Ich wusste noch bevor ich an diesem Ort zurückgekehrt war, dass ich nicht ohne eine normale Tracht Prügel davon kommen würde. Zwar könnte man meinen Geruch nicht verfolgen, da ich mich extra mit einem speziellen Kraut eingerieben hatte, welche den Duft zerstreut. Kaum hatte ich die Schwelle überschritten, traf mich eine Ohrfeige, welche mich von den Füssen riss. Über mir ragte der Kopf von der Bulldogge auf und sah mich voller Zorn an.
„Ich habe schon gehört, was geschehen ist. Wie konntest du so dumm sein und dir die Maske abnehmen lassen! Du hättest auffliegen können! Du bist für nichts zu gebrauchen! Doch was habe ich anderes zu erwarten von einem Mädchen, welches nicht einmal hinkriegt, sich wie ein normales Mädchen zu benehmen!"
er schlug mich noch einmal.
„Ich darf dich nicht einmal gerecht strafen, da es zu sehr in der Schule auffallen würde, doch ich weiss, wie ich dich belehren kann."
Somit zerrte er mich hoch, um mich gleich wieder auf den Boden zu werfen. Instinktiv bremste ich meinen Fall mit meiner Hand, als Antwort jagte ein heftiger Schmerz durch mein Handgelenk. Ich presste es an meinen Körper und verkniff mir die Tränen, während ich meinen ganzen Unterarm pulsieren spürte.
„Morgen wirst du vor der gesamten Schule umfliegen und sagen, dass du während dem Sturz dein Arm verstaucht hättest und dass du mir ja normal vor diesem Unfall herumläufst, sonst ist als nächstes dein Bein dran."
Erst als er sich von mir wegdrehte, traute ich mich, in mein Zimmer zu rennen, die Hand an meinen Oberkörper gepresst und mit tränenbenetzten Wangen.
Mit aufgesetztem Lächeln betrat ich die Schule. Die Schminke, welche den Flecken der Ohrfeige von gestern verdeckte, juckte unangenehm. Wie ein Beobachter schaue ich mir zu, wie ich in meine Rolle reinwechselte und scheinbar blendender Gesundheit das Schulgebäude ansteuere. Ich bemerkte Bradians Blick, ignorierte ihn aber gekonnt und lief auf die Treppen zu. Innerlich wappnete ich mich vor dem Schmerz, doch als ich auf meinen Arm abstütze, jagte ein schrecklicher Schmerz durch meinen gesamten Körper und liessen mir die Tränen kommen. Ich spürte wie jemand neben mir stehen geblieben war und erkannte Bradian. Der Schönling streckte mir seine Hand hin, doch ich dachte gar nicht daran sie zu nehmen, so zuwider war mir der Gedanke an Schwäche.
„Willst du mir etwa auch noch mein erstes Händchen halten klauen? Ich muss dich wohl wieder enttäuschen."
Ich drehte mich Richtung Schule und lief los, doch ich hatte die Rechnung ohne meinen Körper gemacht. Der Schmerz verzerrte mein Gesichtsfeld und ich wankte sogar ernsthaft. Plötzlich wurde mir schwarz vor Augen und ich bemerkte nur noch, wie zwei starke Arme mich auffingen.
Jemand berührte mich, dass bemerkte ich sogar hier in diesem Ort bloss aus Schwärze. Erinnerungen schwappten hoch. Mit einem Keuchen riss ich die Augen auf und machte einen Rückzieher nach hinten, dabei fiel ich nach hinten und landete am Boden. Schmerz jagte durch meinen Arm ebenso wie die Angst in meinem Blut. Doch ich beruhigte mich schlagartig wieder, als ich Bradian erkannte, welcher mich anscheinend in das Krankenzimmer der Schule gebracht hatte. Er war erschrocken zusammengefahren und schaute mich besorgt an. Ich zurrte wieder meine Rolle fest, welche ich in der Schule annahm.
„Was machst denn du für Sachen? Fliegst in Ohnmacht und erschrickst mich zu Tode. Komm ich helfe dir wieder auf das Bett."
Diesmal bot er mir nicht einmal an, sondern hob mich ohne zu fragen auf und achtete nicht auf meine Proteste. Als ich wieder im Bett lag, schaute ich ihn an. Weshalb er so nett war, war mir rätselhaft. Er schaute wütend vor sich hin und ich wappnete mich, wegen irgendetwas angeschnauzt zu werden.
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Blinded: Rache von Feuer und Wind
FantasyDie Welt ist nicht so, wie sie scheint. Hinter der Scheinfassade herrscht ein Kampf zwischen den Magiern und der Sekte der Köter. Während die Magier verzweifelt versuchen zu überleben, gewinnen die Köter immer mehr an Macht. In den Wirren dieses Bür...
