PoV.: Manuel
Ein Ball fliegt gegen meinen Hinterkopf und ich zucke schmerzlich zusammen. Seit dem ich mich vor einem halben Jahr Geoutet habe bin ich das Opfer der gesamten Klasse. Was nicht so schlimm wäre, aber ich bin auch der kleinste von allen.
Ich drehe mich um und entdecke sofort den werfer des Ball's. „Hey Pisser." fauchen die drei Jungen gleich zeitig und ich sehe wieder die Brücke herunter. Vielleicht würde ich wirklich sterben. Ich meine unter der Brücke ist kein See, es ist der harte Boden und bei diesen zehn Metern, könnte es doch wirklich klappen.
„Schwuchtel, was machst du den hier? Läufst du nicht mit deiner Freundin herum um Kleider zu suchen?" spöttet der der mich auch mit dem Ball abgeworfen hat. Ben, James und Florian. Es ist doch wirklich sarkastisch, das sie mich vor Nina finden.
Sie hat mir auch noch eingeredet bloß nicht zu springen, doch dann bin ich abgehauen und hier her gerannt. Seit genau einer Halben Stunde sehe ich also schon hier runter, wirklich schon so lange? Es fühlt sich erst an wie Sekunden.
„Sag mal Schwuchtel, was machst du den da?" fragt mich schließlich Florian, als er sieht wo ich genau stehe. Hinter der Absperrung. Ich sehe auf und schlucke dann. Ich kann es nicht... sie haben mir so viel angetan und jetzt kann ich es nicht mehr. Wie ironisch. „Willst du etwa springen Schwuchtel? Das wäre wohl besser für die Welt." besser für die Welt?
Ich nicke langsam, wobei mir dann doch Tränen in die Augen treten. Dann ziehe ich mein Handy aus der Hosen -tasche und wähle die Nummer meiner Mutter. Ich schreibe ihr jedoch nur eine SMS, ich will nicht mit ihr reden wenn ich denn springe.
Ich werfe das Telefon auf den Bürgersteige und lasse auch mit der linken Hand los. Nur noch zwei Schritte, dann ist nur noch Luft. Ich gehe einen Schritt nach vorne. Die Platte unter meinen Füßen knirscht und ich zittern ängstlich.
„Hey!" brüllen die Stimme, wobei ich Schritte auf mich zu rennen höre. „Bleib stehen! Sag mal Spinnst du?!" fragen die drei und kommen auf die Abgrenzung zu gerannt.
Nur noch ein Schritt und es ist vorbei. Nur noch einen Schritt und ich höre nie wieder diese Beleidigungen und spüre nie wieder die Schmerz-haften Schläge und tritte überall.
Den nicht nur gemobbt mit Worten haben sie mich. Nein... Ich wurde verprügelt. Vor, nach und während der Schule.Ich atme ein und wische mir über die Augen, als mein Handy klingelt. Ein Lied von Nightcore, das ich mir runter geladen habe. Das ist Nina Klingelton.
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Death at the bridge
RandomManuel wird gemobbt, fertig gemacht und wird sich von einer Brücke in den Tod stürzen.