10- 'Mein Glaube an das gute Leben'

42 2 0
                                        

                          Cerise

Piep. Piep. Piep. Piep.
Das ist alles was ich nur hören kann.
Kein Schimmer, wo ich mich befinde.

Piep. Piep. Piep. Piep.
Ich bemerke, wie ich auf etwas liege.
Etwas weiches, ein Bett?
Bin ich in meinem Zimmer?

Piep. Piep. Piep. Piep.
Meine Augenlider sind schwer,
trotzdem versuche ich meine Augen zu öffnen.

Was ich als erstes sehe, ist die Farbe 'Weiß'.
Leicht blendet mich das Licht.
Ich bin jedenfalls nicht zu Hause.

Mit schweren Gliedern, will ich mich auf das Bett aufsetzen.
Autsch mein Kopf.

Ich fasse mir auf meinen Hinterkopf und betrachte den hellen Raum.
Es ist ein Krankenzimmer.

Genau in diesen Moment höre ich eine Person, die die Tür öffnet.
Ein Mann, mittleren Alters, Blau gekleidet und mit einem Klemmbrett in der Hand, kommt auf mich zu.

Ich sitze Kerzengerade.
Unsicher, was jetzt kommen sollte.
"Also..."
Er schaut auf seinen Klemmbrett.
"Cerise Wilson.
Weißt du wieso du hier bist?"

Ich blicke zu ihm Herab und kann nur mit den Kopf schütteln.
Wenn ich daran denken möchte, was passiert ist, schmerzt es.

"Nun, wir haben dich hergebracht-"

Weiter kann der Arzt nicht sprechen, denn meine Mutter stürmt durch die Tür.
"Oh Cerise! Schatz."

"M-Mum."

"Es tut mir alles so leid. Ich hätte dich nicht alleine lassen sollen, nachdem- was passier ist."

Der Mann im blauen Kitel räuspert sich. Entschuldigend sieht sie ihn an.

"Was ich sagen wollte ist.
Dass ich davon ausgehe, dass es ein Nervenzusammenbruch war. Dein Körper hat abgeschaltet und du bist in Ohnmacht gefallen."

Das erklärt wieso ich mich so benommen fühle.
Aber nicht, wieso eigenartige Kügelchen mich angriffen. So verrückt es klingt.
Soll ich es ihnen erzählen?
Da bin ich mir nicht sicher.

"Aber jetzt sollte es dir besser gehen.
Dein Zustand ist soweit okay."
Nun schaut er meine Mutter an.

"Ms.Wilson können wir uns einmal privat sprechen?"

Meine Mutter nickt und folgt ihn nach draußen. Doch bevor sie mich alleine lässt flüstert sie mir was ins Ohr, was mich noch unsicherer machen lässt;
"Übrigens, schicke Frisur. Blond steht dir gut."

[...]

Stunden vergehen, seitdem ich Zuhause bin und alles was ich nur tun kann, ist mich im Spiegel anzustarren. Das dort war nicht ich.
Das kann nicht ICH sein.

Vorsichtig berühre ich meine Haare.
Meine goldigen-blonden Haaren,
so als würde etwas passieren.
Erneut was verrücktes.

Ich seufze erschöpft.
Ich muss stark bleiben. Ich darf nicht zusammenbrechen.
Nicht nochmal.
Deswegen tue ich das, wogegen ich mich am meisten streute.

Du hast das Ende der veröffentlichten Teile erreicht.

⏰ Letzte Aktualisierung: Dec 29, 2018 ⏰

Füge diese Geschichte zu deiner Bibliothek hinzu, um über neue Kapitel informiert zu werden!

 Desire Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt