Kurz bevor ich die Augen öffnete, wollte ich einfach liegen bleiben.
Ich wollte nicht aufwachen. Ich wusste nicht wieso. Ich wollte einfach nur liegen bleiben und die Dunkelheit willkommen heißen.
Ich spürte Blätter unter meinen Fingern und ein Asst stach mir schmerzhaft in die Seite.
Ich öffnete die Augen.
Ich lag auf dem Boden. Unter mir waren Blätter und Äste. Ich setzte mich auf.
Es war dunkel. Das fahle Mondlicht schimmerte durch die Äste der hohen Bäume und ein kalter Luftzug wehte mir entgegen, Drang durch den Stoff meines Flanellhemdes und strich mir über die nackten Beine und Arme. Eine Gänsehaut machte sich auf meinem gesammten Körper breit. Ich hatte immer noch das selbe Outfit von gerstern an. Als ich nach hause gekommen war war ich so erschöpft gewesen, dass ich mich nicht mehr umgezogen hatte. Fataler Fehler. Jetzt saß ich in einem dunklen wald und frohr mir wer weiß was ab. Sehnsüchtig wünschte ich mir meine warme, kuschelige Jogginghose herbei. Ich sah mich um. Ich schien auf einer kleinen Lichtung zu liegen. Naja, wenn man das so nennen konnte. Es war eher ein kleiner Teil, wo die Bäume nicht ganz so dicht standen.
Schützend schlang ich meine Arme um meinen Körper.
Wo zum Teufel war ich?
Wer hätte mich hier her gebracht?
Und warum?
Ich stand auf und musterte meine Umgebung.
Auf wackeligen Beinen stand ich da und starrte in die Finsternis.
Nebel Wand sich um die Bäume neben mir.
Wie weiße Schlangen kroch er die Stämme hinauf und streckte seine langen, kalten Finger nach mir aus.
Ich schauderte.
Langsam drehte ich mich einmal um die eigene Achse und lauschte.
Ich musste eine Straße finden. Irgendein Zeichen der Zivilisation.
Panik machte sich in mir breit und drehte mir den Magen um. Ich wusste nicht wo ich war. Verlassen in einem dunklen Wald ohne Handy. "Lia, reiß dich zusammen du wirst hier schon wieder raus kommen!" Sage ich zu mir selbst und erschrak vor meine eigenen Stimme.
Auch wenn ich nur flüsterte kahm sie mir in der endlosen Stille, die mich umgab, unglaublich laut vor.
Ich fasste einen Entschluss. Ich bewaffnete mich mit dem Asst, der mir so schmerzhaft in die Seite gestochen hatte und ging einfach der Nase nach. Irgendwann müsste dieser wald doch enden. Die Frage war nur wan?
Ein knacken aus dem Gebüsch hinter mir ließ mich herum fahren.
Mein Herz pochte und das Blut rauschte mir in den Ohren.
Den Stock wie ein Schwert vor mich her haltend wich ich langsam zurück.
Bis ich einen Wiederstand an meinem Beim spüre und stolperte.
Ich stand auf und rannte weiter. Weiter durch den Wald.
Ich sprintete so schnell ich konnte.
Die Äste der Bäume zerkratzten mein Gesicht. Ich rannte so schnell mich meine Beine tragen konnten.
Ich stolperte, zum zweitenmal heute, und legte einen eleganten sturzflug hin.
Ein kurzer Aufschrei und ich lag im Staub.
Zusammengekugelt lag ich auf der Erde und hatte die Augen fest zusammen gekniffen.
Als ich sie wieder öffnete starrte ich in Richtung Waldrand. Der Wald aus dem ich gerade gekommen war.
Schnell rappelte ich mich wieder auf.
Meine provisorische Waffe hätte ich bei dem Sturz fallen lassen.
Meine Kleidung war total verdreckt mein Gesicht hatte ein paar Schrammen abgekriegt und mein Arm schmerzte. Ich hatte ihn mir wahrscheinlich etwas geprällt.
Aber all das war mir schlagartig egal als ich realisierte wo ich war. Ich stand an einer Straße. Erleichterung machte sich in mir breit. Trähnen von Erleichterung und Freude ließen die Straße, die vor mir lag, verschwimmen. Ich fing an zu lachen.
Ich hatte es geschafft. Ich hatte den Wald hinter mir gelassen. Ich würde nach Hause kommen.
Die Straße war verlassen.
Also würde ich wohl laufen müssen.
Total erschöpft lief ich die Straße entlang.
Immer weiter gerade aus in der Hoffnung irgendwann auf eine Stadt oder ein Haus zu treffen.
Jetzt, nachdem der Adrenalinschub von der Flucht vorbei war, spürte ich erst wie müde ich war. Ich bräuchte unbedingt Schlaf und etwas zu essen. Das letzte mal wo ich etwas gegessen hatte war gestern morgen.
Mir knurrte der Magen, als aufeinmal die Scheinwerfer eines Autos hinter mir auftauchten.
Ich drehte mich um und hielt mir die hand vor das Gesicht um meine Augen vor dem grellen Licht zu schützen.
Der Fahrer des Autos führ an den Rand und hielt an.
"Hey, Du, was machst du hier draußen?" Hörte ich die Stimme eines Mannes rufen.
Ich lief auf das Auto zu.
Sobald ich aus dem Licht trat er kannte ich zwei Typen. Der eine hatte etwas längere Haare als der, welcher am Steuer saß.
Mehr könnte ich in dem Augenblick nicht erkennen.
Er sah mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. Der andere war komplett mit Schlamm bedeckt. Und schaute mich etwas besorgt an.
"Hey, -ich... könnt ihr mir sagen wo ich hier bin?" Frage ich und zeigte auf die Straße.
Die beiden Typen warfen sich einen verblüfften Blick zu.
"Jericho; Kalifornien" antwortet der Beifahrer.
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S A L T (Supernatural FF)
Paranormal(Abgebrochen) Meine aller erste Fanficton Kurz: - eine etwas andere version von Supernatural - ein Mädchen,dass zwischen zwei Dimensionen hin und hergerissen ist - wie wäre die Geschichte der beiden Brüder verlaufen wenn Anelia dabei gewesen wäre...
