Wenn Sterne lügen könnten, wär' der Schnee noch weiß?
Und welche Farbe hätte Eis?
Wär'n wir noch, was wir sind, oder wär'n wir dann blind?
Wenn Sterne lügen könnten, lügt dann auch der Wind?
Weiß er, wer wir sind?
Wir haben unter dem Himmel Berlins getanzt
Uns unter Wolken aus Heiterkeit sorglos verschanzt.
Uns an Farben und Bildern betrunken,
Sind in den Sonnenstrahlen versunken.
Lebenssymphonie
Gewitterhysterie
Wir sind Schatten, getränkt in Farben,
Wir sind Schatten, gelenkt durch tiefrote Narben.
Wir sind Schatten auf endlosen Wegen,
Schatten im glänzenden Licht von Regen.
Wolkenschatten streifen die Erde
Erzählen Geachichten, was war und werde
Lautlos, haltlos wurden Pläne verloren
Träume geboren und Treue geschworen
Blicke verklärt, Wege verwährt
Träume genährt, Herzen bestärkt
Regentänze über Regenstraßen gehen,
Tränennetze über Lebenskarten wehen.
Worte geformt aus geschmolzenen Lebenskerzen
Und das, was bleibt, sind die Gewitter im Herzen
Wenn Sterne lügen könnten, wär der Schnee noch weiß?
Und welche Farbe hätte Eis?
Wär'n wir noch, was wir sind, oder wär'n wir dann blind?
Wenn Sterne lügen könnten, lügt dann auch der Wind?
Weiß er, wer wir sind?
(Felicitas Brandt)
Das ist aus dem Buch Gewitterherzen.
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Art of Thoughts
PoezjaAlles, was wir hören, ist eine Meinung, keine Tatsache. Alles, was wir sehen, ist eine Perspektive, nicht die Wahrheit. (Marcus Aurelius) Sammlung verschiedener Gedanken, Gedichte und Zitate. Einige sind in meinem Kopf entstanden. Die meisten jedoch...
