✨ 1 0 . s a n c h o x r e y n a

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WARNUNG❗:

ENTHÄLT HANDLUNGEN DER SELBSTVERLETZUNG!!
EBENSO DEPRESSIONEN, SELBSTZWEIFEL UND ANOREXIE (APPETITLOSIGKEIT), ALS AUCH PANIKATTACKEN UND ANSPIELUNGEN AUF SUIZIDGEDANKEN!!

Bitte keinesfalls lesen, falls ihr selbst betroffen seid, da die Handlungen mehr oder weniger genau beschrieben und wiederholt werden!!

In keiner Weise sollen hier irgendwelche Handlungen der Selbstverletzung beschönigt werden!

Ich möchte hier gelegentlich auf ein in der Gesellschaft weit verbreitetes Thema aufmerksam machen, was mir sehr am Herzen liegt.

Wer ein Problem damit hat, kann sich sehr gerne bei mir melden.

Die in dem Os vertretenen verschiedenen Meinungen sind von meiner Seite ausgedacht zu den jeweiligen Personen.

Es sind lediglich die Meinungen der von mir ausgedachten Eigenschaften der Figuren und müssen somit nicht der Realität entsprechen.

Genau so muss es weder meine Meinung, noch die irgendeiner anderen Person sein.

Bei Problemen oder Fragen, Anmerkungen oder was auch immer, bitte sofort per Privatchat oder Kommentare melden!

In diesem Fall gilt ,,Lesen auf eigene Gefahr."

Jeder ist für sich selbst verantwortlich das hier zu lesen, ich übernehme keine Haftung.

Danke.

(Os Länge: ca. 7500 Wörter)

j a d o n

Alles in einem war es ein wunderschöner Tag gewesen. Es war mir nach langer Zeit mal wieder richtig gut gegangen, angefangen bei dem heutigen, erfolgreichen Training im Trainingslager. Doch die äußerlich glücklichsten Menschen waren in ihrem Inneren die Kaputtesten. So auch ich. Seit Tagen kämpfte ich schon wieder mit mir selbst. Ich aß kaum noch etwas, es sei denn irgendjemand aus der Mannschaft war dabei und so hatte ich schon ein paar Kilos verloren. Meine Figur gefiel mir nicht, gerade konnte ich überall und an jeder einzelnen Stelle etwas bemängeln. Nach außen hin gab ich mich immer selbstbewusst. Ich tat so, als ob ich jedes noch so kleine Detail an mir lieben würde, doch das tat ich schon lange nicht mehr, auch wenn ich es mir ständig einredete. Vor zwei Jahren hatte alles begonnen, doch im Geheimen war es bestimmt noch länger her. Zwei Jahre nun schon und es kehrte immer und immer wieder zurück. Ich zeigte keinem meine Gefühle, wieso sollte ich auch? Damit ich am Ende nur wieder verletzt wurde? Nein danke, darauf konnte ich gerne verzichten. Oft waren sie nur gespielt, doch des Nachts war ich alleine. Da konnte ich weinen, doch es kullerten nie wirklich die Tränen. War ich gefühlskalt? Herzlos? Was konnte diesen Gefühlszustand am besten beschreiben? Depressiv? Fragen über Fragen und keine Antworten. Meine Gedanken waren ein einziges Chaos und nichts vermochte es zu lösen. Ich desozialisierte mich, wollte nicht mehr viel Kontakt zu anderen Menschen und mied große Ansammlungen dieser. Mir ging es im Grunde genommen einfach schlecht, doch nicht einmal das wollte ich mir eingestehen, obwohl es so offensichtlich war. Ich war stark und ich schaffte das ganz alleine. Es war nur eine kleine Phase. Dachte ich. Damals, vor zwei Jahren. Und diese kleine Phase dauerte bis heute. Mal stärker, mal schwächer. Panik machte sich oft in mir breit. Egal, ob ich im Pool schwimmen war, im Stadion stand, oder einfach gedankenverloren an meinem Arbeitstisch saß. Und es wurde einfach nicht besser, egal wie sehr ich es wollte. Es ging nicht.

Gerade saßen meine Kollegen beim Abendessen, ich hatte vorgegeben, dass ich Kopfschmerzen hätte und mich ausruhen würde, weshalb ich nicht mehr anwesend war und richtigen Hunger hatte ich zudem schon seit langem nicht mehr. Diese Kopfschmerzen-Ausrede zog doch immer und so schloss ich leise die Türe des Zimmers, welches ich mir mit Gio, Erling und Jude teilte, auf und huschte hinein. Wenn ich ehrlich war, dann wusste ich nicht, was konkret mich jetzt wieder dazu getrieben hatte, es zu tun, aber allein schon der Gedanke an Gio reichte vollkommen dafür aus. Vermutlich war es einfach der Grund, dass Gio so viel mit Erling und Jude unternahm, was in diesem Fall wohl schlicht und einfach die Eifersucht wäre, zwar sorgte und interessierte er sich noch um mich, wie kein anderer, zog sich so langsam aber trotzdem von mir zurück, ich merkte es an seiner Art wie er mich beobachtete. In den letzten Wochen hatte ich so ziemlich alle in meinem Umfeld erfolgreich vergrault und aus der Mannschaft sprachen tatsächlich nur noch meine Zimmerkollegen und das Personal in Form von Trainer, Verantwortliche im Lager, Physiotherapeuten et cetera mit mir. Verglichen zu den letzten Trainingseinheiten, war ich heute Morgen vom Coach gelobt worden, was mir ein wenig Selbstvertrauen gab, jedoch die Tatsache, dass mich trotz allem keiner in seinem Team haben wollte, machte mich mehr als fertig und ich zweifelte mehr denn je an mir. In unserem Badezimmer riss ich mir das Sweatshirt vom Leibe und betrachtete mich in dem großen Spiegel. Ich hatte einige Kilos verloren und auch meine Rippen wurden so langsam immer sichtbarer, obwohl diese noch gut von Gewebe und Fett überdeckt waren. Mein Blick wanderte weiter zu meinem linken Unterarm, auf welchem feine Narben sichtbar waren und schnell lief ich zurück in unser Zimmer, nur um mir dort aus der Reisetasche sowohl ein neues Sweatshirt, als auch einen Hoodie und die restlichen Klamotten zu holen. Zurück im Bad schloss ich die Tür ab, entledigte ich mich auch meiner restlichen Kleidungsstücke und lief wie ferngesteuert zu meinem Kulturbeutel, aus welchem ich die in ein Tuch eingewickelte Rasierklinge nahm und das Tuch beiseite legte. Mit dieser in der einen und mit Shampoo und Duschgel in der anderen Hand, stieg ich in die Dusche und drehte das Wasser auf schön warm. Dann ließ ich mich mit den Nerven am Ende an den kalten Fliesen hinab auf den Boden der Dusche sinken, nahm die Rasierklinge in die Hand, welche ich kurzzeitig abgelegt hatte, nur um die Wassertemperatur einzustellen und musterte den scharfen Gegenstand in meiner Hand nun ausgiebig. Das Metall blitzte. Es würde das erste Mal sein, dass ich nun eine Rasierklinge benutzen würde, sonst hatte es bis jetzt auch immer eine Nadel getan, doch ich wollte nun mein Blut sehen, um mich zu vergewissern, dass ich noch ein lebendiges Wesen war.

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