Olivia:
...bis meine zitternden Füße endlich den Boden berühren, ich bleibe einen kurzen Moment genau so stehen um zu realisieren dass ich wirklich unten bin. Ich erlaube mir erleichtert tief ein und auszuatmen, langsam drehe ich meinen Kopf nach oben und schaue nochmal den zerschnittenen Draht an und winke ironisch. Nach diesem kurzen Moment des Triumphes, greife ich einen Schultergurt meines Rucksacks und werfe ihn mir über meine rechte Schulter. Vor mir wartet eine grosse Wiese an deren Ende eine kleine Stadt liegt. Ohne weitere Zeit zu verlieren fange ich an zu rennen, so schnell es nur geht. Meine blutigen Hände brennen durch den Gegenwind. Ich bin wie in meinem eigenen Film.
Schon nach kurzer Zeit brennen meine Beine bereits. Kein Wunder, in der Psychiatrie waren die sportlichen Aktivitäten...nun ja, eher eingeschenkt. Früher, als meine Eltern noch lebten hatte ich eine Reitbeteiligung. Ihr Name war Susi, sie war ein Holsteiner. Ich liebte es sie zu reiten, ich habe mich immer so frei gefühlt auf ihrem Rücken. Das war die beste Zeit meines Lebens. Ich weiss noch ganz genau wie wir zusammen über die Felder gefetzt sind, nur um dann vorm wütenden Bauern lachend davonzurennen. Ich weiss noch dass ich immer Angst hatte stehenzubleiben und Ärger zu bekommen.
Jetzt habe ich wieder Angst stehen zu bleiben, ich habe Angst erwischt zu werden.
Nur dass es dieses mal um etwas ernsteres als zertrampelte Pflanzen geht, es geht um mein Leben, meine Zukunft.
Langsam werden meine Beine immer schwerer und schwerer. Ich bleibe stehen und stütze meine Hände auf meinen Knien ab während ich nach Luft schnappe, langsam drehe ich mich um und wage einen weiteren Blick zurück, die Klinik ist nun ein paar hundert Meter hinter mir. Meine Augen scannen das gesammte Feld ab, finden aber nichts. Scheinbar folgt mir noch niemand.
Egal, ich muss weiter rennen, ich muss unter Menschen!
Ich kann die kleine Stadt schon in weniger Entfernung erkennen.
Ich renne in langsamen Tempo mitten in die Stadt.
Ich durchquere ein paar Straßen die durch die Wohngegend führen- nun im Gehen
Dann höre ich Musik, ich laufe wieder etwas schneller.
Schnell komme ich der Musik auf den Ursprung,
Ich sehe eine grosse aufgebaute Bühne mit allerlei Technik.
Die Lichter blenden mir in die Augen und die Musik überfordert meine Ohren kurz, es scheint eine Art Stadtfestival oder Konzert zu sein.
Vor der Bühne steht eine große Menschenmenge, die vor allem aus jungen Mädchen besteht.
Das hier ist einfach perfekt, die Polizei wird mich hier nie finden, und wenn sie wirklich hierher kommen sollten dann verschwinde ich einfach in die Richtung von der sie kommen. Die werden wohl kaum 2mal die ganze Stadt durchsuchen nur weil eine nervige Teenagerin abgehauen ist.
Ich habe mich gerade etwas akklimatisiert, als die Menge plötzlich aufschreit. Ich zucke kurz zusammen schaue dann auf die Bühne hinauf. Es laufen 4 Jungs durch den Vorhang hervor.
Einer fällt mir dabei besonders ins Auge, er trägt ein viel zu großes T-Shirt und eine weite Hose, um seinen Hals hängt seine Gitarre. Er hat Dreadlocks, auf seinem Kopf sitzt eine Mütze und darüber eine Capie.
Auch wenn ich ihn von der Entfernung aus kaum sehe, sieht er ziemlich gut aus.
Ans Schlagzeug setzt sich einer der anderen Jungs nachdem er kurz mit seinen Drumsticks jonglierte, er trägt eine basic jeans und ein graues Shirt.
Das letzte Instrument, der Bass spielt ein Junge mit Schulterlangen braunen Haaren.
Der Sänger...sieht sehr sonderbar aus. Er trägt eine schwarze Lederjacke auf einem schwarzen Shirt, eine schwarze Hose und hat schwarze Haare. Die Hälfte davon hängt ihm übers Linke Auge.
Die Menge kreischt wild durcheinander als sie anfangen zu spielen.
Klingt gar nicht mal so schlecht.
Ich glaube Star hat mir dieses Lied mal gezeigt...
Ich halte kurz inne und schaue nach Oben in die Sterne, nach 6 endlosen Monaten bin ich endlich wieder frei. Ich atme tief ein und aus, und für einen kurzen Moment schließe ich meine Augen und vergesse all den Schmerz in mir, ich genieße einfach nur die kalte Abend Briese welche meine schwitzige Haut abkühlt. Meine Wunden an den Händen Schmerzen sehr und mein t - Shirt ist an meinem Bauch etwas gerissen. Aber das ist mir in diesem Moment egal, so egal.
Ich kann es fast nicht glauben dass ich es bis hier geschafft habe, ich werde bald wieder bei meiner besten Freundin sein. Eine Träne kullert meine Wange hinunter als ich gleichzeitig lache.
Doch da kommen die dunklen Gedanken auch schon wieder...ich sollte mich nicht zu früh freuen. Schon bald werden die auf Station merken das ich weg bin.
Also wenn es einen Gott gibt da oben...
Lieber Gott
Du verdammter Sack
Wie kannst du mir so viel scheiße entgegenschmeißen?
Ich dachte alles passiert aus einem Grund?
Aber weißt du was...du hast jetzt eine Chance ein bisschen was wieder gut zu machen.
Lass diese wixxer mich nicht finden
Bitte...ich will doch nichts mehr als einfach glücklich sein.
Bitte...
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Verbotene Liebe | Tom Kaulitz
Fanfiction„Ich kann keinen weiteren Tag verbringen, ohne deins zu sein" „Ich auch nicht meine Rose" nach diesen Worten fielen meine Lippen auf seine... „Ich würde mein Leben für sie geben...ich würde ihr mein Herz schenken..." „...in einer Welt in der ich n...
