Nur wenige Stunden später werde ich von grellen Lichtern und lauten Rufen geweckt.
Ich blinzle langsam, brauche aber einige Zeit um wieder voll und ganz in der Realität anzukommen.
Kurz darauf höre ich mehrere Männer lautstark meinen Namen rufen während sie mit Taschenlampen den gesamten Park Bereich durchleuchten. Nun bin ich hellwach. Ich setze mich auf und packe Blitzschnell meinen Pulli in meinen Rucksack und werfe ihn mir auf.
Noch haben sie mich nicht entdeckt aber es wird nicht mehr lange dauern, fliehe ich nicht auf der Stelle.
Langsam rapple ich mich auf, meine Beine zittern.
Mein Herz rast und pumpt unendlich viel Adrenalin durch meinen Ganzen Körper, ich schaue mich panisch nach einem Ausweg um. Es gibt keinen, keinen anderen außer zu springen.
Und natürlich habe ich mir nicht gemerkt in welchem Stock des Parkhauses ich mich jetzt befinde, innerlich gebe ich mir eine Backpfeife dafür.
Und das erste mal bete ich zu Gott dass ich es überlebe zu springen. Als ich dass letzte mal gesprungen bin wollte ich nicht mehr leben. Ich bin auf das Dach meines Elternhauses geklettert und versuchte mir das Leben zu nehmen.
Dummerweise wurde Ich von meiner Tante schwer verletzt gefunden und ins Krankenhaus gebracht.
Aber jetzt will ich nicht sterben. Ich will dieses Abenteuer zu Ende bringen. Ich will nie nie wieder zurück an diesen schrecklichen Ort, an den Ort an dem ich behandelt wurde als wäre ich verrückt.
Bin ich nicht verrückt?
~~~
Meine Gedanken sprudeln nur so durcheinander, bis ein Taschenlampenschein direkt auf mir landet und eine kräftige Stimme „Da! Da ist Olivia" ruft.
Wir blicken uns kurz gegenseitig in die Augen.
„Wag es ja nicht dich zu bewegen, Misststück" seine Stimme klingt dunkel und bedrohlich. Seine Worte lösen etwas in mir aus was ich nicht beschreiben kann, eine Art Wut und Aggressivität.
Ich gehe einen kurzen Schritt auf ihn zu. Bleibe wieder stehen, grinse ihn frech an, drehe mich schnell um und ohne weiter nachzudenken sprinte ich auf die Metall Abgrenzung und den Abgrund dahinter los.
Ich stoße mich mit meinen Armen ab und schwinge dann beide Beine hinüber. Ich höre die Polizisten nur noch ein synchrones„nein" schreien und zur Abgrenzung rennen.
Dass nächste was ich spüre ist der erstaunlich weiche Aufschlag in ein Gebüsch.
Ich stöhne doch kurz vor Schmerz als sich ein Zweig direkt in meinen Oberkörper bohrt, aber zwinge meinen Körper dazu aufzustehen und zu rennen.
Und genau das tat er.
Ich sprinte wieder durch die Stadt, in der Hoffnung nicht wieder Richtung Klinik zu rennen und werfe nur selten blicke nach hinten, die mir aber verraten, dass drei der Polizisten dicht hinter mir sind. Es dürfte nur eine kleine Verlangsamung meinerseits brauchen damit sie mich einholen würden.
Das Adrenalin übertrumpft den quälenden Schmerz in meiner Brust und die Müdigkeit meiner Beine. Ich schließe meine Augen und renne einfach weiter und selbst wenn ich jetzt überfahren werde, dann habe ich es wenigstens versucht. Versucht zu Leben.
Ich renne selbst als meine Lungen brennen, irgendwann sehe ich einen Waldrand, keinen Weg, keine Schilder, nur Wald. Völlig kopflos renne ich einfach mitten rein.
~~~
Erst als ich etwas tiefer im Wald bin, traue ich mich stehen zu bleiben und schaue ob die Wichser noch hinter mir sind. Und tatsächlich ist dies nicht der Fall.
Ich lächle erschöpft, völlig außer Atem und falle auf den feuchten, blättrigen Boden. Ich lehne mich an einen Baum, bringe meine Beine an meine Brust und Schlinge meine Arme um sie.
Ich zitterte am ganzen Körper. Mein Sportlehrer wäre bestimmt stolz auf mich. Ein paar Tränen laufen mir meine heißen Wangen hinunter.
Wo sind die Polizisten? Haben sie aufgegeben?
Wenn sie noch nach mir suchen, dann sind sie ganz in der Nähe.
Ich atme ein paar mal tief ein und aus, in der Hoffnung mich etwas zu beruhigen.
Da ich nun absolut keine Ahnung mehr habe wo ich jetzt bin, packe ich mein Handy aus und gehe auf Karten, tatsächlich bin ich sogar in der richtigen Richtung unterwegs.
Etwas entspannter stecke ich mein Handy wieder in meine Hosentasche und stehe langsam auf, meine Knie zittern. Ich entschließe mich einfach weiter durch den Wald zu laufen, auf dem harten, feuchten Boden werde ich sowieso nicht schlafen können. Ich brauche meine feste Routine um schlafen zu können.
1. Skincare und umziehen
2. Heimlich auf meinem Laptop Musik anmachen.
3. Dabei mit Star chatten
4. Danach so lange Spiele an meinem Laptop spielen bis ich müde werde
Es mag komisch klingen, aber ohne diese Routine ist bei mir nichts mit schlafen.
Vielleicht schaffe ich es nachher trotzdem, so kaputt wie ich bin. Wäre auf jeden Fall vorteilhaft...
~~~
Es fühlt sich an als ob ich schon seit Stunden laufe, es ist mittlerweile 3 Uhr morgens, ich bin müde, verletzt und einfach am Ende
Ich habe seit einiger Zeit ein komisches Bauchgefühl, umso tiefer ich in den Wald laufe, desto größer wird es. Ich schaue immer und immer wieder auf mein Handy ob ich auch auf der richtigen Fährte bin .
~~~
Kurz später finde ich endlich einen richtigen Weg. Langsam steigt meine Hoffnung bald in der nächsten Stadt anzukommen, was Potsdam sein müsste. Ich lächele leicht. Wenn ich dieses Tempo halte brauche ich nur noch knappe 42 Stunden.
Ich habe schon das Gefühl dass ich etwas verrückt werde, aber das schlechte Bauchgefühl breitet sich nur weiter aus seitdem ich den Weg entlanglaufe.
Ich versuche mich auf andere Dinge zu konzentrieren und packe extra meinen MP3 Player aus um etwas Musik zu hören, als ich zwei Männer auf mich zukommen sehe.
Mein Atem stockt. Instinktiv bleibe ich stehen und schaue kurz zurück, mit dem Gedanken lieber umzukehren. Doch dass kann ich nicht mehr, ich bin schon so weit gekommen.
Ich atme kurz durch und laufe weiter, mein Blick selbstbewusst nach oben gerichtet und nur leicht zu den Männern gedreht. Innerlich schreie ich vor Angst.
Als wir uns gerade kreuzen und ich schon erleichtert bin dass sie keine mörder oder schlimmeres sind, bleibt einer der beiden stehen.
Mein Herz fängt an zu rasen und ich merke wie meine Beine schneller und schneller werden und verzweifelt versuchen schnellstmöglich wegzukommen.
„Hey junge Lady bleib stehen ich möchte dich mal ansehen" sag der andere der jetzt auch stehen geblieben ist und nach meinem Handgelenk greift, in einer hohen Stimme.
Sofort ziehe ich meine Hand weg, Ekel breitet sich allein bei seiner Stimme in meinem gesamten Körper aus.
„Lass mich" ich versuche stark zu klingen doch man kann dass zittern in meiner Stimme hören.
„Na, na, na nicht so frech hm" ich merke nur noch wie sie sich angucken und zunicken, bevor ich eine raue Hand an meinem Hals spüre die mir das Atmen fast unmöglich macht.
Er drückt mich fest auf den Boden neben dem Weg und setzt sich erregt auf meine Hüfte.
Ich versuche zu schreien, doch kein Ton, nicht einmal ein Atemzug verlässt meine Lippen.
Sofort muss ich an meinen Vater denken, und wie er Bilder von mir gemacht hat. Selbst wenn ich es nicht wollte.
„Bitte" versuche ich herauszubringen. Als der andere Mann anfängt seine kalte Hand unter mein Shirt zu schieben, während der zweite unsanft an meinem Hals saugt.
Tränen schießen mir in die Augen, mein Körper zittert und mein Kopf in völliger leere.
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Verbotene Liebe | Tom Kaulitz
Fanfiction„Ich kann keinen weiteren Tag verbringen, ohne deins zu sein" „Ich auch nicht meine Rose" nach diesen Worten fielen meine Lippen auf seine... „Ich würde mein Leben für sie geben...ich würde ihr mein Herz schenken..." „...in einer Welt in der ich n...
