Unwanted Kindness

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Nicht vergessen!
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Kaum hatte ich an dem Abend das Kopfkissen berührt, was ich auch schon tief eingeschlafen. Es kam mir vor als wären nur Sekunden vergangen als am nächsten Morgen mein Wecker klingelte um mich daran zu erinnern, dass ich zu arbeiten hatte.

Und das ich kein Auto hatte, mit dem ich zur Arbeit hätte fahren können.

„Shit, Shit, Shit!"

All die Erinnerungen vom Vorabend brachen über mich herein und mit heißen Wangen (und anderen gut durchbluteten Körperteilen) sprang ich aus dem Bett. Kein Auto bedeutete Bus. Und eine regelmäßige und zuverlässige Buslinie in Bon Temps zu finden war so gut wie unmöglich.

Dabei war ich, nachdem ich geschlafen hatte wie ein Baby, sowieso schon zu spät dran. Schnell putzte ich meine Zähne. Eigentlich hatte ich duschen wollen, aber das würde ich wohl streichen müssen. Strähnig hingen mir meine Haare ins Gesicht, sodass ich mir, ganz in guter Sookie Manier, einen hohen Pferdschwanz band und dann in Lichtgeschwindigkeit in meine Arbeitskleidung sprang.

Ohne Kaffee ging gar nichts, doch meine alte rostige Kaffeemaschine würde mindestens 15 Minuten für einen trinkbaren Kaffee brauchen. Also musste ich ohne meinen morgendlichen Coffein-boost los.

Während ich aus der Haustür stürmte und mir die Tasche von der Schulter rutschte, vergaß ich beinahe noch meinen Schlüssel in meinem Appartment. Geistesgegenwertig, wie ich an dem Morgen ohne Kaffee war, hatte ich die schlaue Idee, meine zuschlagende Haustür mit meinen Fingern im Türrahmen aufzuhalten wie eine Fahrstuhltür.

„Verfickte Hühnerkacke!"

Schmerzhaft pochten die zerquetschten Finger meiner rechten Hand, während ich mit der linken Hand meine Schlüssel vom Seitentisch schnappte.

Fluchend wollte ich mich auf den Weg machen, als mir mitten im Luft holen der Mund offen stehen blieb.

„Motherfucker!"

Da stand es. Mein Auto. Gewaschen und wie es aussah auch poliert in meiner Einfahrt. Ich schlug mir die Hand gegen die Stirn nur um danach scharf einzuatmen. Frisch geprellt. Schmerzen. Stimmt ja.

Ich versuchte aus all dem einen Sinn zu ziehen.

Es gab zwei Möglichkeiten

Entweder ich hatte die Geschehnisse der letzte Nacht nur geträumt und war vielleiht gar nicht in eine andere Stadt gefahren um mit Sookie einen Mörder aufzuspüren, oooooder...

Ich knirschte mit den Zähnen.

Oder Mr. Kontrollfreak hatte mein Auto in der Nacht noch zu mir bringen und es bei der Gelegenheit auch noch waschen lassen! Und darüber, dass es frisch gewaschen war ich mir sicher! Seit ich es vor über 3 Jahren erstanden hatte, war es nicht einmal gereinigt worden. Oder hatte eine Waschanlage gesehen.

Misstrauisch öffnete ich die manuell gesicherte Tür. Es war ungewohnt, nicht das gewohnte quietschen zu hören, dass mit der Tür einherging. Na toll, meine Tür war auch noch repariert worden.

Ich ließ mich auf meinen Sitz fallen. Augenblicklich wurde ich in fremdartige Gerüche eingelullt, Verdammt, es roch gut!

Nach Kiefer und Eiche und... Tannenbaum? Ich hatte das Gefühl, ein ganzer Wald hätte sich in meinem Auto breit gemacht und ich würde einen Spaziergang durch die Bäume machen.

Es riecht nach Eric du verrückter, alles verdrängender Freak!

Ach ja, da war sie wieder. Meine, mit den letzten Nerv raubende, innere Stimme. Wenn das so weiter ging, würde ich versuchen, sie mit einem Exozismus auszutreiben. Die Judgy-Bitch ging mit vielleicht auf den Keks...

The Guilty Ones // 2 || BeendetWo Geschichten leben. Entdecke jetzt