Alles in ihr zog sich zusammen. Gott, das Verlangen brannte sie nieder. Von innen nach außen. Sie würde betteln, flehen, damit er sie endlich berühren würde. An nichts anderes konnte sie denken, auf nichts konzentrieren. Ein reinstes Chaos in ihrem Kopf, in ihrer Brust. Das ziehen in ihrer Brust, was sie fast zum wimmern brachte. Er musste sie erlösen, sie musste ihn spüren. Sie musste es, sonst würde sie zugrunde gehen, daran, dass ihr Verlangen nicht endlich erlisch. Es war falsch, oh Gott und wie es das war, aber das kümmerte niemanden in ihrem Kopf. Dieses Verlangen brannte so hell überall, dass Moral für sie nichts mehr als ein ferner unbekannter Stern am Himmel war. Noch nie hatte sie so etwas erlebt. Nie etwas derartig prickelndes und doch verbotenes. Der Alkohol würde sie leichtsinnig machen und das war ihr egal, denn vielleicht endlich, würde das ein Ende nehmen oder alles nur noch schlimmer machen.
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01:52 am
شِعرIch dachte nach dem Fall steht man auf. Tut man auch, nur um dann umso tiefer zu fallen.
