Am nächsten Morgen

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Am nächsten Morgen beschloss ich Michael die ganze Sache zu erzählen, da ich mir ja jetzt endlich sicher war dass er es nicht ist.

Ich schaute also auf mein Handy:

10:00 Uhr und draußen waren es schon knapp über 20 Grad. Dementsrechend hatte ich nur eine helle, bequeme Hotpans und ein schwarzes Top an. Ohne noch weiter zu zögern ging ich daraufhin zu dem großen, schönen Haus auf der anderen Strasenseite, das mir schon wie mein zweites Zuhause vorkam und öffnete fröhlich und optimistisch die Haustür.

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Im Flur war keiner also ging ich am Wohnzimmer vorbei und schaute kurz hinein, keiner da. Als nächstes versuchte ich es in der Küche und sah auf dem Tisch einen kleinen Zettel liegen.

Hi Michael (und Mia ;) )
Ich bin zu Pauline gefahren und Papa ist arbeiten, ich komme wahrscheinlich so gegen 12 oder 13 Uhr zurück
Bis später Mama

Ok. Dann weiter. Also verließ ich die Küche und ging nach oben,  als ich bereits Musik hörte. Leise schlich ich in durch die offene Tür in Michaels Zimmer und mir kam direkt eine Brise warmer Luft entgegen. Kein Wunder, die Tür zum Balkon war offen. Ich ging direkt auf sie zu und lehnte mich dann gegen den Türrahmen.  Draußen auf dem großen Grundstück sah ich ihn. Er bewegte sich schnell und doch elegant. Ich sah ihm gerne zu beim Tanzen und immer wusste ich, dass ich, egal wie viel ich mich auch anstregen würde, mich niemals so bewegen könnte wie Michael es tut.

Nach einer Weile war der Song zuende und erst da merkte ich wie sehr ich ihn gerade angestarrt hatte.

"Starrst du mich etwa an?" Ups. Ich wurde ein weinig rot, was er jedoch mit einem breiten Grinsen ab. Ich ging erleichtert nach unten auf das leuchtend grüne Gras. Dort angekommen umarmten wir uns und ich beschloss es ihm zu erzählen. Ich musste grinsen 'Bestimmt freut er sich genauso wie ich!'

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"Und du bist dir sicher, dass dieser Kerl kein perverser 50 Jähriger Typ ist, der sich in irgendeiner versifften Wohnung an fremde Mädchen im Internet ranmacht?"

Ich rollte mit den Augen. 'Warum freute Michael sich eigetlich nicht für mich?' Wir saßen beide im Gras und seid ich ihm das mit 'M' erzählt habe löchert er mich mit irgentwelchen Fragen,  die mir langsam echt auf die Nerven gingen!

"Wenn du unbedingt willst erzähl ich es dir halt nochmal. Also wie gesagt hat er mir Sachen über mich geschrieben, die 1. nicht in meinem Profil standen und die ich 2. nur den Leuten aus unserer Clique erzählt habe! Also hör auf die immer nur Sorgen zu machen und freu dich stattdessen mal für mich!"

"Mia das war kein Vorwurf!", musste er das ständig sagen?! "Ich weiß..." Kaum hörbar fügte er noch hinzu: "Ich mach mir doch nur Sorgen, dass er dich verletzt..."

Ich wusste ja, dass er jeden der mich verletzt am liebsten von einer Brücke schubsen würde aber er könnte sich ja wenigstens ein bisschen für mich freuen. Ich war ein wenige enttäuscht, was er anscheinend auch bemerkte denn er versuchte mich bereits wieder aufzuheitern. "Mia ich hab dich doch lieb bitte sei nicht sauer ich mach mir doch wirklich nur Sorgen. Bitte brech den Kontakt doch ab, für mich Bitte Mia!!" Ok langsam ging das ein wenig zu weit. Ich hatte ja noch nichts dagegen wenn er mich warnen will aber mir vorschreiben zu wollen was ich tun soll geht echt zu weit! "Schön! Langsam hab ich verstanden, dass du dir Sorgen machst aber du weisst ganz genau, dass ich es hasse wenn jemand mir etwas vorschreibt!!", "So meinte ich das doch nicht, das weißt du ganz genau. Ich mach mir doch nu...". Das übersteigt eindeutig meine Geduld. "Wenn du jetzt nur noch ein einziges Mal erwähnst, dass du dir ja nur Soooorgen machst dann raste ich komplett aus!!!!!" Inzwischen war ich richtig sauer. "Weißt du... Ich finde ihn echt nett! Erstens kennst du ihn noch viel weniger als ich und zweitens dachte ich du wärst mein bester Freund und falls du es noch nicht wusstest: Freunde freuen sich wenn dem anderen etwas gutes passiert. Aber wenn du so reagierst bin ich mir nicht sicher ob wir überhaupt Freunde sind!!" Noch bevor ich es ausgesprochen habe tat es mir fürchterlich leid trotzdem merkte ich gar nicht wie sehr Michael grade anschrieen habe aber das war mir in dem Moment auch herzlich egal. Ich merkte auch nicht wie geschockt er grade war oder, dass auch er bereits Tränen in den Augen hatte, die er jedoch geschickt wegblinzelte. Da mir dies nicht gelang liefen mir die Tränen bereits über die Wangen. Innerhalb wenigen Sekunden hatte Michael sich erhoben und lief die wenigen Schritte die uns trennten auf mich zu. Er hob seine Hand und wollte mir die Tränen aus dem Gesicht wischen, jedoch war ich schneller. Woher auch immer ich die plötzliche Kraft hatte mich wieder zu bewegen aber bevor seine Hand mich berühren konnte schlug ich sie weg und rannte so schnell ich konnte laut schluchzend raus aus dem Garten direkt in mein Zimmer.

Was hatte ich bloß getan?!

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Hey Leute :)
sorry dass ich so lange nicht mehr geupdatet habe aber ich hatte in letzter Zeit echt viele... naja nennen wir es Probleme.
Aber egal :) Ich hoffe ich habe dadurch keine Leser verloren.
Ich wollte mich euch auch echt nochmal ein ganz großes Dankeschön sagen! Ihr seid echt die aller besten <3 Vorallem die ganzen lieben Kommentare die ihr mir hinterlassen habt haben mich echt immer wieder angetrieben weiterzuschreiben also DANKE DANKE DANKE :)))

Bis bald eure Linda :)

Mein bester FreundWo Geschichten leben. Entdecke jetzt