Der Wolf und das Lämmchen

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Und es geht weiter
Das Kapitel hat mir am meisten Spaß gemacht zu schreiben, weil es auch überwiegend nur um Law und Anna geht und deren Verhältnis zu einander wird etwas deutlicher

Viel Spaß beim Lesen
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„Wir müssen reden..."

Law hat sehr leise gesprochen und dennoch schwang etwas in seiner Stimme mit, was ihr Angst machte.
Vorsichtig und ganz langsam drehte sie sich zu ihrem Captain um: „Und... Und worüber?", man hörte deutlich ihre zittrige, ängstliche Stimme. Law deutete auf den Platz neben sich, zu dem sein Crewmitglied sich nur langsam begab. Was wollte er? Hatte sie was verbrochen? Dachte er, sie hätte seinen Befehl missachtet? Das hatte sie nicht! Oder hatte er endlich begriffen, dass sie ihn mochte... also mehr mochte, als es für sie wahrscheinlich gut war. Oh... hoffentlich nicht... oder hoffentlich doch? Oder... nein, das konnte er nicht tun. Wollte er sie aus der Crew werfen? Das konnte er nicht tun... Sie waren ihre Familie. Bepo, Penguin, Saschi und alle anderen.
„Das kannst du nicht tun!", beschwerte Anna sich bei ihm, völlig in ihrer Panik hineingesteigert.
Verwirrt sah Law die Schwarzhaarige, nun neben sich Sitzende, an: „Was kann ich nicht tun?"
„Mich aus deiner Mannschaft werfen. Law ich habe nicht deinen Befehl missachtet! Ich... ich war bei Bepo und den anderen. Er... Mingo, er hat mich holen lassen. Ich habe mich gewehrt... aber, aber sie waren zu stark und... und...", sie redete so schnell, dass Law Schwierigkeiten hatte ihr zu folgen.
„Moment mal! Mach einen Punkt.", er packte sie an ihrem Kinn und drehte ihren Kopf zu sich: „Ich habe nicht vor dich aus meiner Crew zu werfen. Wie zum Teufel kommst du darauf?"
„Ja aber...", Anna unterbrach und sah ihm jetzt erst richtig in seine grauen Augen: „Tust du nicht?"
Law lachte leise: „Nein, dazu habe ich auch keinen Grund."
Na großartig, da hatte sie sich mal wieder blamiert und war ihrer Panik verfallen. Seufzend lies die junge Frau ihren Kopf hängen: „Entschuldige."
*Saubere Leistung Anna, jetzt denkt er wieder ich bin übergeschnappt und habe nicht mehr alle Tassen im Schrank!*
„Und worüber möchtest du dann reden?", sie hob wieder ihren Kopf und sah ihn fragend an. Er hatte ihre Angst gemildert. Immerhin hatte er, dass schlimmste was ihr passieren könnte, schon ausgeschlossen.
Law schwieg und das nicht gerade kurz... es war ein unangenehmes Schweigen, da Anna immer noch nicht einschätzen konnte, was er mit ihr bereden wollte. Das einzige was sie in Laws Augen sah, war ein innerer Kampf. In den letzten 2 ½ Jahren hatte sie gelernt ihn zu lesen. Auch wenn dies sehr schwer war, waren seine Augen doch meisten ein „offenes" Buch. Naja, eigentlich musste man schon genau hinsehen, um etwas in seinen grauen Augen zu erkennen. Law hatte immerhin gelernt seine Gefühle gut zu verstecken, meistens zu mindestens.

