Hoseok pov.
Ich erwache mit einem stechenden Schmerz in meinen Schläfen. Direkt seufze ich aus, als ich merke, wie verkatert ich bin.
Mit Mühe setze ich mich auf. Die Luft ist stickig und die Sonnenstrahlen auf meiner Haut sorgen dafür, dass ich halbe Schweissausbrüche habe. Ich reibe mir die Augen und blicke dann um mich. Mia ist bereits weg. Wir haben uns abgesprochen, dass sie früh gehen wird, damit nicht jeder direkt etwas davon mitbekommt.
Und direkt fühle ich mich so, als hätte mir jemand einen Schlag versetzt. Sofort bin ich hellwach.
"Verdammte Scheisse!", fluche ich und setze mich an den Bettrand. Normalerweise fluche ich eigentlich nie.
Was habe ich bloss getan? Ich habe verdammt nochmal mit einer Frau geschlafen.
Mit einer Frau. Nicht meiner Frau...
Ich vergrabe meinen Kopf in meinen Händen. Wie konnte ich das tun?
Wie konnte ich dies meiner verstorbenen Frau bloss antun? Habe ich denn gar keinen Respekt vor meiner eigenen Familie, welche nun weg ist?
Tiefe Traurigkeit, Wut und vor allem Schamgefühle machen sich in mir breit. Noch nie habe ich solche negativen Emotionen in dieser Stärke verspürt. Es fühlt sich an, als würde es mich innerlich zerreissen.
Ich halte das nicht aus. Ich möchte in diesem Moment einfach nur noch schlafen und am besten nie mehr aufwachen.
Mein Atem wird schwerer und ich stehe auf. Mir ist ganz schwindelig und ich habe Mühe, aufrecht zu gehen. In meinem Kopf schwirren Gedanken, welche mich für alles verantwortlich machen. Für den Unfall, für meine Leichtsinnigkeit mit Mia, ja, sogar dafür, dass ich den Jungs mit ihren psychischen Problemen nie wirklich helfen konnte.
Mit abwesendem Blick bewege ich mich Richtung Tür. Diese wird im nächsten Moment auch schon geöffnet und ein frisch geduschter Taehyung kommt mir entgegen.
Sein Lächeln verschwindet sofort, als er mich erblickt. "Hobi? Geht es dir gut?", fragt er besorgt nach und mustert mich erschrocken. So hat er mich wohl noch nie gesehen.
"Ich- ich bin echt das Letzte Tae! Lass mich in Ruhe.", bringe ich unter Tränen hervor, welche von einem Moment auf den anderen aus mir strömen. Im nächsten Moment habe ich auch schon einen richtigen Gefühlsausbruch und schluchze unkontrolliert auf.
Ich gehe zügig an Tae vorbei und aus dem Zimmer. Ich muss weg hier, sofort. Hinter mir kann ich Tae hören, wie er mir hinterherruft und mir anschliessend nachrennt.
Ich drehe mich im Flur ruckartig um. "Nein Taehyung!! Ich habe doch gesagt du sollst mich in Ruhe lassen verdammt!!!", kommt es schreiend aus mir. Der verletzte Gesichtsausdruck von Taehyung ist mir dabei egal. Ich drehe mich erneut um und laufe davon.
Die anderen Jungs haben wohl alles gehört, da sie verwirrt ihre Köpfe aus den Zimmern strecken. Ich gehe an allen vorbei und weine dabei laut weiter.
Yoongi kommt mir am Ende des Flures frisch geduscht entgegen und weitet seine Augen, als er mich erblickt.
"Hobi.", gibt er ruhig von sich und bleibt vor mir stehen. Er mustert mich und schluckt schwer.
Ich schüttle den Kopf und gehe an ihm vorbei. Dabei erwische ich grob seine Schulter mit meiner, doch es kümmert mich nicht. Ich bin gerade völlig ausser mir und habe keine Empathie für solche Dinge.
Ich renne die Treppen hoch, bis ich vor der Türe zum Dach stehenbleibe. Mit Mühe bringe ich die schwere Metalltür auf und gehe nach draussen auf das gerade Dach.
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Together we're strong
FanficSie alle verfolgen das gleiche Ziel: Endlich ein uneingeschränktes und glückliches Leben führen, wie sie es einst einmal konnten. Ein Leben ohne psychische oder physische Probleme. Einfach frei sein. Dinge wieder schätzen und geniessen. Für ein Proj...
