22.

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Sechs Wochen später wachte ich durch weiche Lippen auf meinen auf.

"Aufstehen", murmelte mein Mann und ich schlug langsam die Augen auf.

Ich sah noch wie Jake ins Bad ging und kurz darauf konnte man das Wasser plätschern hören.

Zum Glück hatte ich gestern Abemd noch geduscht sonst könnte ich jetzt wieder warten und würde   dann vermutlich auch noch zu spät zur Arbeit kommen.

Ich schwang meine Beine über die Bettkante und suchte mir im Schrank mein heutiges Outfit herraus.

Mit den Klamotten über dem Arm hängend, tapste ich ebenfalls ins Badezimmer.

Ich zog mich um und machte mich etwas frisch.

Gerade als ich meine Zähne sauber schrubbte, stieg Jake mit einem Handtuch um die Hüfte aus der Dusche und griff nach seiner Boxershort die hier ebenfalls herumlag.

Als er diese an hatte, rubbelte er sich die tropfenden Haare trocken und stellte sich dann neben mich.

"Guten morgen erstmal", grinste er und drückte mir einen Kuss hinters Ohr.

Ich nuschelte irgendetwas zustimmendes was ihn kurz auflachen ließ.

Zehn Minuten später saß ich ihm Gegenüber am Esstisch und trank einen Schluck meines Wassers.

"Hast du heute viele Patienten?", fragte Jake und sah mich forschend an.

"Es geht", lächelte ich und er nickte nur knapp. Ich hatte eine Praxis eröffnet für kleine Kinder.

"Kommst du heute wieder?", fragte ich ihn und er nickte lächelnd.

In seiner Mittagspause kam er immer zu mir in die Praxis. Zufälligerweise hatte ich nämlich um genau die selbe Zeit Mittagspause.

"Wollen wir heute Abend essen gehen?", fragte er dann und lächelte mich fröhlich an.

Zustimmend nickte ich und stand letztendlich auf.

"Ich muss dann auch mal", informierte ich ihn und zog mir im Flur meine Jacke über.

"Ich auch", grinste Jake und folgte mir nach draußen.

"Soll ich dich fahren?", fragte er dann und ich stimmte schulterzuckend zu.

Als wir dann 10 Minuten später vor meiner Praxis standen, beugte ich mich zu ihm rüber und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen.

"Ich liebe dich", flüsterte er als ich mich leicht von ihm löste.

"Ich dich auch", lächelte ich und er fing an zu Strahlen.

Mit diesen Worten verließ ich den Wagen und lief fröhlich auf meine Praxis zu.

***

Seit fünf Minuten wartete ich schon auf Jake doch er kam nicht. Warscheinlich machte ich mir einfach zu viele Sorgen. Ihm ging es gut. Bestimmt.

Meine Tür wurde aufgestoßen und ich wollte Jake gerade in die Arme fallen als ich sah dass es gar nicht Jake war.

"Wo ist Jake?", fragte ich Leyla und Collin schon leicht ängstlich. Sie waren mittlerweile sehr gute Freunde geworden doch eigentlich kamen sie nie während ihrer Mittagspause zu mir. Ohne Jake schon gar nicht.

"Ja also, süße weißt du", begann Leyla und Collin unterbrach sie harsch.

"Jake wurde in den Hals geschossen und jetzt liegt er im Krankenhaus. Wir sollen dich zu ihm bringen", fiel er gleich mit der Tür ins Haus. Dafür mochte ich ihn. Er redete nie um den heißen Brei herum sondern kam sofort zum Punkt.

Allein mit DirWo Geschichten leben. Entdecke jetzt