»fuck, fuck, fuck, fuck, fuck, fuck, fuck.«, waren meine Gedanken, die ich nicht unbedingt für mich behielt, als ich mir in windeseile mein Notfalloutfit anzog.
»Alles in Ordnung?«, fragte meine Mitbewohnerin verschlafen. »Nein!«, schrie ich im Hinausgehen, rannte die Treppe hinunter um die Ecke und war gerade davor das Café zu betreten als mich jemand am Arm festhielt. »Bitteschön.«
Wie perplex schaute ich auf den Kaffeebecher in der Hand von dem Typen der mich angehalten hatte. Ich kannte ihn. Also nicht wirklich, aber er saß jeden morgen an dem winzigen runden Tisch in der mitte des Cafés. Er hatte ein längliches Gesicht, Sommersprossen und hellbraune Haare die ihm leicht ins Gesicht fielen. Seine Nase war ein wenig krumm, seine Augen recht groß und ziemlich grün und braun und seine Lippen spröde. Ich fand, dass er aussah wie jemand aus einem Buch.
»Cappuccino mit zwei mal Zucker?«, fragte ich recht hektisch, da ich immer noch zu spät zu meinen Kursen kam. »Natürlich.«
»Oh mein Gott, danke! Du rettest mir den Tag!«
Er grinste leicht. »Ja ja. Kannst mir morgen danken.«
»Ich liebe dich!«, schrie ich ihm zu, als ich schon auf dem Weg zur Bahn war.
-
»Du bist zu spät.«, flüsterte mir Amelie aufgeregt zu. »Das weiß ich selber.«, flüsterte ich eben so hektisch und versuchte so leise wie möglich meine Sachen auszupacken. »Dan? Wer ist Dan?«, fragte Jennifer derweile über Amelie hinweg und beäugte meinen Becher ziemlich genau. »Wer ist Dan?«, fragte ich. »Das solltest du mir erklären. Sein Name steht auf deinem Becher. Und seine Nummer.«
Dan also.
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cappuccino mit zwei mal zucker
Kısa HikayeJeden Tag kauft sich Lauren ihren Cappuccino im Café unten an der Ecke. Jeden Tag sitzt Daniel im Café und trinkt seinen Vanille Macchiato. Die beiden verbindet nicht viel. Noch nicht. „Cappuccino mit zwei Mal Zucker?" „Natürlich." „Oh mein Gott da...