Eine unschöne Überraschung

236 17 1
                                        

Nein. Moment.... leer war sie nicht. Die Zelle besaß nur ein kleines Fenster, von dem nur spärliches Licht herein fiel, jedoch konnte man eine kleine Gestalt, die am Boden sitzt erkennen. Etwas Licht wurde von etwas Matten und Verrostenen, welches an beiden Handgelenken der Gestalt befestigt war, reflektiert. Es waren Eisenketten. Die Gestalt war also in Ketten gelegt.

"Wer ist das?... Warum wurde ich hergebracht?", sprach ich vor mich hin. Meine Augen fixierten weiterhin die Gestalt auf dem dreckigen Zellenboden. Ich erhob mein Blick zu Levi und Erwin und wie erwartet bekam ich keine Antwort. Also humpelte ich in die Zelle hinein.

Es stank fürchterlich. Meine Augen gewöhnten sich langsam an das ekelhafte Licht und ich musterte die Person am Boden.

Männlich, braune kurze Haare, gut gebaut und er scheint groß zu sein, zumindestens größer als ich, was ja auch nicht sonderlich schwer war, da ich ziemlich klein bin. Ich versuchte mich mit den Krücken vor den Mann, der mich noch nicht bemerkt hatte, hinzuhocken.

Dieser begriff nun endlich, dass jemand vor ihm hockte und sah endlich auf. Ich konnte in sein Gesicht sehen und das Blut gefror in meinen Adern.

Ich schrie auf, verlor das Gleichgewicht und kippte nach hinten. Ich krabbelte so schnell ich nur konnte von der Person weg. Diese smaragdgrünen Augen, die der Mann besaß. Ich kenne ihn und das war schrecklich für mich.

"E-EREN?!", rief ich geschockt und hielt mir die Hand vor dem Mund.

"K-Kasumi!!", erwiderte mein bester Freund. Er wollte sich auf mich zu bewegen, wurde aber von den Ketten an seinen Handgelenken davon abgehalten.

Ich krabbelte wieder zu ihm und fiel ihm um den Hals.

Hinter mir ertönte ein genervtes "Tch", aber ich ignorierte es.

"Warum bist du hier! Was ist passiert!?", fragte ich geschockt.

Eren machte bereits den Mund auf um mir zu antworten, jedoch wurde er von einer tiefen Stimme, die unmittelbar hinter mir war, unterbrochen.

"Steh auf dummes Gör! Sonst kommen wir wegen dir noch zu spät."

Ich löste mich von Eren und sah hoch, direkt in sein Gesicht.

Levi hatte sich leicht über mich gebeugt, daher hatte ich keine andere Wahl als in seine Augen zu blicken. Seine Augen, die so grau wie Stahl und so kalt wie Eis waren. Ein Schauer lief mir über den Rücken.

"Hast du mich nicht gehört?!", zischte er nun lauter und packte mich am Arm um mich auf die Beine zu ziehen, jedoch entzog ich mich seinem Griff gekonnt. "Ich kann selbst aufstehen!", knurrte ich und sprang, so gut es mit meinem angebrochenen Bein ging, auf.

Ich packte wütend und genervt meine Krücken und bemerkte durch ein lautes metallisches Rascheln, dass zwei Soldaten die Ketten von Eren aufschlossen und von seinen Handgelenken lösten, nur um ihm dann Handschellen anzulegen.

Eren sah, genauso wie ich, ziemlich verwirrt aus.

Er hat anscheinend auch keine Ahnung wohin es ging und weder Levi noch Erwin verloren auch nur ein einziges Wort darüber und verließen stumm die Zelle.

Eren wurde von einen der Soldaten, welcher, was ich an seiner Jacke erkannte, bei der Militärpolizei sein musste, an den Handschellen vorwärts geschoben. Ich lief neben ihm und schaute ihn nur fassungslos an. "Was geht hier vor... Eren..?", flüsterte ich leise.

Survival is not enough (Attack on Titan)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt