Kapitel 1: Das Ende des großen Krieges

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Zehn Jahre später, Weltraum über Prosperos, letzter Tag des T'au-Krieges...

Sella, auch genannt Sentinel 11, sah mit großen neugierigen Augen hinauf zu dem gewaltigen goldenen Gestirn, das die Manifestation der ersten Welt im Realraum war.

Prosperos lag vor ihr, vor ihr und den Tausenden von Kriegsschiffen der Antika, der Didisaiga, Aquabots, Necrontyr und vieler anderer Völker der Liga, die sich die größte Schlacht der Zeit mit den Trägerschiffen der T'au lieferten.

Millionen von Jagdmaschinen, Kanonenbooten und Jägern rauschten durch den Raum, flogen zwischen sich bekämpfenden Schiffen hindurch, um sich auf Formationen feindlicher Maschinen zu werfen, ihre mörderischen Bomben und Torpedos auf feindliche Schiffe abzufeuern oder ihre eigenen zu Schützen.

„Inquisitor Voss an alle Sentinels" erklang die Stimme des alten Inquisitors in Sellas Ohr und sie sah von dem Getümmel um sich herum auf, gerade als sich die drei Formationen an Jägdbombern der Antikischen Flotte vor ihr und den anderen fünfzig Sentinel-Jägern auflösten und ihren Zielen entgegen jagten.

„Der Eternal hat es zur Oberfläche geschafft und den Kampf aufgenommen.

Dem Angriff wurde grünes Licht gegeben.

En Taru Charrum und gute Jagd."

„En Taru Charrum" hörte sie die Stimmen der anderen Piloten, von denen sie jeden einzelnen als einen Teil ihrer seltsamen Familie sah.

„Sella" erklang eine raue, künstliche Stimme in ihrem Kopf und sie verzog das Gesicht, als sie Stimme als die von Rydek, der Schiffs-KI erkannte.

„Wie oft noch, Rydek.

Nicht. So. Abrupt" sagte die und schüttelte den Kopf, um das Schallen aus ihrem Kopf zu bekommen.

„Tut mir leid, Sella, aber ich wollte dich nur Informieren, dass die anderen bereits die Verbindung eingegangen sind und wir..."

„Wir es auch tun sollten, ich weiß" sagte sie und lehnte sich auf ihrem Sitz zurück, die Schlacht noch immer vor sich.

In dem Moment erstrahlte die Dunkelheit über ihr, als ein T'au-Trägerschiff von einem Rudel Durahkarischen Zerstörern zerstört wurden.

Sie atmete noch einmal tief aus, dann gab sie eine Reihe von Befehlen vor sich in die Konsole ein und aktivierte damit die Psireaktiven Kristalle im hinteren Teil ihres Cockpits.

Langsam und die gelernten Mantras der Verbindung aufsagend öffnete sie ihren Geist und erlaubte der Schiffsintelligenz, sich in ihr Bewusstsein einzufügen.

Ihre Augen zuckten hinter ihren geschlossenen Lidern, als sie spürte, wie sich ihr ganzes Selbst ausdehnte und mit den Systemen des Fliegers verschmolz.

Sie sah durch die Sensoren, spürte, wie die kalte Leere über die Metallende Außenhülle.

Sie hörte die Stimmen tausender von Seelen, draußen in der Unendlichkeit.

Schreie, Befehle, Kriegsrufe.

Sie hörte sie alle, spürte ihre Anwesenheit und sah ihre Seelen leuchten in der ewigen Dunkelheit zwischen den Sternen.

Sie schlug die Augen auf.

Das helle leuchten einer fremden Sonne strahlte sie an und blendete sie und zugleich nicht.

Vorsichtig dachte sie an eine Richtung und die Kontrollen reagierten ohne Verzögerung.

Sie dachte an eine andere und wieder zog die Maschine mit.

„Feinde auf 9 Uhr" hörte sie jemanden sagen und ihr Maschinenblick wandte sich sofort dem Ziel zu.

Vier weiß rote Maschinen jagten ihr entgegen, dich bei einander und ihre Waffen bereits auf sie und die Sentinels bei ihr gerichtet.

Empire at War: SentinelsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt