Am nächsten Tag:
Ich wachte verschlafen durch meinen Wecker auf, ich drückte auf die obere, hervorragende Taste, um ihn auszustellen. Hope schlief noch, ich versuchte so leise wie möglich zum Bad zu gelangen, was mir eher weniger hinbekam, denn das Zimmer war fast komplett dunkel. Ich stieß gegen einen Tisch auf dem etwas stand, das als es runter fiel so laut war das es jeder in diesem Flur gehört haben sollte. Hope erwachte und ich sagte hastig: „Tschuldigung." „Kein Problem, ich muss eh aufstehen um pünktlich zu kommen", sagte sie freundlich. Ich schaute verwirrt in ihre Richtung, sonst war sie nie so freundlich wenn ich sie aufweckte. Sie machte das Licht an und nun sah ich was runtergefallen war, es war eine Vase. Ich fragte Hope: „Seit wann haben wir eine Vase in unserem Zimmer?" „Schon länger", antwortete sie. ,,Was, ich verbringe fast meine komplette freie Zeit hier. Wie konnte die mir nicht auffallen?!", fragte ich eher mich selber. Hope zuckte mit den Achseln. Sie mochte schon immer Deko, alle zwei Wochen veränderte sie ihre Zimmerhälfte, ich fand es zwar übertrieben aber sie ließ sich nicht davon abbringen, ich konnte nicht so viel mit Deko anfangen zwar hatte ich ein paar Poster und ein paar merch Sachen, doch dies war schon alles. Wir räumten die Scherben zusammen auf, machten uns fertig und liefen dann zum Klassenzimmer. Hope und ich hatten die ersten und letzten beiden Stunden den gleichen Kurs. Ich sah hinter einer Säule braune Haare hervorragen, die Person bemerkte das ich sie sah und rannte weg. Ich sagte abweisend zu Hope: „Geh schon mal rein, ich muss noch schnell auf die Toilette." „Alles gut, ich komm mit", sagte sie. „Nein, nein ich will nicht das du zu spät kommst", sagte ich und rannte dabei weg damit sie mir nicht hinterherkam. Dies komischer weise funktionierte. Der Flur ging erst grade aus und dann kam eine Abzweigung, ich wusste nicht in welche Richtung die Person gegangen war also ging ich weiter grade aus. Plötzlich merkte ich wie jemand hinter mir stand, ich drehte mich um und vor mir stand kein anderer als Sebastian „Seb...", sagte ich überrascht doch bevor ich sein Name weiter aussprechen konnte drückte er mir seine Hand auf den Mund und sagte: „Pssst." Er ging weiter und zog mich mit. Ich fragte: „Darfst du überhaupt hier rumlaufen, was ist wenn dich jemand sieht?" „Ist doch egal", sagte er. Wir kamen an einer Grauen Tür aus Stahl an, ich fragte: „Was wollen wir hier?" „Wirst du gleichsehen", antwortete er geheimnisvoll. ,,Ich habe Unterricht", sagte ich genervt. Er antwortete:,,Es dauert nicht lang, komm schon". Er legte seine Hand auf die Tür und sie ging wie von alleine auf, er ging in dem Raum dahinter und ich folgte ihm. Der Raum war riesig, er war vollgestellt mit Vitrinen wie in einem Museum. Ich war so fasziniert das ich zusammen zuckte als Sebastian anfing zu reden: „Willkommen im Raum der Artefakte, in dem alles vorhanden ist was mit der Schule zu tun hat und vieles mehr, Verschollene Dinge aus der ganzen Welt." In einer Vitrine war der Schatz der Templer oder in einer anderen war das Zarengolf, ich lief durch den ganzen Raum mit einem begeisterten lächeln auf den Lippen und einem leuchten in den Augen, Sebastian stand an einer Vitrine gelehnt und sah mir die ganze Zeit einfach nur zu. Nach einer langen Zeit kam Sebastian zu mir und sagte: „Ich glaube ich kann dir was zeigen, was dich umhauen wird." „Krasser als das hier", sagte ich. Und er nickte nur. ,,Das kann ich dir leider nicht glauben, Parker", sagte ich. Er nahm meine Hand und wir gingen durch eine kleine Tür die in einen anderen Raum führte. Es war eine riesige Bibliothek. Die Wände waren 5m hoch und sie war so lang das man das Ende vom Eingang aus nicht sehen konnte, an jedem Regal war eine Leiter mit rollen unten dran. Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus, Sebastian fragte mich: „Und hatte ich recht?" „Auf jeden Fall", antwortete ich staunend. Doch auf einmal viel mir wieder ein das ich eigentlich jetzt Unterricht hatte, „Mist", sagte ich und rannte aus der Bibliothek. Sebastian kam mir hinterher und fragte. „Was ist los?" „Ich komme zu spät", sagte ich nur. Ich rannte zwischen den ganzen Vitrinen herum doch plötzlich viel mir eine bestimmte Vitrine ins Auge, mit einer Kette, die Silber glitzerte und einem roten Anhänger dran, ich erkannte sie sofort. Sebastian kam zu mir angerannt und schrie: „Nein." „Warum ist hier Hopes Kette?", fragte ich verwirrt. Er schob mich zu Tür raus, ich sagte wütend: „Ich habe dich was gefragt." Wir standen nun vor der Tür und er sagte nur: „Ich kann es dir jetzt nicht sagen." „Dein Ernst", sagte ich sauer. Er sagte mit einem traurigen Unterton: „Es tut mir leid." „Ja klar", antwortete ich gleichgültig. Er rannte um die Ecke, ich rief ihm empört hinterher: „Sebastian." Doch er antwortete nicht also ging ich grade aus, Sebastian drehte sich um und sah mir hinterher, wie ich wütend davon ging.
Im Klassenzimmer angekommen sah ich das ich nur noch 2 stunden hatte, die Lehrerin meckerte mich zwar an aber ich musste nicht wieder Nachsitzen. Ich ging an Hope vorbei und sie drückte mir einen Zettel in die Hand. Ich setze mich auf meinen Platzt und las ihn: Wo warst du? Du sagtest du gehst nur auf die Toilette, was hast du in Wirklichkeit gemach ? Ich stütze meinen Kopf auf meinen Händen ab und wischte mit ihnen über mein Gesicht, ich wusste von Anfang an das sie mich dafür hassen würde, doch ich musste erst alles selber verstehen. Ich hörte im Unterricht gar nicht zu, ich musste die ganze Zeit an die Kette im Artefakten raum denken und wie Sebastian darauf reagiert hatte. Ich verstand die Welt nicht mehr, ich dachte ich wüsste alles über diesen Ort, doch jetzt bemerkte ich wie ich eigentlich nichts wusste. Ich fragte mich ob ich es Hope erzählen sollte, doch dann würde sie mir zu viele Fragen stellen und am Ende würde ich ihr doch alles erzählen. „In was habe ich mich da nur verstrickt", fragte ich mich selber. Ich war so in Gedanken das ich fast nicht die Schulklingel gehört haben, Hope war die erste die rausging. Ich lief ihr sofort hinter her. „Hope, warte!", schrie ich rennend. Ich schaffte es sie ein zu holen und stütze mich keuchend auf meinen Knien ab, sie fragte mich wütend: „Was willst du?" „Ich wollte mit dir reden", sagte ich. „Worüber den, willst du mir endlich sagen was du mir verschweigst, wo warst du gestern Abend und warum warst du so lange weg, du warst nicht 3 Stunden "auf der Toilette", sagte sie abweisend. „Warte 3 Stunden war ich weg, krass", sagte ich leicht geschockt, es kam mir viel kürzer vor. Hope schaute mich mahnend an. ,,Ich kann es dir nicht sagen, ich muss es erst selber verstehen und ich weiß wie scheiße das jetzt für dich ist, aber ich kann es noch nicht, aber ich schwöre es dir ich werde dir alles sagen, doch bitte ignorier mich nicht, du bist meine beste Freundin, vertrau mir jetzt bitte einfach", sagte ich verzweifelt. Sie nickte nur und umarmte mich und mein Herz machte einen sprung, doch ich wusste genau, dass sie immer noch wütend war und dass es vielleicht niemals wieder wie früher sein würde.
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Foresthillhigh
Teen FictionEin Internat mit Geheimnissen, die Realität die dazwischen funkt und "ich", mittendrin...
