9. „Frustration und Kopfschmerzen."

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9. „Frustration und Kopfschmerzen.“

"Ich schaffe diese bescheuerten Prüfungen niemals!", rief ich frustriert aus und legte meine Stirn auf den Tisch. "Der ganze Schrott geht nicht in meinen Kopf..."

"Hey, Kopf hoch... Ließ es dir einfach nochmal durch und verarbeite jedes Wort. Das mach ich manchmal, wenn ich mir Stoff nicht merken kann", lächelte Rem und strich aufbauend über meinen Handrücken.

James, der auf seinem Bett saß und uns seit mehreren Minuten ununterbrochen beobachtete, verengte die Augen.

"Du bist gut... Ich glaube in deinen Kopf passt das Wissen der ganzen Bibliothek...", seufzte ich, zog das Buch aber wieder zu mir ran. "Gänseblümchen-Wurzeln werden gehexelt. Das verstehe ich, aber wieso werden sie gleichzeitig mit Meerjungsfrauenschuppen hineingeworfen? Die muss man doch eigentlich abkochen, oder nicht?"

"Jaaaa", sagte Rem gedehnt und schmunzelte. "Aber, wenn du sie voher abkochen würdest, würde der Trank nicht gelingen..."

"Aber wieso?", seufzte ich und lehnte meinen Kopf frustriert an die Schulter von Rem, der dafür sofort etwas zu mir rückte.

"Weil wir die Reaktion brauchen...", murmelte er simpel.

"Das macht doch alles keinen Sinn..."

"Doch... Du gehst die Sache einfach falsch an, Bo", erklärte er zärtlich und klang dabei ein wenig wie meine Mutter.

"Okay, das reicht jetzt wirklich. Könnt ihr mir bitte bei Merlin erklären, was das soll?!"

Ich seufzte.

Mittlerweile hatte ich gehofft, er würde gar nicht mehr auf unseren Plan anspringen.

In den letzten Monaten war mir Remus mir immer weiter ans Herz gewachsen, wenn auch leider nicht in einem romantischen Weg.

Es wäre alles einfacher, wenn ich die gleichen Gefühle für ihn hätte, wie er für mich.

"Krone, Bo und ich-"

"Komm gar nicht erst mit Krone, Remus! Ich hab dir gesagt, dass meine kleine Schwester ein Tabu ist! Und was machst du?! Du schmeißt dich an sie ran!", unterbrach er ihn.

Ich hatte keine Lust zu streiten.

Ich war erkältet, hatte ohnehin schon Kopfschmerzen und war frustriert, weil ich Zaubertränke nicht in meinen Kopf bekam.

"James, wir sind nur Freunde", seufzte ich überfordert.

"Ihr hockt quasi jeden Tag aufeinander, hängt in der Bibo, esst zusammen und geht jeden Freitag auf den Astronomieturm."

"Was verstehst du nicht an "Freunde"?"

"Er hat Gefühle für dich, Frances!", rief er aufgebracht und fuchelte mit seinen Händen in der Luft herum.

"Ich weiß..."

"Du... Du weißt das?", fragte er ungläubig.

"Ja, er hat es mir gesagt... Wie gesagt. Nur Freunde. Von seiner Seite und von meiner Seite, okay?"

"Nicht okay! Du kannst doch nicht mit ihm spielen!"

"Tut sie doch gar nicht", schaltete sich nun auch Remus ein.

"Du musst sie nicht verteidigen!"

Ich stand auf und ging mir durch mein Haar, das so verzottelt war, dass meine Finger sofort irgendwo hängen blieben.

"James, es ist mir ziemlich egal, was du von meinen Beziehungen hälst, es sind meine... Wenn es mich interessiert, frage ich...", murmelte ich müde.

"Dann komm aber nicht heulend angekrochen, wenn dich jemand verletzt!"

Ich blieb stehen und drehte mich langsam zu ihm um.

Darum ging es ihm also.

"Jamsie... Lass das mein Problem sein... Ich kann nicht wie in Watte verpackt aufwachsen und wenn du ausziehst auf die ganze Ladung von Beziehungsproblemen stoßen..."

"Ich weiß ...", gab er zu, was ihm gar nicht ähnlich war. "Aber... Keine Ahnung..."

Ein leichtes Lächeln zuckte über meine Lippen.

"Wenn ich deine Hilfe brauche, werde ich schon kommen, okay?", fragte ich leise und blieb vor ihm stehen, die Arme ausgebreitet und schön für eine Umarmung vorbereitet.

"Nagut...", murmelte er missmutig und schloss mich in seine Umarmung.

Ich lächelte matt.

"Dann hätten wir das ja...", räusperte sich Sirius, der uns angespannt zugehört hatte. "Gleich kommt ein Mädchen und ich glaube, Bo, du gehst jetzt lieber."

---602 Worte---

Nippel.

Wild Was Her Favourite Colour  (Teil 1)// Zeit der RumtreiberGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt