33. Kapitel

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Elaisa von Craig Königin von Castle Island

War das Wirklichkeit? Saß Adam wirklich in seiner Wolfsgestalt gerade vor mir? Als ich meine Hände in seinem Fell versteckt hatte, hatte es sich so echt angefühlt. Doch jetzt, nachdem ich ihm von meiner Schwangerschaft erzählt hatte und er so verdammt wütend war, wusste ich nicht mehr, ob so der reale Adam auch so handeln würde. Ich hatte mir jeden Abend vorgestellt, wie ich ihm davon berichtete. Nie kam darin diese Vorstellung vor. Wie ein Tornado war er in meine Zelle eingedrungen und hatte den Ranger, der zu mir gekommen war, ausgelöscht. Ja, da war wieder seine dunkle Seite, die Leben einfach ohne darüber nachzudenken, beenden konnte. Doch ich verspürte kein Mitleid mit dem getöteten Wolf. Knurrend drückte sich Adam an meinen leicht gewölbten Bauch, was mich erneut aufschrecken ließ. Seine Nase schnupperte immer wieder an meiner Haut, bis er anfing zu schnurren. Die Vibrationen von diesem Geräusch gingen mir durch Mark und Glied und ließen mich wohlig aufseufzen. Nach Wochen verspürte ich wieder eine Art Entspannung und Sicherheit. Denn jeden Tag hatte ich Angst um mein Baby und darum dass es ihm gut ging. Doch die Unsicherheit, ob Adam nun unser Baby akzeptierte, zerfraß mich langsam, so drückte ich ihn vorsichtig von mir. Das gefiel dem Alpha wohl wenig, denn sofort machte er sich steif und brummte, sodass es fast unmöglich war ihn von mir zu drücken. Doch als er schließlich ein paar Zentimeter von mir abgerückt war, hatte ich endlich Freiraum für meine Gebärdensprache.

Glaubst du mir nicht? Oder wolltest du noch kein Kind?

Adam knurrte, doch riss dann ruckartig den Kopf nach hinten. Es waren Schritte zu hören, die leise über den Kiesweg liefen. Das knirschen kam näher, was meinen Mate aufspringen ließ. Schützend stellte er sich vor mich und fletschte die Zähne, all sein Fell stellte er bedrohlich auf. Und zum Vorschein kam Castiel. Er war auch hier? Sein roter Haarschopf war zerzaust und seine Klamotten wirkten zerknittert. Doch es lag ein zufriedenes Lächeln auf seinen Lippen. „Ich konnte die Menschen befreien, sie werden auf deine Burg gebracht, bis sie Morgen in die Hauptstadt von Castle kommen. Die anderen...ich habe veranlasst, dass sich angemessen um alle gekümmert wird und sie persönlich zu dir einberufen werden. Und was ist mit dir? Du hast einfach nur Zellen zerstört?" Adam gab bei Castiels Rede seine Angriffshaltung auf, stattdessen knurrte er seinen besten Freund bei seiner Aussage nur an. Bis er schließlich den Blick auf mich frei gab. Der Beta blickte neugierig nun direkt zu mir. Dann riss er seine Augen auf und trat einen Schritt nach hinten. „Elaisa! Du lebst! Aber wie?" Verlegen wandte ich den Blick ab. Sowohl Adam als auch Castiel sahen mich immer noch an wie das achte Weltwunder. Bis Adam schnaubte und zu seinem besten Freund Blickte. Dieser nickte und verkündete. „Ich glaube wir sollten langsam von hier verschwinden, Adam macht dieser Ort hier nervös, außerdem solltest du dich so schnell wie möglich in ärztliche Behandlung begeben." Innerlich verdrehte ich die Augen, doch ich kam kaum so schnell auf meine wackeligen Beine. So sehr wollte ich diesen Ort verlassen. Ohne mich noch einmal umzublicken lief ich über die Glassplitter der zertrümmerten Scheibe, bis ich auf dem Kiesweg stand von dem ich so oft angestarrt wurde. Ich holte tief Luft, endlich füllten sich meine Lungen wieder mit frischer nach Tanne duftender Luft. Ich fühlte mich als würde ich schweben. Doch diesen kleinen glücklichen Moment, genoss ich nur kurz, dann drehte ich mich zu den beiden Männern. Adam war keinen halben Meter von mir weg, prüfend glitten seine grauen Augen über meinen Körper. Sein braunes Fell war noch immer etwas aufgestellt, so als würde er auf jede Gefahr bereit sein. Castiel war dicht hinter dem Alpha.

Warum verwandelst du dich nicht zurück, Adam? Hakte ich nach, weil ich noch immer verwirrt war, das er in seiner tierischen Form war. Nun trat der Beta neben seinen Kumpel. „Das kann ich dir erklären, Adam hat eine monatelange Suche nach dir hinter sich. Er... wir dachten du seist tot. Aus diesem Grund verfiel sein Körper in eine Art Abwehrhaltung, er wollte bei dir sein und ebenfalls sterben. Deswegen hatte er vermehrt Probleme mit seiner Verwandlung, jetzt ist er schlicht ergreifend zu schwach um sich zu verwandeln. Doch mit der Wendung, dass du lebst, wird er sich wieder erholen und in einigten Tagen wird er wohl wieder der Mann, denn du kennst." Geschockt riss ich meinen Mund auf. Adam dachte ich sei gestorben? Warum? Castiel musste meinen Gesichtsausdruck richtig gedeutet haben, denn er trat einen Schritt auf mich zu, was Adam mit einem knurren quittierte und neben mich sprang. Die Hand seines Betas, welche er ausgestreckt hatte, verschwand augenblicklich und er schluckte kurz. „Wir wissen nicht, wieso Adam nicht mehr die Matebindung zu dir gespürt hat. Aber es ist ebenso eigenartig, das er in den letzten Wochen fast wieder so etwas wie Lebensmut verspürt hat, denn sobald der Abwehrmechanismus des Körpers eingesetzt hat und nicht ein Wunder, wie die Auferstehung des Mates, passiert, dann ist der Prozess ziemlich schnell."

Kyrie Eleison - Nur der Glaube kann dich retten Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt