Elasa von Craig Königin von Castle Island
Ich wusste nicht mehr wie ich zu Millies Gemach kam, doch als ich an ihrer Tür angekommen war, hörte ich schon ein leises schmerzverzerrtes Wimmern und die beruhigenden Worte von Castiel. Mein Herz pochte so stark, dass mir schwindelig wurde. Warum hatte sich Millie nur für eine Hausgeburt entschieden? Zittrig drückte ich die Klinke herunter und erkannte, dass Millie in dem Doppelbett lag und Castiel ihre Hand hielt. Tiefe furchen hatten sich auf dem Gesicht des Betas gebildet und er sah gequält zu seiner Mate. Blinzelnd richtete sich der Blick meiner besten Freundin zu mir. „Elaisa" murmelte sie. Und nun schielte auch ihr Mate zu mir. „Oh gut, dass du hier bist. Ich drehe durch, Millie hat solche Schmerzen und ich bekomme dass alles über die Bindung mit und ich kann nichts tun!" Castiels Stimme überschlug sich mehrmals, während er sich durch die Haare raufte. „Bitte wirf ihn raus, Elaisa. Ich kann ihn nicht länger ertragen"; nuschelte Millie und warf ihrem Mate tödliche Blicke zu. Diese Reaktion ließ mich schmunzeln und ich trat näher zu Millie. Ihre Haare klebten an ihrer Stirn und sie lag auf mehreren Kissen. Abrupt sprang Castiel von Millies Seite. „Vergiss es! Ich werde nicht gehen. Glaubst du ich mache mir weniger sorgen, wenn du alleine in den Wehen liegst? Ich will verdammt nochmal dabei sein, wenn unser Sohn auf die Welt kommt! Und was wäre ich für ein schlechter Gefährte, wenn ich dich nun allein lassen würde?" In mir regte sich etwas, bei der Aussage, dass das Baby Castiels Sohn war. Er nahm das Kind also wirklich an. Doch meiner Freundin blieb keine Zeit etwas darauf zu erwidern, denn sie krümmte sich erneut zusammen und wimmerte. Sofort war auch der Beta wieder an ihrer Seite. „Hey, ganz ruhig. Durch die Nase ein atmen und tief in den Bauch atmen." Während Castiel Millie durch die Wehen half, ließ ich neues Wasser in eine Schüssel und legte Waschlappen hinein. Als die Wehe vorbei war, murmelte meine Freundin „Wo bleibt die verdammte Hebamme? Sie wollte schon vor einer Stunde hier sein!" Genau in diesem Augenblick klopfte es an der Tür und sie öffnete sich einen Spaltbreit. Doch statt einer Hebamme stand dort Adam. Vorsichtig trat er herein, sein Blick war suchend auf mich gerichtet. Unschlüssig hielt ich noch immer die Schüssel in der Hand. Mit einem Kuss an der Schläfe wandte er sich schließlich zu seinem besten Freund. Dieser hatte nun eine grimmige Miene auf dem Gesicht. „Was machst du hier? Ich will nicht, dass du Millie so siehst. Sie liegt fast völlig offen da." Adam hatte einen Arm um meine Hüfte geschlungen und blieb überraschend gelassen, bei dem harschen Ton seines Betas. „Blieb ruhig, du weißt, dass ich nie deine Gefährtin falsch angucken würde. Daran habe ich gar kein Interesse. Ich dachte nur es wäre eine gute Idee, dich zu unterstützen, du gehst hier fast die Wände hoch. Lass Elaisa und Millie etwas Freiraum. Wir beide würden nur stören."
Knurrend richtete sich Castiel nun wieder auf. „Ich werde diesen Raum nicht verlassen, Adam!"
Abwehrend hob der Alpha die Hände. „Das hat auch niemand gesagt, wir beide suchen uns nur eine ruhige Ecke und dann reden wir. Wenn es zum Ende der Geburt geht, dann kannst du wieder bei Millie sein." Immer noch nicht überzeugt, wandte sich Castiel zu seiner Mate. „Schatz, ich weiß nicht..."
„Bitte, tu was Adam sagt. Das ist die beste Idee die ihr Schwachköpfe seit langem gehabt hattet." Alle mussten lachen. Und ich wandte mich an Adam, küsste kurz seine Wange, während ich endlich die Schüssel abstellte. Adam reagierte natürlich sofort auf meine Liebkosung und schlang nun beide Arme um meine Hüfte. „Wofür war der denn? War das ein Dankeschön? Ich habe viel wieder gut zu machen bei dir, Baby. Da ist es das mindeste auf meinen besten Freund achtzugeben, während du dich um seine Mate in Ruhe kümmern kannst. Außerdem habe ich das Gefühl, dass wenn du unser kleines Wunder bekommst, ebenfalls durchdrehen werde."
