Mir blieb die Luft weg und ich rang nach Luft. Als ich mich und meinen Körper wieder im Griff hatte, schlug ich schwerfällig die Augen auf. Ich sah nur den blauen und wolkenlosen Himmel. *B-Bin ich tot?*, fragte ich mich selbst. *Nein, ich denke nicht... oder doch?*
Hitze umgab mich und Dampf stieg auf.
*Wieso ist es so heiß?*, ich wischte mir Schweißtropfen von der Stirn und setzte mich hustend auf, wäre aber am liebsten sofort wieder um gefallen. Angewiedert schreiend sprang ich auf und stolperte zurück auf den Boden. Ich hab auf einer abgeschnittenen Titanenhand gelegen. Die Hand löste sich in heißen Dampf auf. *Wie widerlich!*
Erneut vernahm ich ein Zischen, als würde irgendwo Gas ausströmen. Ich blickte mich um und sah wie ein junger Mann vor mir auf dem Boden landete. Sein Rücken war mir zu gewannt. Mit großen Augen starrte ich auf den grünen Umhang, der im Wind wehte. Zwei gekreuzte Flügel waren darauf abgebildet. Der Aufkläungstrupp.
Ich erschrack und zuckte einen Schritt zurück, als ein lebloser Titan vor ihm zu Boden knallte. Ich realisierte die ganze Situation nicht. *Er hat mich gerettet?*
Ich konnte mich nicht bewegen oder sprechen. Blieb wieder stumm. Wie hypnotisiert verfolgte ich die Bewegungen des Mannes, der ein Tuch hervor holte und das Blut von seiner Hand und dem Schwert putzte.
"Tz... Starr mich nicht so an, dummes Balg. Wie wär's mit einem Danke.", zischte der schwarzhaarige Typ unfreundlich und drehte sich zu mir um.
"D-D-Danke", stotterte ich leise, während er auf mich zu kam und ich sein Gesicht erkennen konnte. Er sah noch jung aus, aber ich konnte mich auch täuschen. Seine Haare waren schwarz und glänzten leicht in der Sonne, außerdem waren sie zu einem Undercut geschnitten. Sein Blick hatte eine solche Kälte an sich, dass ich erschauderte. Er durchbohrte mich regelrecht. Ich versuchte seinem Blick stand zu halten, was mir immer schwieriger fiel, je näher er kam. Mir fiel auf, dass seine blauen Augen einen grau metallischen Stich an sich hatten. Eine solche Farbe hatte ich noch nie gesehen. Geschweige denn solche, die so kalt und gefroren blickten.
Ich trat ein paar Schritte zurück und wandte meinen Blick unangehm berührt ab. Ich hob meine Hand langsam und ich drückte sie erneut auf meinen Mund, um nicht entsetzt aufzuschreien. Mir stiegen erneut Tränen auf, als ich die Trümmern eines Hauses musterte. Diese Trümmern gehörten zum Haus meiner Ziehfamilie.
Ich schüttelte hastig meinen Kopf und drängte mich an dem Mann vorbei und rannte verstört auf das zerstörte Haus zu. Von weitem konnte man einen verdrehten Arm unter einen der Holzpfeilern erkennen.
Plötzlich packte mich jemand am Bauch und zerrte mich weg davon. Ich zappelte wie wild herum und schrie wütend, wobei mein Körper erneut zitterte Auch wenn ich meine Ersatzeltern nicht wirklich gemocht habe, waren sie immer für mich da und haben mich versorgt. Aber jetzt habe ich das zweite Mal Menschen verloren, die für mich gesorgt haben.
Unvorstellbare Wut stieg in mir auf und ich ballte mein Fäuste zusammen. Ich zappelte nur noch mehr. Ich wollte weg, aber der Fremde ließ mich nicht gehen. "Beruhig dich.", rief er mit einer Mischung aus Kälte und Ruhe. Ich ignorierte seine Worte und schlug um mich. In diesem Moment warf er mich zu Boden. Seine Augen funkelten wütend. "Ab hier läufst du alleine weiter. Lauf durchs zweite Tor zu den Booten."
Ich rappelte mich auf, klopfte den Dreck von meiner Kleidung rannte los. Ich wollte eigentlich gar nicht mehr weiter, aber meine Beine taten es von alleine. Ich wollte einfach nur liegen bleiben.
Ich erreichte tatsächlich heil das zweite Tor und bekam ein Platz in den Booten. Ich konnte nicht aufhören über diesen Typen nach zu denken und was mir gerade passiert war. Mein Körper hatte nicht aufgehört zu zittern und das leidige Murmeln der vielen Menschen um mich herum, stoppte es auch nicht gerade.
Meine Gedanken ließen mir ebenfalls keine Ruhe. Ich hatte so viele Fragen und Sorgen, wie es jetzt weiter ging und was ich tun sollte. Ich fühlte mich allein und das war ich auch. Immer mehr Menschen stiegen in das Boot, aber das interessierte mich gar nicht. Ich wischte mir mit dem Handrücken über meine nassen Wangen und schniefte. Es konnte nicht mehr schlimmer werden. Stumm wartete ich, bis das Boot schließlich komplett gefüllt war und es sich in Bewegung setzte.
*Was ist überhaupt mit Eren, Mikasa und Armin passiert? Sind sie noch am Leben?*, fragte ich mich mit leichter Panik und versuchte mir einzureden, dass sie bestimmt auf irgendeinem Boot säßen, bis ich erneut einen lauten Knall hörte.
Ich erschrak und zuckte heftig zusammen, wobei ich mich mit wackeligen Beinen erhob, um zu sehen, was los war. Ein Titan war durch das Tor gebrettert. Das Loch in der Mauer war vergleichbar mit dem anderen. Maria ist gefallen. Müde sank ich wieder zurück, zog meine Beine an mich und kauerte mich zusammen. Natürlich musste es noch schlimmer werden. Frank und Elisabeth wurden von ihrem eigenen Haus zerquetscht. Shiganshina, meine Heimatstadt, wurde zerstört und nun ist auch noch Mauer Maria durchbrochen und gefallen? Nein.
Das Boot fuhr nach Trost und erst jetzt begann das richtige Chaos. Das wurde mir in diesem Zeitpunkt klar...
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Soo, und hiermit ist der Prolog abgeschlossen.
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Survival is not enough (Attack on Titan)
AcciónDie Menschheit wurde in die Enge getrieben und leben nun innerhalb den drei Mauern Maria, Rose und Sina. Die Erde gehört den riesigen Titanen. Der Kampf um das Überleben beginnt! Wie Piper's Leben wohl in der Welt von Attack on Titan verläuft?
