#61

6.8K 347 43
                                    




Komisch schaue ich mich selbst in meinen Spiegel an. In dem Haus meiner Eltern, im Bad das neben meinen Zimmer ist, mit geschlossener Tür, zitternden Händen und verheulten Gesicht.

Netter Anblick.
Caden hatte mich netter weiße nach Hause geschickt, er meinte sonst würde er etwas bereuen getahn zu haben. Dieser Satz hat mehr geschmerzt als die Schläge, die Schnitte auf meinen Arm oder die Beleidigungen. Tief durchatmend zerknülle ich das Taschentuch das ein paar Blutflecken von der benutzen Klinge trägt und schmeiße es in den kleinen Mülleimer. Mit angenehm warmen Wasser spüle ich das Waschbecken sauber, sodass nichts mehr Rot. Wie ein Computer der seit Jahren das selbe tut, sprühe ich mir das Wundspray auf meine Unterarme und rolle den Verband vorsichtig über die Arme. Mit einem letzten Blick in den Spiegel, laufe ich aus dem kleinen Zimmer und ziehe meine Jacke über den Verband. Nur wenige Sekunden danach, setzt auch schon das bekannte Brennen ein.

Ich bin dumm. So dumm. Und das weiss ich, dennoch tue ich es. Wenn man dir ein Leben lang sagt, was du Falsch machst, wie du es zu tun sollst, dir droht oder sonst was. Ist dein größter Wunsch allen zugefallen und dadurch ein ruhiges Leben zu erhalten. Ich weiss nicht wessen Schuld es ist das ich mich selbst verletzte, aber es ist wie eine Bestrafung dafür das sich mein Wunsch immer weiter entfernt.


~

" Es tut mir leid. " Still halte ich mein Telefon weiter an mein Ohr wehrend mein Blick immer noch aufmerksam Archie am Fernseher verfolgt. " Es tut mir leid. " " Es tut mir leid wie dumm ich war, dir die Schuld zu geben. Wir wissen jetzt wer es war. " Letzteres flüstert er bloß nur noch. " Du rufst bloß an um dich zu entschuldigen weil du jetzt weisst das ich nichts damit zu tun hatte. Wüsstest du es aber nicht wer es war, würdest du nicht Anrufen. Du fühlst dich im Nachhinein Schuldig, aber hättest du mir vertraut. Von Anfang an wäre deine Entschuldigung nicht nötig, der Anruf auch nicht und deine Schuldgefühle erst gar nicht da. Also lege ich jetzt auf, denn auf eine Entschuldigung die erzwungen ist durch deine unnötigen Gefühle kann ich verzichten! " Schnauben lege ich auf und schmeiße mein Handy neben mich. Schnell schalte ich die Lautstärke höher und versuche einfach Caden aus meinen Gedanken zu sperren.

 Schnell schalte ich die Lautstärke höher und versuche einfach Caden aus meinen Gedanken zu sperren

Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.
G R A V I T Y || #CelestialAward18 / #IceSplinters18Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt