Ein verregneter Tag in Seoul und ich hatte nichts besseres zu tun, als draußen -ohne Regenschirm- rum zulaufen.
Und da heute Sonntag war, war auch Cofioca geschlossen.
Also was mache ich eigentlich draußen?
Dennoch lief ich einfach irgendwo entlang und versuchte meine Kapuze soweit wie es ging runter zuziehen.
Die Straßen waren nahezu komplett leer.
Nur ein zwei Leute liefen mir entgegen.
Ich lief an einem leeren Spielplatz vorbei, als ich doch eine Person auf der Schaukel sitzen sah.
Und wie ich sah hatte die Person bunte Haare und da es höchst wahrscheinlich keine zweite Person mit solchen Haaren in Seoul gab, war es Sehun. Er saß seelenruhig auf den Schaukel und tippte irgendwas auf seinem Handy herum. Ab un zu wischte er drüber, da immer wieder Regentropfen auf sein Display fielen.
Wieso geht er nicht einfach nach Hause? Dort hat er auch nicht den Regen.
Ich entschied mich einfach weiter zugehen und so zu tun, als hätte ich ihn gar nicht gesehen. Nur sah er wohl auch mich und entschied sich genau das Gegenteil zumachen. Ganz toll.
»Hey, Taro bubble tea boy!« rief er, kam auf mich zu und steckte sein Handy in seine Jackentasche.
Und ich dachte ich würde, mit meinen komplett schwarzen Klamotten in dieser dunklen Gegend und bei all dem Regen, gar nicht erst auffallen.
Falsch gedacht, Luhan.
»Wie hast du mich genannt?« fragte ich und blickte ihn komisch an.
»Ich kenne deinen Namen ja nicht« verteidigte er sich und zog eine Augenbraue hoch.
»Aha« murmelte ich nur abwesend.
»Wenn du mir sagen würdest wie du heißt, müsste ich dich auch nicht mit 'Taro bubble tea boy' oder so ansprechen« lächelte er leicht provokant.
»Immerhin kennst du auch meinen Namen!« fügte er noch hinzu.
»Den hast du mir ja auch freiwillig gesagt. Und ehrlich gesagt, habe ich keine Lust hier weiter mit dir im Regen zu stehen. Also.. Annyeong« sagte ich völlig kalt und wollte gerade einfach weiter gehen, als Sehun mich wieder aufhielt.
»Warte kurz! Sind nicht eigentlich nur Mädchen so drauf, wenn sich ihre Tage haben?« versuchte er es witzig klingen zulassen.
»Lass mich doch einfach in Ruhe« sagte ich genervt und seufzte.
»Wie heißt du?« fragte er gefühlt zum 100. Mal.
»Was ist eigentlich falsch mit dir? Es regnet wie sonst was und du hast nichts besseres zu tun, als mich zu belästigen!« sagte ich nun völlig genervt und auch sauer.
»Wenn wir hier jetzt noch weiter stehen, werde ich krank, du wirst krank und dies ist ein Nachteil für uns beide. Also würdest du mich jetzt verdammt nochmal in Ruhe lassen?« sagte ich mit einem überaus genervten Ton.
»Abe- wooahh!« brach er seinen Satz ab, als sein Handy plötzlich ca. 3 Meter aus seiner Jackentasche geschleudert wurde.
'Ganz von alleine'
»Aber wie?« fing er an und ging seinem Handy hinterher.
»Du solltest Leute in Zukunft in Ruhe lassen, wenn sie es dir deutlich sagen, Sehun.« rief ich ihm noch -leicht schadenfroh- hinterher.
»Aber wie- Ah...mianhaeyo..« sagte er noch, sodass ich es verstehen konnte.
»Was auch immer..« nuschelte ich und ließ Sehun dort stehen.
Wenn man mir so kommt, handel ich halt einfach. Wofür habe ich denn mein 'besondere' Fähigkeit, wenn nicht um mich gegen frei laufende, Regenbogen farbende Sehun's zu wehren? Ich bin mir sicher seinem Handy ist nichts passiert. Und wenn, ist es nicht mein Problem.
Mit schnellen Schritten ging ich meinen nach Hause Weg lang.
Manchmal frage ich mich selbst, wieso ich eigentlich so kalt und abweisend bin.
Und dann wird mir der Grund immer wieder klar.
Es waren sie.
Ich war nicht immer so.
Als ich in China noch klein war, war die Welt für mich noch total schön und friedlich.
Bis wir, meine Eltern und ich ,nach Südkorea zogen. Nach Busan. Ungefähr 6 Monate vor meinem 15. Geburtstag.
Und als ich dann endlich 15 wurde, fing der ganze 'Spaß' an. Ich will mich gar nicht daran erinnern welche Schmerzen ich aushalten musste, nur um ein erfolgreiches Experiment zu sein.
Telekinese
Das 'Geschenk' für all die Schmerzen.
Es klingt völlig absurd und so als wäre ich einfach nur ein großer Fan von Fiction Filmen und würde mir einbilden, ich könnte Telekinese.
Auf erschreckende Art ist es aber wahr und ich bin nur ein Experiment, was mal ausnahmsweise gut lief.
'Ein Versuchskaninchen bei dem alles klappte'
4 Jahre sind die Schmerzen schon her und trotzdem weiß ich noch wie sie sich anfühlen.
Sollte man den kranken Leuten, die mir solch eine 'Kraft' zugefügt haben, nicht eigentlich einen Preis geben? Sie haben das unmögliche möglich gemacht. Zwar mit Verlusten, aber auch mit Erfolgen. Ist es nicht beeindruckend, was sie geschafft haben?
Sicher nicht.
Jedenfalls ging ich meinen Weg weiter und zu meinem Pech, fing es an noch stärker zu regnen, sodass wahrscheinlich auch noch die letzte Faser meines Hoodies durchnässt wurde.
Meine Klamotten klebten förmlich an mir.
Ekelhaft diese Enge.
Da ich schnell aus dieser Situation raus wollte, rannte ich schon den Weg entlang, auch wenn mir der ganze Regen ins Gesicht klatschte.
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Annyeong!
Ich wollte noch kurz anmerken, dass ich noch nicht weiß, on in dieser Fanfiction HunHan entstehen wird oder es sich hauptsächlich nur um die Freundschaft von ihnen und Luhans Vergangenheit drehen wird. Mal sehen!
Hoffe dir hat das Kapitel gefallen :3
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Different ✧ HunHan
Fanfiction"Vergangenheit ist Vergangenheit. Sie wird dich nicht einholen.. Du bist nicht Nr.7, du bist Luhan" ✧ Different ✧ Lu Han x Oh Sehun ©leeeyami, 2016/17
