13. „Die Dummheit färbt leider ab...“
"Okay, wenn ich du wäre...", grinste ich und schaute mich um. "Würde ich mich einmal im Schnee wälzen. Ohne T-Shirt."
Sirius schüttelte den Kopf.
"Vergiss es! Darf ich es als Hund machen?"
"Nope. Keine Ausnahmen", grinste ich und vergrub meine Händen in meinen wärmenden Taschen. "Oder bist du etwa unmännlich, mein liebster Tatze?"
"Ach komm, Leck mich...", meinte er augenverdrehend und warf mir seine Lederjacke und kurz darauf sein T-Shirt zu.
"Männlichkeit... Damit kriegt man ihm immer...", murmelte Remus belustigt neben mir und richtete eine Kamera auf ihn.
"Ich kenn euch eben besser als ihr denkt...", grinste ich und sah genüsslich dabei zu, wie sich Sirius einmal durch den Schnee robbte. "Und wenn ihr mich schon Tag und nach umschwärmt, um auch ja der erste zu sein, wenn ich meine Meinungen ändern sollte, kann ich damit ja auch meinen Spaß haben."
"Wir... Das tun wir nicht!", rief Rem empört und sah mich an.
Ich schenkte ihn einen ungläubigen Blick, unter dem er schmolz.
"Vielleicht... Unterbewusst..."
"Reicht das?", fragte Tatze nach ein paar Sekunden und richtete sich bibbernd auf.
"Perfekt."
"Okay, okay. Wenn ich du wäre...", erklärte Sirius jetzt und schnappte sich deine Sachen wieder. "Würde ich erstmal bis zu der Buche ohne Schuhe laufen. Und ohne Socken natürlich."
"Ach komm schon! Das ist voll meine Aufgabe!"
"Schuhe aus, kleine Bo!", grinste er und verschränkte die Arme gegen die Kälte.
Ich ließ meinen Blick schweifen, bis dieser am zugefrorenen See festhingen blieb.
"Wie dick meint ihr, ist das Eis?", fragte ich interessiert und verengte meine Augen.
"Keine Ahnung... Bestimmt nicht besonders...", murmelte Remus und folgte meinem Blick.
"Ich glaube, wir sollten es herausfinden..."
"Ey, du kannst mich nicht von deiner Aufgabe ablenken, junge Dame!", rief mir Sirius hinterher, als ich durch den Schnee auf den See zustapfte.
Ich grinste leicht und beschleunigte meine Schritte.
"So leicht gebe ich nicht auf!", rief jemand hinter mir.
Ich quiekte auf und rannte los.
Es war nicht einfach durch den Schnee zu laufen, da er mir immerhin bis zu den Schienenbeinen reichte, aber ich hoffte immernoch schneller zu sein.
Tatsächlich erreichte ich den See vor Tatze, trat auf's Eis und schliderte einige Zentimeter der Mitte entgegen.
Remus stand etwas weiter entfernt von uns auf der gepuderten Wiese, währendem Sirius nun auch einen Fuß auf das Eis setzte.
Es schien solide zu sein, bestimmt war es durch die langanhaltende Kälte schon ziemlich dick.
"Na warte, wenn ich dich kriege, läufst du nicht nur zur Buche ohne Schuhe...", drohte Sirius mir grinsend und hob eine Augenbraue.
Ich machte ein paar Schritte rückwärts und erwiederte seinen Blick, dann öffnete ich meinen Mund, doch ich wurde von einem lauten Knacken übertönt.
Ich quiekte auf, als das Eis nun ganz einkrachte und meine Füße das eiskalte Wasser berührten.
"Raven!"
Kurz darauf folgte mein Oberkörper meinen Schuhen und sorgte dafür, dass sich stechende Kälte in mir ausbreitete.
Mein dicker Mantel, den ich anhatte, um weder auf Sirius' noch auf Remus' Jacke angewiesen sein zu müssen, sog sich nun mit trüben Seewasser voll und tat sein übriges.
Ich strampelte und versuchte wieder ans Licht zu kommen, doch die Kälte lehmte mich sofort.
Mit aufgerissenen Armen starrte ich zu dem Loch zu, durch das ich gebrochen war und zu dem ich nicht aus eigenem Antrieb wieder hochkonnte.
Vielleicht konnte der Riesenkraken mir helfen, auch wenn ich nicht sicher war, ob er nicht wie die restlichen Bewohner des Sees Winterschlaf hielt.
Die Kälte kroch immer tiefer in mich, so tief, dass ich meinte, dass mit meine Finger bereits abstarben.
Oh Merlin, ich durfte nicht sterben!
Doch noch nicht jetzt!
Mein schwerer Mantel zog mich immer tiefer, die Sicht auf das Loch wurde mir zunehmend von meinen Haaren versperrt.
Jemand packte mich am Handgelenk, was neues Leben durch mich pulsieren ließ.
Merlin sei Dank, ich starb doch noch nicht!
Einige Sekunden später schnappte ich bereits nach rettender Luft.
Sirius zog mich auf's Eis.
"Nimm das", wies er mich an und drückte mir ein Stück Stoff in die Hand, von dem ich kurz darauf herausfand, dass es sein T-Shirt war.
Ich war zu benommen, die Kälte hatte sich immernoch in mir verankert und mein Kopf schien ebenfalls zugefroren zu sein.
Er schniefte kurz, zog mir meinen Mantel grob von den Armen und schmiss ihn ein paar Meter entfernt vor Remus Füße, der ebenfalls auf uns zukam.
Er zog meinen Pulli samt T-Shirt über meinen Kopf und stülpte mir dann seins über.
Auch meine Lederjacke zog er mir an, als würde er grade eine Puppe einkleiden, denn die einzige Bewegung, zu der ich gerade fähig war, war zittern.
Er zog mich zu sich und presste mich an seine warme Brust und legte sein Kinn auf meinen Kopf.
Wieso er mich auch immer in den entwürdigstenden Situationen sehen musste.
Er wippte leicht vor und zurück und ich spürte deutlich sein Herz schlagen, wahrscheinlich noch schneller als meins.
"Was machst du denn nur für dumme Scheiße...", murmelte er leise und umarmte mich fester. "Das hätte verdammt schiefgehen könne, Bo..."
Meine Augen schlossen sich quasi fast von alleine.
"Nein, nicht schlafen... Du musst dich erstmal aufwärmen, Bo, hast du mich verstanden? Merlin, ich dachte schon, wir hätten dich verloren..."
---863 Worte---
Wieso ertrinken Leute in meinen Stories immer fast?
Fall für Aktenzeichen XY ungelöst...
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Wild Was Her Favourite Colour (Teil 1)// Zeit der Rumtreiber
Fanfiction*beendet* Wenn ihr Interesse an solchen Geschichten habt, dann Lest euch bitte lieber meine anderen Werke durch... Ich stehe selbst nicht mehr hinter der Geschichte [Deutsch/German] "Her messy hair a visible attribute of her stubborn spirit. As she...