***
„Er ist so wunderschön!", flüsterte Castiel ehrfurchtsvoll, während er das kleine Bündel auf seinem Arm hin und her wiegte. Millie lag völlig geschafft, aber mit einem strahlen wie ich es noch nie gesehen hatte, im Bett und strich ihrem Sohn zärtlich über das rosige Gesicht. Die Hebamme war gerade noch rechtzeitig gekommen und Adam konnte Castiel noch gerade so im Zaun halten, dass er ihr nicht an die Gurgel sprang. „Wie soll er heißen?" fragte die blonde Hebamme. Mit einem müden Lächeln schielte nun Millie zu ihrem Gefährten. „Jonathan", murmelte sie. Überrascht hielt ich die Luft an und auch Adam wirkte irritiert. Doch Castiel erklärte schnell. „Wenn sein Vater ihn nie kennenlernen kann, dann soll er immer ein Teil von ihm besitzen. Ich werde der beste Ersatzvater für ihn, denn es gibt. Er ist schon jetzt mein Sohn." Von diesem Geständnis kamen mir ein paar Tränen und ich legte meine Hände auf meine kleine Wölbung. Adam schien es zu bemerken, denn er trat einen Schritt näher auf mich zu und flüsterte leise in mein Ohr „Ist alles in Ordnung? Oder freust du dich nur so sehr? So werden wir beide in ein paar Monaten aussehen, wobei ich jetzt schon vor stolz platzen könnte, dass wir ein kleines Wunder erwarten." Schmunzeln nickte ich. Der Anblick der frischgebackenen Familie war für meine Hormone und mich der Untergang. „Elaisa magst du ihn mal halten?" holte mich Millies Stimme aus meinen Gedanken. Überrascht schaute ich zu dem kleinen Bündel. Und Castiel drückte seinen Sohn an seine Brust. „Ich weiß nicht, Schatz wie...", doch Millie unterbrach ihn. „Deine Beschützerinstinkte hast du die letzten Monate alle gezeigt, jetzt lass Elaisa einmal ihren Neffen halten. Sie tut Jonathan nichts." Immer noch nicht ganz überzeugt, überreichte mir Castiel dennoch das Neugeborene. Doch sein Blick war wachsam auf den kleinen Menschen gerichtet. Kaum hatte ich den Jungen in meinen Armen, schlug mein Herz wie wild gegen meine Rippen. Jonathan war in einer weißen Decke und blauen Body gehüllt. Auf seinem Kopf trug er ein weißes Mützchen. Sein Gesicht war noch etwas gerötet von der Geburt und seine Haut knittrig. Mit einem strahlen küsste ich seine winzigen Fingerspitzen, doch den Jungen schien es wenig zu interessieren, denn schläfrig hatte er die Augen geschlossen. Dieser Moment war unbeschreiblich und ich konnte mir nicht vorstellen, wie es werden würde, mein eigenes Baby in den Armen zu halten. Ich spürte eine Hand in meinem Rücken und wie sich Adam neben mich stellte. Zufrieden wechselte er immer wieder den Blick zwischen mir und dem Kind. Seine Nase vergrub er in mein Haar und sein heißer Atem traf mein Ohr, als er wieder flüsterte: „Du bringst mich fast in die Knie, wie du Jonathan hältst. Wenn ich mir vorstelle, dass das unser Kind ist...Du wirst die perfekte Mutter. Und ich traue es mir gar nicht zu sagen, Baby. Aber...ich glaube ich habe gerade eine kleine Welle an Gefühlen von dir gespürt. Du bist voller Euphorie und voller Stolz, oder?"
Mit einem Schmunzeln, betrachtete ich meinen Mate. Seine grauen Augen schimmerten abwartend und die Unsicherheit war darin mehr als erkennbar. Für ihn war es wie Luft zum Atmen meine Gefühlswelt spüren zu können. Um ihn nicht länger zu ärgern, nickte ich. Erleichtert atmete er tief ein und aus. „Endlich lässt das Mittel nach. Bald kann ich endlich wieder beruhigt sein." Kichernd stellte ich mich auf Zehenspitzen und küsste seine Wange, ehe ich ihm Jonathan vorsichtig übergab. Mit enormer Vorsicht nahm er mir das Bündel ab, runzelte jedoch die Stirn.
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Kyrie Eleison - Nur der Glaube kann dich retten
WerewolfEr wird von jedem gefürchtet. Jeder hat Angst vor ihm. Er ist der grausamste Alpha der jemals herrschte. Und er sucht sie. Seine Mate, seine Königin. Er möchte sie endlich treffen. Seiner Königin. Er möchte seinen wertvollsten Besitz in den Arm...