„Es tut mir leid..."
„Wie bitte?", überrascht sah Anna ihren Captain an. Hatte sie sich verhört? Ein Blick in Laws entschuldigendes Gesicht, verriet ihr, dass sie sich nicht verhört hatte. Trafalgar D. Water Law hatte sich bei ihr entschuldigt. Er, der Chirurg des Todes, einer der Kapitäne der schlimmsten Generation, ein Supernova, jemand der es nicht nötig hatte sich bei irgendjemanden zu entschuldigen. Vor lauter erstaunen klappte ihr der Mund leicht auf.
„Jetzt guck mich nicht so an, du hast schon richtig gehört!", blaffte er sie an und verengte seine Augen. Das wars wieder mit seinem entschuldigenden Blick. Verdammt, hätte sie sich das Gesicht nur etwas mehr eingeprägt.
„Ich... Wofür entschuldigst du dich?", Anna fasste sich wieder und sah ihn fragend an.
Law seufzte leise und lehnte seinen Kopf gegen den Baumstamm: „Ich hätte dich niemals allein lassen sollen. Dann hätte er dir nichts antun können."
Lächelnd sah Anna ihren Captain an. War er nicht süß? Das waren solche Momente wo sie sich so willkommen fühlte: „Mach dir darum keinen Kopf. Ich bin nicht so leicht klein zu bekommen... Mir tut es nur leid, dass ich mein Versprechen nicht halten konnte. Mingo hat mir deine Kette abgenommen... ich konnte es nicht verhindern.", sie senkte wieder ihren Kopf. Diese Kette bedeutet Law so viel und sie hatte versagt. Als etwas vor ihrer Nase baumelte schaute sie wieder auf: „Deine Kette... woher?"
„Als ob ich Doflamingo meine Kette überlasse.", meinte Law recht monoton. Anna konnte jedoch seine Arroganz heraushören.
Leicht kichernd schüttelte sie ihre schwarze Mähne: „Wie konnte ich je daran zweifeln? Ich bin froh, dass du sie wiederhast."
Law nickte und betrachtete seine Halskette und dann sein Crewmitglied. Nach einer kurzen Zeit öffnete der Ältere die Halskette und legte Anna seine Kette um. Verwundert griff sie an den Anhänger der Kette und sah dann zu Law: „Willst du mich schon wieder verlassen?" Sie erinnerte sich an das Szenario von vor einigen Tagen, als Law ihr die Kette gegeben hatte, mit dem Versprechen gesund wieder zu kommen.
„Nein.", Law schloss die Halskette und zog ihre Haare hervor, welche zwischen der Halskette und ihrem Hals lagen. Dabei berührten Laws Finger ihren Nacken, wodurch sie eine Gänsehaut bekam. Die Stelle wo er sie berührt hatte fing an zu prickeln. „Ich schenke dir die Kette."
„Was? Aber Law, die Kette ist dir heilig. Sie ist doch sowas... sowas wie.", Anna überlegte fieberhaft nach einem Vergleich: „Ruffy und sein Strohhut." Eigentlich dachte sie, ihr würde ein besserer Vergleich einfallen, aber es sollte trotzdem eindeutig gewesen sein.
„Mag sein. Da ich dich aber wahrscheinlich eh nie wieder los werde. Habe ich die Kette auch weiterhin immer bei mir.", erläuterte Law und Anna sah ihn beleidigt an: „Klingt fast so, als ob du dir wünscht mich los zu werden!"
„Das habe ich nie gesagt, dass hast du jetzt gesagt!"
„Du hast es aber auch gerade nicht verneint.", beleidigt verschränkte sie die Arme vor ihrer Brust, wobei ein stechender Schmerz sie wieder an etwas erinnert: „Verdammt, das tut weh!", zähneknirschend sah die Schwarzhaarige auf ihren linken Arm.
„Der ist ja auch gebrochen."
„Sag bloß, Herr Doktor.", bissig sah Anna ihren Captain an. Das Thema mit der Halskette, war nun endgültig vom Tisch.
„Na, du wirst jawohl nicht wieder frech, oder?", Law zog eine Augenbrauche hoch und sah sie angriffslustig an. Da war er wieder! Trafalgar Law, wie er leibt und lebt. Doch sie konnte auch und genau das wusste er und genau das provozierte er gerade.

Windprinzessin auf hoher SeeGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt