Mehr als ich es jemals für möglich gehalten hätte...mit einer anderen

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Olivia's Pov:

„Kleines...irgendwann...irgendwann ganz bald wirst du dich genauso fühlen. Ich verspreche es. Ganz bald schaust du in den Spiegel und siehst"
Bevor er weiter reden konnte unterbrach meine kleine zerbrochene Stimme seine für mich leeren Worte.
„Wenn ich mich selbst im Spiegel ansehe, dann realisiere ich nur wie hässlich ich eigentlich bin und es endlich Sinn macht warum ich so unliebbar und so einfach zu ersetzen bin."
„Bby, dass stimmt nicht. Du bist nicht unliebbar und niemand, absolut niemand könnte dich für mich ersetzen."
Ich zuckte mit den Schultern, im inneren bröckelten die einst darauf geschmissenen Steine von meinem Herzen und ließen zu mich noch mehr in ihn zu verlieben, ihm zu zeigen dass ich mich Kümmere kann ich einfach nicht.
Jeder um den ich mich gekümmert habe ist gegangen.
Jeder von ihnen bis auf Star.
„Warum hasst du deinen Körper so?" fragte er mich mit zitternder Stimme, ich würde lügen würde ich sagen das mich die Art wie er diese Worte sagte nicht etwas brechen ließen.
Ich zögerte und mehr Tränen liefen aus meinen Augen, er zog mich leicht von sich und legte seine Hände auf meine Schultern.
Ich starrte in seine Augen.
Er starrte in meine Augen.
„Ist es wegen deinem Vater?" Er blickte noch besorgter
Er scheint zu wissen wie man manipuliert, wie man mich anfangen lässt zu kümmern, er...er weiß es. Genau wie die vor ihm, wie mein ex, wie mein Vater, wie meine Mutter und wie alle meine Freunde.
Und trotzdem ließ ich ihn weiter in mich hinein, ich ließ es zu.
Aber immer nur ein bisschen, ich möchte nicht gebrochen werden, egal was er mir über mein Vertrauen zu ihm sagt.
„Ich habe nein gesagt" Schluchzer
„Das hat ihn nicht interessiert, er hat mich nicht gehört, er hat mir alles genommen immer und immer wieder" Schluchzer
„Meine Selbstbestimmung, Mein Stolz, Meine Hoffnung" Schluchzer
„Ich spüre ihn bis heute noch, Jede Berührung ist noch immer seine. Er hat mir ein Stück meines Lebens genommen."
„Ich weiss kleines, ich weiss" seine Worte taten so weh und doch so gut, ich hebte meinen schweren kopf um ihm direkt in die Augen zu blicken und alles was ich sah war Schmerz, alles was er sah war schmerz.
„Du kannst immer mit mir reden" fügte er hinzu und gab mir einen sanften Stirnkuss, was mich fühlen ließ das ich gelogen habe, Toms Berührungen waren anders, anderes als wenn andere mich berühren, wenn er mich berührt spüre ich ihn und nicht meinen Vater, und genau das lies mich noch härter für ihn fallen, ganz langsam, aber trotzdem schnell genug um mich selbst daran zu zerstören.
„Ich erinnere mich noch daran..." ich seufzte und fuhr dann fort:
„Ich erinnere mich noch daran wie schmerzhaft diese Nacht nach seiner ersten Vergewaltigung war, Wie müde meine Augen und mein Herz waren, ich erinnere mich daran wie ich fast erstickt wäre weil ich so sehr geweint habe und wie ich versucht habe das Geräusch zu stoppen dass ich dabei gemacht habe, ich werde niemals vergessen wie schwer es für mich war ich werde diesen Schmerz nie vergessen"
„Das musst du nicht Bby, ich verspreche dir hier und jetzt mit allem was mir jemals wichtig war das ich dir hier raus helfen werde, wir werden den Kampf mit deiner Depression zusammen führen bis sie für immer verschwindet."
„Und was wenn ich das nicht will?" um weiteren Augenkontakt zu vermeiden vergrub ich meinen Kopf in seiner nackten brust, die zu meinem Erstaunen sehr muskulös war.
„Wie meinst du das Prinzessin?"
„Ich fühle mich woh, Ich fühle mich wohl in meiner Depression. Es ist wie wenn du in einem Raum voller Menschen kommst. Zu welchem würdest du dann zuerst gehen?
Natürlich zu dem welchen du am längsten und am besten kennst. So ist es mit meiner Depression ich kenne das Gefühl am besten und am längsten. Ich habe Angst meine Depression zu verlieren, als wäre sie ein Mensch."
„Das ist jetzt natürlich schlecht" er schmunzelte und lachte dabei etwas was meine Tränen zum stoppen brachte und ich anfing mit zu lachen.
„Können wir einfach schlafen gehen?" meine Stimme zitterte was er merkte und mich daraufhin hoch hob und in mein Bett legte.
Es schien als würde er nichtmal eine einzige Sekunde darüber nachdenken sich nicht neben mich zu legen, denn genau das tat er jetzt sodass ich Sekunden später auf seiner Brust einschlief.

Verbotene Liebe | Tom KaulitzWo Geschichten leben. Entdecke jetzt