18 | Abhauen?

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Lily

Mir kamen Zweifel auf. Was wenn sie nach mir suchen? Ok, dass werden sie so oder so. Mit Abhauen ist es ja eher so eine Sache. Aber ich habe so ein schlechtes Gewissen dabei.

Ich will Reece nicht verletzen. Was rede ich da eigentlich? Wieso sollte ich Reece nicht verletzen wollen? Er hat mich doch auch verletzt, also wieso ihn nicht auch.

Mit meinem ganzen Mut ging ich aus 'unserem', besser gesagt 'meinem' , Zimmer heraus und in Richtung die Treppe runter.

Unten begegnete ich Clary. ,,Hey, Lily, komm mal mit, ich hab etwas tolles gebacken!" Teilte mir Clary freudig mit.

Da ich nicht so sein wollte, ging ich ihr, grinsend über die freudige Mitteilung meiner Freundin, hinterher in die Küche.

In der Küche stand ein zweistöckigen Schokoladen Kuchen. Meine Unterkiefer klappte herunter und ich sah mit großen Augen zu dem einladenden Kuchen, der förmlich schreit ,,Ess mich!".

,,Clary.. de-der Kuchen ist.. hervorragend!" Rief ich ihr zu. Meine Augen hafteten immernoch an der Schokolade und das Verlangen, einfach dahin zu rennen und den Kuchen zu essen, vergrößerte sich immer mehr.

Clary lachte. ,,Na los! Iss ihn schon. Der Kuchen schreit förmlich danach, von dir verspeist zu werden." Lachte sie.

Nach diesen paar Worten griff ich direkt zum Kuchen, um mir von diesem ein Stück abzuschneiden. Schon beim abschneiden lief mir das Wasser im Mund zusammen. Dieser wunderschöne, saftige Kuchenteig, der sich mit der scharfen Seite des Messers in einzelne Stück zerteilen ließ.

Gierig schob ich mir das Stück in den Mund und genoss bei jedem Kauen den Teig. Mir kam ein Grinsen auf die Lippen.  Himmlisch!

Ich schloss meine Augen, so gut war der Kuchen, und genoss diese Situation so sehr. Wer weiß, wann ich nochmals so eine Gelegenheit bekommen würde.

Wäre doch nur Reece hier, dann wäre dieser Moment perfekt. Doch ist er nicht hier. Nicht bei mir.

Und schon verfiel ich leicht in Traurigkeit. Diese Traurigkeit, die dank Reece hier ist.

,,Clary, ich geh in den Wald. Auch wenn du mir ein Grinsen mit dem Kuchen gemacht hast, will ich wieder alleine sein." Erklärte ich ihr. Clary's Miene verzog sich kurz traurig, doch dann trug sie wieder dieses Lächeln auf den Lippen.

Mit einer Handbewegung und den Worten ,,Na, geh schon. Ich weiß, doch wie schlecht es dir ergeht." und noch einem mitfühlendem Lächeln, verabschiedete ich mich vorerst bei Clary, kurz bevor ich in den Wald rannte.

Doch ein Blick in meinem ließ mich umdrehen. Mein Blick ging hoch und ich sah hinter einer Glasfront Reece stehen.

Sein kalter Blick ließ mich eine Gänsehaut spüren. Er beobachtete mich. Wie ich in den Wald rannte,und warscheinlich nicht zurückkehren würde. Ein Stich durchfuhr mein Herz und ich packte mit der rechten Hand an die Brust.

Es war vorbei. Schluss. Aus. Ende.

Doch war es das wirklich?

Die Antwort auf diese Frage würde vorerst offen stehen.

Ich wendete den Blick von der Fensterfront ab und lief weiter in den Wald.

-

Ich hatte keine Ahnung, wie weit ich gelaufen bin, doch außer Atem ließ ich mich auf einen mit mossbewachsenden und modrigen Baumstamm fallen. Das mein Arsch nahher grün sein wird, interessierte mich. Wieso auch?

Doch ich hörte nah einiger ein Knacken. Und dann kam ein großgewachsender Mann aus den Büschen.

Er war ungefähr so groß wie Reece, nur etwas kleiner, und vom Gesicht her, könnten die beiden Zwillinge sein.

,,Reece?" Fragte ich unsicher. Der Mann gegenüber von mir, lachte rau auf. ,,Nein. Ich bin Jace. Reece kleiner Bruder. Aber woher kennst du ihn?" Fragte er mit einem schiefen Grinsen im Gesicht. Er musterte mich mit seinen hellblauen Augen und grinste noch weiter schief.

,,Ich bin Lily. Reece' Mate." Antwortete ich.


She's Alpha's MateGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt