"Ignorance is bliss!"
Trotz der extremen Kopfschmerzen, welche sie seit dem Aufwachen verspürte, versuchte M/C sich an irgendwas zu erinnern. Das Letzte, was sie noch bewusst wahrgenommen hatte, war der fallende Körper von Trinirty. Danach wurde vorerst alles schwarz und die Erinnerungen nebelig. Das Schwanken des Autos beim Fahren, ließ die Vermutung zu, dass sie über Feldwege oder zumindest unbefestigte Straßen gefahren seien mussten. Doch leider hatte sie keinen Plan, wie lange und in welche Richtung. Das wäre auch ziemlich egal gewesen, denn wie in aller Welt, sollte sie hier Hilfe holen. „Steck den Kopf nicht in den Sand, was ist bloß los mit dir?", tadelte M/C sich im Stillen.
Das Konzentrieren fiel ihr zunehmend schwerer, Übelkeit schwamm wie eine zähe Masse in Ihrem Magen. Plötzlich öffnete sich die Tür und M/C zuckte merklich zusammen. „Nicht so schreckhaft, Prinzessin!" Der blonde Hüne, der sich vor ihr aufbaute, grinste selbstgefällig. „Die Show ist erst mal vorbei, komm, ich bring dich in deine Garderobe." Er lachte laut über seinen schlechten Witz und griff ihr unsanft unter den Arm. M/C stöhnte kurz auf und begann zu würgen. „Kotz mir jetzt bloß nicht auf die Schuhe, du blöde Kuh!" M/C knallte zurück auf den Stuhl, während der Blonde begann, die Fesseln zu lösen. Er überprüfte die Handschellen und zog sie, wie zur Strafe noch eine Nummer enger. „Ich kann meine Hände so nicht mehr spüren und es schneidet in meine Handgelenke!" Nur mit großer Mühe konnte sie die Tränen zurückhalten.
„Tja, wir sind halt keine 5 Sterne Hotel, gewöhne dich dran!" Mit einem Ruck zog er sie auf die Beine.
Schwankend kam sie zum Stehen, während sich die Welt um M/C zu drehen begann.
Der Blonde führte sie einen langen, nach Moder riechenden Gang entlang.
Rechts und links standen große Holzfässer, wobei der Inhalt nicht mehr ersichtlich war. M/C versuchte so ruhig wie möglich zu atmen. Langsam verflog die Übelkeit und sie begann sich mehr auf ihre Umgebung zu konzentrieren. Überall waren in regelmäßigen Abständen, die gleichen Stahltüren verbaut, die Ihr schon bekannt waren. Sie begann zu zählen, als der Blonde nach der 7 plötzlich stoppte. „Oh Gott, waren hier überall Frauen, wie sie selbst untergebracht?" Der Gedanke verursachte sogleich ein Zittern, welches ihr bis tief in die Knochen ging.
„Tobias, kümmerst du dich auch liebevoll um unseren Gast!" Die eiskalte Stimme ließ Tobias sofort erstarren. Alles Fordernde wich aus seinem Körper und er sackte fast in sich zusammen. ,,Roger, ich aber , natürlich. Ich bringe sie gerade in ihr Zimmer." Selbst seine Stimme hatte plötzlich etwas von einem kleinen Kind. „Oh, M/C ich hoffe Ihnen gefällt unsere kleine Unterkunft?" Der grauhaarige Mann, mit der Eisstimme wendet sich nun direkt an sie. „Was wollen Sie von mir und was haben Sie vor?" Ihre Stimme war noch nicht die Alte, aber zu mindestens bekam sie wieder ein paar Worte heraus. „Soviel Fragen? Junge Dame, sie sind ziemlich forsch in ihren Forderungen. Aber sie haben Glück. Ich mag Menschen, die wissen, was sie wollen!"
Die ganze Situation war komplett surreal.
Der Mann wirkte wie ein Versicherungsvertreter oder der nette einsame Onkel von nebenan.
Sein Anzug passte perfekt und die grauen Haare waren militärisch kurzgeschnitten.
Seine Worte, welche er nutze, wirkten gewählt und gebildet. Nichts außer seinen kalten Augen zeigten, wozu dieser Mann fähig war.
„Komm, ich werde es dir zeigen!" Fast zärtlich nahm er ihre Hand und führte sie vorsichtig in den angrenzenden Raum. Im Gegensatz zu Ihrem Gefängnis war der Raum der pure Luxus.
Eine bequeme Couch lud zum Sitzen einen, während man die mindestens 10 verschiedenen Monitore genau im Blick hatte.
Der Mann, den hier alle Roger nannten, führe M/C langsam zu einem Sessel und zeigte mit einer ausladenden Handbewegung an, dass sie sich doch setzten soll.
„Setzen Sie sich doch M/C. Möchten Sie etwas zu trinken haben?" Sein Lächeln hatte mehr von einer Grimasse, als von einem echten Lachen und das jagte M/C den nächsten Schauer über den Rücken.
Dennoch war ihr klar, wenn sie hier nur eine minimale Chance haben wollte, dürfte sie Roger auf keinen Fall verärgern. Dies würde sicherlich tödlich enden.
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72h left...make your decision
FanfictionFortsetzung von „Die Geschichte von Jake!" Während die Welt Halloween feiert, beginnt für Jake und seine neuen Freunde der Alptraum erneut. Es bleiben Ihnen nur 72 Stunden um Leben zu retten. Doch wie soll man sich zwischen Liebe und Freundschaft...
