute entkommen lässt. Heute hattest du Glück." Sagte er, stand und ging zur Tür und schlüpfte nah draußen in den Flur. Man, wie gern ich mir das Haus angucken würde. Ich glaub, irgendwann würde mich meine Neugier noch umbringen.

Jetzt, da Rydian weg war, konnte ich über alles nachdenken. Über die jetzige Situation. Ich bin vor meinem Vater, vor der Zwangshochzeit mit meinem Alpha abgehauen. Zwei Monate streifte ich durch die Wälder, bis ich hier herkam. In einem feindlichen Territorium, wo anscheinend ein sehr gefürchteter Alpha mit seinem Rudel lebt. Und jetzt saß ihr hier im Krankenzimmer. Wo mich immer wieder ein männlicher Werwolf versorgt, der nicht den Anschein macht, als ob er mich zu seinem machen möchte.

Also ich glaub besser oder schlimmer kann es nicht werden, oder?

Doch dieser Werwolf, der mich versorgt, kam mir bekannt vor. Noch nie hab ich mich wohl gefühlt und irgendwie...beschützt. Also ich mein jetzt so wie...Geschwister.

Und dann noch dieser Alpha. Mit seinem eisblauen Augen und den nachtschwarzen, besser rabenschwarzen Haaren. Er machte mir Angst, doch irgendwie fühle ich mich wohl in seiner Nähe. Nicht so wie bei Rydian, sondern noch wohler und beschützter.

Ok, Lily, wieso denkst du sowas?

Naja vielleicht weil du in ihn verliebt bist?

Ja genau und ich bin die heilige Maria.
Nein, ich hab mich nicht verliebt. An einem Tag, nur ein Tag, kann man sich nicht verlieben. Unmöglich.

Außer es ist die ganz große Liebe. Aber bei dir... Eher doch nicht.

Lachte mich mein Wolf Juri. Ich ignorierte sie einfach und legte mich hin.

Meine Augen wurden immer schwerer und fielen dann ganz zu. In dieser Nacht träumte ich wahrscheinlich den schlimmsten Traum, den ich in den letzten Monate hatte.

She's Alpha's MateGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt