Kapitel 13 - Was sind Freunde?

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"Freunde sind für dich da, wenn du sie am meisten brauchst. Wenn es dir schlecht geht und du keinen Ausweg mehr siehst. Sie bringen dich zum lachen und akzeptieren dich wie du gerade bist. Sie helfen dir und du hilfst ihnen. Freundschaft basiert auf gegenseitigem Vertrauen. DAS sind wahre Freunde."

~Mai zu Amaya

Ich ließ mich gerade neben Chika fallen. Wir hatten Freitag und unter normalen Umständen würde ich mich auf das Wochenende freuen. Aber es sind keine normalen Umstände... "Guten Morgen!" Flötete Chika. "Morgen" murmelte ich. Ich war müde wie immer. "Freust du dich auch schon aufs Wochenende?" Es gibt einfach Dinge, die sind in jeder Welt gleich ;) "Mhm..." Chika plapperte einfach munter weiter. "Hast du dir die Notizen nochmal angeguckt und es verstanden?" Ich nickte "joaaa....ich glaub schon. Das meiste zumindest" meinte ich wage. Ihre grauen Augen blinkten. "Gut weißt du ich hab mir das Gestern angeguckt und dachte mir so ..." ab da schaltete ich weg. Ich war echt zu müde, um mich jetzt damit zu beschäftigen. Dann kam eine Lehrerin und meinte sie würde uns heute betreuen und gab uns Aufgaben, die eigentlich keiner machte. Aber ich wusste ich musste einiges aufholen also versuchte ich es zumindest. Bis sich zwei Mädchen zu uns setzten. Eins mit hellem blauem Haar und der entsprechenden Augenfarbe: Kazumi (Harmonie) und eins mit dunkelbraunen Haaren und dunkelblauen augen: Sakiko (Umhang)

Erst betrieben wir Smalltalk. Wobei mir Kazumi sympathischer erschien. Ich weiß nich warum aber diese Sakiko...war irgendwie.... falsch. Kazumi erzählte begeistert von den Erlebnissen mit ihrer Freundin Sakiko und Sakiko lächelte ab und zu mal. Aber sie sprach auch sehr... eingebildet und aufgesetzt. Nach einer halben Stunde wollte Kazumi zurück auf ihren Platz aber Sakiko blieb. Kaum war ihre Freundin weg, stieß sie einen erleichterten Seufzer aus. "Puh endlich ist die weg ich dachte schon die geht nie..." Chika und ich sahen uns einmal verwirrt an. Was hatte das denn zu bedeuten...? "Äh...wieso?" Fragte Chika. "Sie nervt mich einfach." Nun blinzelte Chika verwirrt und auch ich musste mich fast kneifen. Was redete sie denn so über ihre Freundin hinter Kazumis rücken? "Ich dachte ihr seid freundinnen...?" Versuchte ich es. "Ja schon.... aber ständig schleimt sie sich mit ihrem freundlichen Getue überall ein und sie denkt sie kann alles besser als andere und ist total anhänglich!" Sakiko verdrehte genervt die Augen. "Und warum bist du dann ihre Freundin? Ich meine du wusstest doch von ihren Schwächen und als Freundin akzeptiert man sie." Warf Chika ein. Wow... schlau. Und ich wollte mich gerade kopfschüttelnd meinen Aufgaben widmen als die Schimpftirade erst richtig losging. Sie meckerte über ihre 'Freundin' als wär sie ihre Feindin! Ich dachte echt ich hör nicht richtig! Wie kann man denn so über seine Freunde reden...? Oder war das normal? Tat ich das? Okay ich gebs zu die Einzigen, über die ich noch nie was gesagt habe waren meine beste Freundin und eine andere Freundin... aber die bezeichnete ich auch nicht als meine Freunde... was waren denn Freunde? Und wann konnte man sich wirklich Freunde nennen? Nachdenklich starrte ich auf mein Heft. Chika versuchte derweil Sakiko zu erklären was Freunde sind doch ehrlich... wer so hinterhältig ist, wird das nie verstehen... Noch auf dem Weg zu Mai dachte ich darüber nach. Ich hatte beschlossen mal nach ihr zusehen... auch wenn sie allein sein wollte ich wollte nur gucken ob ich was für sie tun kann. Sie war auch immer nett zu mir. Ich klopfte und zwar sehr lange bis Mai öffnete. Wie erwartet war sie am weinen. Sie ließ mich rein und stellte die Blumen, die ich vor dem Laden besorgt hatte in eine Vase. Sie lächelte. Das war mein Ziel! Ich wollte sie wieder richtig lächeln sehen! Ich setzte mich mit ihr aufs Sofa und tröstete sie als sie mir von ihrem Bruder erzählte. Irgendwann hatte sie sich beruhigt und wir redeten über alles mögliche. Seltsam obwohl sie schon so alt war (soweit man 37 als alt bezeichnen kann aber im Vergleich zu Amaya) wirkte sie so jung und jugendlich... als ich abends wieder gehen wollte hörte ich sie plötzlich flüstern " du bist eine gute Freundin" ich drehte mich überrascht um "du siehst mich als Freundin an? Obwohl wir so wenig von einander wissen und dem Altersunterschied?" Sie lachte "na klar warum nich?" Jetzt musste ich überlegen. Soll ich einfach...? Ach komm! "Mai... was sind Freunde?" Sie schien überrascht. Klar komische Frage. Ich wollte die Frage gerade wieder zurückziehen als sie einen nachdenklichen und dann einen ernsten Gesichtsausdruck hatte. Schließlich meinte sie: "Freunde sind für dich da, wenn du sie am meisten brauchst. Wenn es dir schlecht geht und du keinen Ausweg mehr siehst. Sie bringen dich zum lachen und akzeptieren dich wie du gerade bist. Sie helfen dir und du hilfst ihnen. Freundschaft basiert auf gegenseitigem Vertrauen. DAS sind wahre Freunde."

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Sooooouuu das Kapitel für heute Nachmittag^^ Heut morgen habe ich leider keins mehr geschafft. Heut abend kommt das nächste. Aber dafür ist hier ein Thema drinnen was mir persönlich im Moment wichtig ist. Und ich denke jeder kennt da, was ich in dem Kapitel beschrieben habe... freue mich über Kommis und Votes^^ (auf dem Bild ist Mai als sie Amaya sagt sie sei eine gute Freundin und ihr erklärt was Freunde sind)

LG Maarie-Chan

Under ConstructionWo Geschichten leben. Entdecke jetzt