DWK- Höllentore

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Prolog

Die Wilden Kerle sind zurück. In einem alten Lagerhaus in der Nähe ihres Heimatortes haben sie sich niedergelassen und üben seitdem nur für sich allein, ihre Strategien zu perfektionieren und besser zu werden. Besser als alle anderen, falls sie das nicht schon sind. Seit fast einem halben Jahr hat niemand sie mehr herausgefordert. Alle haben Respekt vor ihnen. Immerhin gewannen sie gegen den dicken Michi und seine unbesiegbaren Sieger, den SV 1906, die biestigen Biester, die Wölfe, die Silberlichten und die Vampire! Während dieser Zeit haben sie natürlich immer wieder Mitglieder verloren, doch auch neue sind dazu gekommen. Es scheint alles langweilig zu werden, sogar Leon nennt das Leben dort schon manchmal „Kinderkacke“ oder sogar „sinnlos“. Doch das ist es gar nicht, denn schon bald sollen sie ein neues Abenteuer bestreiten und das sollte verdammt noch mal, alles andere als langweilig werden. Leon, Vanessa, Markus, Juli, der in das Team zurückgekehrt war, Joschka, Raban, Maxi, Nerv, Klette, Blossom und Düse. Marry und Terry haben die Lust am Fußball spielen schon längst verloren. Niemand kann das verstehen, denn sie waren ja mal solche Fußball Fanatiker. Trotzdem wohnen sie noch immer mit in dem Lager. Schließlich wollten sie ihre Freunde Raban und Joschka nicht allein lassen. 

In diesem Abenteuer wird niemand direkt in die Hölle geschossen, denn niemand kann dort hineingejagt werden, wo er sich schon längst befindet...!

Maxime

„Maxi!“, höre ich Pronel’s Stimme nach mir rufen. Sie klingt nicht gerade erfreut, obwohl sie das eigentlich nie tut. Ich stehe von meinem samtroten Himmelbett auf und laufe barfuß den langen, kalten und grauen Flur entlang der zu unserem Stadion führt. Die spitzen Felsen ragen in die Höhe. Ich kann von weitem schon Angel erkennen. Angel, einen großen, muskulösen Jäger mit dunklem Haar und bernsteinfarbenen Augen, der unruhig hin und her läuft, wie er es in den letzten paar Wochen schon mehrmals getan hatte. Pronel, eine wunderschöne, 18-jährige, blonde Jägerin mit Tattoos auf den Beinen und Armen, steht mit dem Rücken zu mir gedreht vor der großen Säulenwand, während ich immer näher auf sie zukomme. Nun stehe ich unmittelbar hinter ihr. „Maxime!“, ruft sie meinen Namen erneut. „Ich bin hier.“, melde ich mich und sie fährt herum. Die Jägerin sieht mich aus ihren tief grünen Augen, verstört an. „Wir müssen uns beeilen! Die Zeit wird knapp!“, zischt sie durch zusammengepresste Lippen. „Was? Wofür wird die Zeit knapp?“, frage ich sie. „Es wird zu spät sein, wenn wir es jetzt nicht beweisen!“, spricht sie. „Wovon sprichst du, Pronel?“, frage ich sie. „Du musst gehen! Du und deine Schwester! Auf der Stelle!“, sagt sie und sieht mir tief in die Augen. Erschrocken blicke ich zu ihr hoch. „Was? Wohin?“, frage ich sie aufgebracht. „Ihr müsst sie holen! Sie müssen kommen!“ Sie redet wirres Zeug. „Wer denn?“, bohre ich und plötzlich spüre ich wie ihre kalten Hände meine Schultern umfassen. „Die Wilden Kerle!“, antwortet sie mir. „Wer?“, frage ich sie, denn dieser Name ist mir nicht bekannt. „Sie sind die Besten!“, mischt sich Angel unerwartet ein. Sein langer Ledermantel dreht sich schwungvoll mit ihm, als er sich zu mir umdreht. „Was?“, verwundert sehe ich unseren Anführer an. Er kommt näher auf mich zu und sieht mich eindringlich an. „Die beste Fußballmannschaft in der Oberwelt!“, sagt er mit einer fast toten Stimme. „Und...warum sollen sie kommen?“, frage ich ihn. „Wir fordern sie heraus!“, antwortet er mir knapp. „Ah, verstehe. Warum sagt ihr das denn nicht gleich?“, meine ich und Angel sieht mich scharf an. „Sorry…“, murmele ich und er wendet sich von mir ab. „Maxi! Sucht sie! Findet sie und bringt sie her!“, befiehlt mir Pronel. „Wie soll ich sie denn finden?“, verwirrt sehe ich sie an. Pronel ist unsere Prophetin. Sie weiß alles. Das ist ihr Schicksal. „Lauft einfach dorthin, wo euch eurer Verstand hinführen mag, ihr werdet sie noch heute, vor Sonnenuntergang finden.“, sagt sie mir voraus. „Ich versteh‘ nicht warum ihr deswegen so einen Aufstand macht…“, nuschele ich während ich zurück in mein Zimmer gehe. „Wirst du noch früh genug erkennen, Maxi!“, rief mir Angel nach und die schweren Stadiontüren fielen hinter mir zu. Erst trotte ich, dann laufe ich immer schneller, bis ich schließlich renne. Ich weiß ganz genau wo sich meine Zwillingschwester aufhält. Sie ist da, wo sie sich immer aufhält. In ihrem Zimmer. Wahrscheinlich hört sie wieder laut Musik und liest dabei wieder irgendwelchen Kram. Ich öffne stürmisch die riesige, schwere Tür zu ihrem Zimmer. „Faith!“, rufe ich. Sie bemerkt mich zuerst nicht, doch als ich ihr das Buch abnehme setzt sie verärgert die Kopfhörer ab. „Hey!“, beschwert sie sich. „Wir müssen los!“, sage ich zu meiner Schwester. „Was? Wohin?“, fragt sie mich überrascht. „Wir müssen die Wilden Kerle her holen!“, erkläre ich. „Wen?“, fragt sie verwirrt. „Los! Die Wilden Kerle, wir treten gegen sie an!“, sage ich und sehe Faith in die dunkelblauen Augen. Ihr zart lilafarbenes Haar flog umher, als ich sie von ihrem nachtfarbenen Himmelbett hochzog. „Hey! Was soll das?“, meckerte sie. „Was denn? Wir fordern sie heraus!“, sage ich aufgeregt. „Darauf warten wir doch schon seit Jahren!“, versuche ich zu ihr durchzudringen. „Warte mal kurz. Wer sind die Wilden Kerle?“, fragt sie mich. „Angel sagt, sie sind die beste Fußballmannschaft der Welt. Sie sind die Besten!“, erkläre ich ihr. „Moment! Wir sind die Besten!“, sagt Faith selbstsicher. „Deswegen fordern wir sie ja auch heraus! Sie sollen wissen, dass wir besser sind als sie, als alle!“, sage ich laut und Faith fängt an zu lächeln. „Okay. Wir sollen sie also holen, ja?“, vergewissert sie sich. Ich nicke. „Gut. Wo sind sie?“, fragt sie mich. „Na komm schon!“, sage ich nur und ziehe sie hinter mir her. „Maxi! Ziehen wir uns keine Schuhe an?“, will sie von mir wissen. „Oh...klar!“

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⏰ Letzte Aktualisierung: Jun 01, 2013 ⏰

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