➳ Tag 14

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Stockton ➳ San Francisco

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Stockton ➳ San Francisco

[5.829 Wörter]


Die kalifornische Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite, als Louis am nächsten Morgen durch die kitzelnden Strahlen auf seinem Gesicht geweckt wurde. Die Nase kräuselnd und gleichzeitig gähnend, streckte er mit noch immer geschlossenen Augen seinen Arm nach dem Lockenkopf aus, doch die andere Betthälfte schien leer.

Blinzelnd öffnete Louis seine Augen und bekam, nachdem sich sein verschwommener Blick etwas geklärt hatte, die Bestätigung, dass Harry tatsächlich nicht anwesend war. Ruckartig setzte er sich auf, da ihn das Gefühl eines Déjà-vu's beschlich, doch als er sich im Zimmer des Motels umsah, erkannte er, dass Harrys Rucksack noch an exakt gleicher Stelle stand wie gestern Nacht, als sie vom Pool zurückkamen.

Noch im Gang war Louis gackernd auf Harrys Rücken gesprungen, ihre nassen Körper so glitschig aneinander, dass der Lockenkopf ihn beinahe nicht zu fassen bekommen hatte, weswegen sie taumelnd im Zimmer gelandet waren. Und als Harry dann auch noch mit seinem Zeh an dem Riemen seines Rucksacks hängen geblieben war, der neben der Tür auf dem Fußboden gestanden hatte, waren sie erst recht ins Stolpern geraten und waren - Harry mit dem Gesicht voran - in den Weiten der Matratze gelandet. Immerhin eine weiche Landung, es hätte sie auf dem harten Fließenboden schlimmer treffen können.

Ob Harry mit einem fehlenden Schneidezahn noch immer attraktiv aussah?

Über seinen absurden Gedanken lachend, reckte Louis die Arme über den Kopf und streckte sich einmal ausgiebig, ehe er sich Jogginghose und T-Shirt schnappte, sich im Bad einer schnellen Katzenwäsche durchzog und dann aus dem Raum marschierte.

Er fand Harry im Schneidersitz auf dem Rasen hinter dem Motel sitzen. Sein Körper erstrahlte in einem warmen orangerot der aufgehenden Morgensonne und wenn Louis ihn nicht leise sprechen hören würde, würde er fast glauben, dass der Jüngere meditierte. Doch als er näher auf Harry zuging, welcher mit dem Rücken zu ihm saß, erkannte er das Handy in seiner Hand. Louis' Handy. Huh - er hatte gar nicht gemerkt, dass er es nicht bei sich hatte.

"Okay, Opa, grüß Oma von mir, ja?... Ja, mache ich... nein, er ist nicht mein Freund, er ist ein Freund... okay, ich grüße ihn von dir... bis dann, Opa. Hab dich lieb. Tschüss." "Wer ist nicht dein Freund?" Erschrocken ließ Harry das Handy vor sich ins Gras plumpsen, als Louis' Gesicht neben seinem Ohr auftauchte und mit zitternden Fingern hielt er sich das bebende Herz. "Himmel Hergott, Louis! Du hast mich zu Tode erschreckt."

"Sorry, Curly", lachte Louis und wuschelte einmal durch Harrys Haare, ehe er sich neben ihm auf der Wiese niederließ. Schlagartig erwärmte sich sein Gesicht von der Sonne. "Ich hatte mir dein Handy geliehen, um mit meinem Opa zu sprechen. Sorry, ich hätte fragen sollen, aber du hast noch geschlafen." Harrys Finger griffen nach dem Telefon und streckten es Louis schließlich entschuldigend entgegen. "Ich habe dir gesagt, dass du es jederzeit benutzen kannst, alles gut", lächelte Louis und sah, wie sich auch auf Harrys Gesicht ein erleichtertes Lächeln bildete.

On The Road [larry]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt