»Man kann den Müll ja auch schlecht rausbringen wenn man nie zu Hause ist.«, sagte Daniel provokant was mich bloß noch wütender machte. »Es geht immer bloß darum! Wieso geht es immer bloß um meine Arbeitszeiten!«, schrie ich.
»Weil ich nicht mehr weiß über was ich mich sonst mit dir unterhalten soll, Lauren! Ich hab dich letzte Woche nicht einmal gesehen, obwohl wir in der gleichen Wohnung wohnen. Und wenn ich mit dir rede, hörst du kaum zu weil du müde bist, oder du beschwerst dich über deinen Job.«
Er hatte zwar recht, aber das wollte ich ihm nicht sagen. »Du bist auch kaum noch zu Hause.«, stellte ich deswegen fest, und nahm in dem Moment nicht mal wahr wie kindisch das klang. »Ja, weil ich Meetings mit dem Verlag hab. Würden wir uns unterhalten wüsstest du nämlich, dass mein Buch veröffentlicht wird.«
Daraufhin sagte ich nichts. Was konnte ich denn auch sagen? Außer vielleicht dass ich eine schlecht Freundin war. Daniel hatte mir mittlerweile den Rücken zugekehrt und war dabei das Geschirr abzutrocknen.
»Vielleicht sollten wir uns einfach trennen. Und nicht mehr zusammen sein.« Ich wusste nicht woher das kam. Also woher ich den Impuls nahm das zu sagen, doch ich tat es und sah zu wie Dan in seiner Geste gefrohr. Langsam drehte er sich um.
»Nein.«, sagte er entschlossen. In seinen Augen schimmerten Tränen. »Wieso nicht? Anscheinend führt das ja zu nichts. Wenn niemand mehr glücklich ist und... und nichts so läuft wie gewünscht.« Ich war auch kurz davor zu heulen. Ich meinte es nicht mal so, glaubte ich. In zwei Tagen würde ich vermutlich eh wieder nach Hause kommen.
Nun war ich es, die sich langsam umdrehte, mich auf den Weg ins Schlafzimmer machte und ein paar Klamotten in eine Tasche tat. »Lauren, nein.«, versuchte Daniel mit krächzender Stimme zu sagen. Tränen liefen über sein Gesicht. »Doch.«
Ich versuchte mich an ihm vorbeizuzwängen, doch er hielt mich fest. »Du kannst nicht einfach von jetzt auf gleich entscheiden, dass wir nicht mehr funktionieren und gehen!« ,erklärte er mit erhobener Stimme. Doch ich war an ihm vorbei aus der Tür. Auch wenn es für jetzt nicht mal ernst gemeint war.
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cappuccino mit zwei mal zucker
Krótkie OpowiadaniaJeden Tag kauft sich Lauren ihren Cappuccino im Café unten an der Ecke. Jeden Tag sitzt Daniel im Café und trinkt seinen Vanille Macchiato. Die beiden verbindet nicht viel. Noch nicht. „Cappuccino mit zwei Mal Zucker?" „Natürlich." „Oh mein Gott da...