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(Bild: Ivys Haus)


 Raymond ging in die Küche und kam kurz darauf mit einem Stift und einem Notizzettel zurück.

Er gab den Zettel weiter an Deborah, welche dann die Adresse aufschrieb und den Zettel anschließend Harry reichte.

26 Zell St

East Falmouth, Massachusetts 02536

USA

Die Vier bedankten sich und machten auf den Weg. Als sie vom Haus wegliefen, beschwerte sich Ron: „Nicht schon wieder apparieren! Ich fühle mich schon ganz geschlaucht." Aber keiner lachte über den Wortwitz. „Ach kommt schon. Keine Reaktion? Der Witz war doch super", meinte Ron beleidigt. Doch auch dieses Mal erhielt er keine Antwort. Harry war zu sehr mit seinen Gedanken beschäftigt, Ginny zu aufgeregt, da sie noch nie Harrys Familie getroffen hatte (Ist ja auch ein bisschen schwierig, da außer Petunia so gut wie alle unter der Erde liegen *hust* oder umgebracht wurden *hust*) und Hermine war einfach nur müde. Als sie an der Straße ankamen, apparierten sie zum siebten Mal and diesem Tag. Als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatten, standen sie vor einem ansehnlichen Anwesen mit sandfarbenen Panelen. Es war ähnlich geschnitten wie das Haus von Deborah und Raymond. Sie gingen darauf zu und standen schließlich vor der blauen Haustür. Da Harry wieder keinerlei Anstalten machte zu klopfen, übernahm es Ginny für ihn. Doch auch nach fünf Minuten und mehrerem Anklopfen öffnete niemand. Das hatte zur Folge, dass alle vier frustriert aufseufzten. Da waren sie ihrem Ziel endlich so nah und dann? War einfach niemand zu Hause. „Na kommt, ist nicht so schlimm. Wir versuchen es einfach morgen nochmal", sagte Hermine aufbauend. „Du hast ja recht", antwortete Harry ihr wenig motiviert. „Aber um das klarzustellen ich appariere jetzt sicher nicht nach Hause und morgen wieder hierher. Denn wenn ich heute auch nur noch ein einziges Mal appariere, verwandle ich mich wortwörlich in einen Schlauch. Zumindest was meine Statur angeht", empörte sich Ron. „Ist ja gut wir suchen uns ein Hotel", versuchte Harry seinen Freund zu besänftigen.

Die Hotelzimmer waren zwar klein, aber ausreichend für eine Nacht. Nachdem sie sich die Zimmer angeschaut hatten, trafen sie sich in Harrys und Ginnys Zimmer. „ Also, wir gehen morgen nochmal zu Ivys Haus und schauen, ob diesmal jemand da ist. Immerhin ist morgen Sonntag, also sollten sie zu Hause sein, wenn sie nichts vorhaben", sagte Ginny. „Ja, so können wir das machen, aber ich würde noch einen Brief an eure Mutter schreiben. Sonst bekommen wir einen Heuler von ihr wie Ron im zweiten Jahr", meinte Hermine zum Ende hin belustigt. Alle mussten lachen, außer Ron, der das Ganze ganz und gar nicht lustig fand. Nachdem sie sich wieder beruhigt hatten fingen sie den Brief an Molly an.

Liebe Molly/Mama,

bevor du uns einen Heuler schickst, schicken wir dir diesen Brief um dich zu beruhigen. Uns geht es gut und wir sind jetzt in einem Hotel um uns auszuruhen. Nachdem wir dir unseren Brief geschickt haben, sind wir zu Percy ins Ministerium appariert um ihn zu fragen. Er meinte allerdings, dass wir auf Kingsley warten müssten, da nur dieser Zutritt zu einem bestimmten Abteil hat. Als Kingsley dann da war, haben wir ihn gefragt und Marys Adresse in Frankreich bekommen. Dann sind wir dorthin appariert und haben erst einmal ihren Sohn kennengelernt. Zum Glück war Mary zu Hause und hat uns nach einem Gespräch die Adresse von Ivys Adoptivfamilie gegeben. Also sind wir dorthin appariert (und ja, wir sind heute oft appariert, aber deswegen sind wir ja jetzt in einem Hotel). Als wir dann in Harpers Ferry angekommen sind, haben wir gesehen, dass in die genannte Adresse gerade neue Leute einziehen. Zu unserem Glück wurde ein Nachbar auf uns aufmerksam, der uns die neue Adresse von Ivys Familie gegeben hat. Dort haben wir dann ihre Adoptiveltern gefunden, die uns viel über Ivys Leben erzählt haben, zum Beispiel, dass sie mit dem Sohn des Cousins von Harrys Vater verheiratet ist. Alexander Potter. Somit heißt sie auch Potter.

Außerdem haben wir erfahren, dass Harry eine sechsjährige Cousine und einen vierjährigen Cousin hat. Cool, oder? Auf jeden Fall haben wir dann Ivys Adresse bekommen und sind dort hin appariert (mal wieder. Wie gesagt, wir sind heute oft appariert) . Allerdings hat uns dort keiner aufgemacht und deshalb haben wir uns jetzt ein Hotel gesucht. Morgen wollen wir es nochmal versuchen.

Wir hoffen, es geht euch gut.

Viele liebe Grüße,

Ginny, Ron, Harry und Hermine

Anschließend riefen sie Pigwidgeon und banden ihm den Brief ums Bein. Dann gaben sie ihm noch schnell einen Eulenkeks als Motivation und schickten ihn in den mittlerweile dunklen Himmel Amerikas. Nachdem sie sich voneinander verabschiedet und abgemacht hatten, dass sie sich am nächsten Morgen um 8:30 Uhr zum Frühstück treffen wollten, gingen sie in ihre Betten und schliefen durch die Erschöpfung ziemlich schnell ein.

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So dann sehen wir mal, ob sie endlich auf Ivy treffen.

Bye

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(Bildquelle: https://www.engelvoelkers.com)

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