"Oh Gott.", fing Julia an und gab ihrer Schwester zu verstehen, dass ihr Tattoo ebenfalls anfing zu leuchten. „Und es breitet sich aus." Plötzlich zuckte ein heftiger Schmerz durch Julias Kopf, deren Tattoo sich schon auf dem ganzen Rücken bis über ihre Arme und Den Hals ausgebreitet hatte und ihr wurde schwarz vor Augen. Als sie auf den Teppich viel, wollte Clara zu ihr um ihr zu helfen. „Julia!", schrie sie verzweifelt, bevor auch ihr schwarz vor Augen wurde und sie auf dem Boden aufkam.
Doch dann überkam sie ein Gefühl der Leichtigkeit. Zuerst wollte sie dagegen ankämpfen, doch als sie merkte, dass dies nichts brachte gab sie sich diesem Gefühl hin und lies sich gehen. Als das Gefühl wieder verebbte und Clara wieder die Augen öffnete, fand sie sich neben ihrer Schwester wieder. Jedoch schwebend in der Luft und das über ihrem eigenen Körper. Dann sah sie sich in ihrem Zimmer um. Alles war wie beim alten. „Was passiert hier?", fragte Julia ein wenig ängstlich. „Ich habe nicht den geringsten Schimmer", entgegnete Clara, die den Unterton in der Stimme ihrer Schwester nur sehr selten hörte. „Aber schau mal. Was passiert mit unseren Schulterblättern?" Doch bevor Julia antworten konnte, dass sie nicht wusste, was die Ausdehnungen der Schulterblätter waren, setzte der Sog wieder ein. Nur, dass er diesmal bedeutend stärker war und wieder einmal die Welt um die beiden Schwestern verschwinden ließ.
Als sich der Farbenwirbel, der mit dem Sog gekommen war, wieder legte, befanden sich die Schwestern auf einem Steinplateau, umgeben von Berggipfeln. Alles war in ein leuchtendes Rot getaucht und ab und zu flogen Funken in die Höhe. Als sie genauer hinsahen, bemerkten die beiden Geschwister, dass aus manchen Bergen Lava herausfloss. Daraus schlossen sie, dass dies wohl Vulkane seien, hatten jedoch immer noch keine Ahnung, wo sie sich befanden.
„Wo sind wir hier bloß?" fragte sich Julia in Gedanken. „Ich habe keine Ahnung.", kam es von Clara. „Wie?.. Was?", fragte sich Julia erneut in Gedanken. „Was ist denn los?", erwiderte Clara, die nicht verstand, warum Julia sie auf einmal so verdutzt anschaute. „Ich.", begann Julia. „Ich habe mir die Frage gerade selbst gestellt. Wie also konntest du sie hören?" Dann stellte sie jedoch fest, dass sie bereits die ganze seit hin und her dachten und noch kein einziges Mal die Lippen bewegt hatten. „Krass.", meinte sie und wandte sich an ihre Schwester. „Wir können per Gedanken kommunizieren!"
Doch weiter kamen sie nicht, denn vor ihnen erhob sich ein riesiger grauer Drache, in dessen Schuppen sich das Feuer wiederspiegelte. Erschrocken wichen sie einen Schritt zurück. „Keine Angst.", meinte der Drache mit einer überraschend beruhigenden Stimme. „Entspannt euch." Doch Julia und Clara konnten sich keineswegs entspannen und als der Drache auch noch vor ihnen auf dem Plateau landete stand ihnen die Angst wie ins Gesicht geschrieben. „Es gibt etwas wichtiges, dass ich euch erklären muss.", fuhr der Drache unbeirrt fort. „Allerdings habe ich nicht viel Zeit, weshalb ich sofort beginne. Zuerst einmal: Ihr seid besonders. Es kommt sehr selten vor, dass jemand die Kraft der Drachen erbt. Um genau zu sein etwa alle Tausend Jahre. Aber sollte dies der Fall sein, handelte es sich immer um sechs Personen. Ihr seid zwei dieser sechs Personen. Dieses Schicksal ist jedoch mit einer Menge Vorsicht und Verantwortung verbunden." „Und warum haben wir erst jetzt davon erfahren?", wandte sich Clara an den Drachen, erstaunt darüber, dass sie wieder normal reden konnte. „Und wer bist du überhaupt?" „Die erste Frage kann ich euch beantworten. Das ihr erst jetzt davon erfahren habt, hängt damit zusammen, dass ihr sechzehn geworden seid. Mit eurem sechzehntem Geburtstag habt ihr sozusagen eine Macht oder auch Magie freigelassen. Versteht ihr?" Die Schwestern nickten, auch wenn sie noch gehörig verwirrt waren. „Ich weiß, dass ist ziemlich viel auf einmal, aber da war noch nicht alles und deswegen bitte ich noch einmal um eure Aufmerksamkeit.", bat der Drache die beiden Mädchen. „Nun gut. Deine zweite Frage kann ich dir nicht beantworten Clara. Das müsst ihr selbst herausfinden." Clara zuckte zusammen, als der Drache ihren Namen erwähnte. Woher kannte er ihn bloß? Doch der Drache fuhr unbeirrt fort: „Dadurch dass ihr die Magie freigelassen habt, habt ihr auch die Macht der andern vier entfesselt. Ihr müsst die vier Anderen finden und euch verbünden. Denn gemeinsam seid ihr am stärksten."
Plötzlich fing die Welt um sie herum an zu verschwimmen. Mit Hast in der Stimme begann der Drache wieder zu erzählen: „Da ihr eure Magie nicht in der Öffentlichkeit üben solltet, müsst ihr euch vor ein Fenster oder einen Spiegel stellen und euer Symbol darauf malen. Dann kommt ihr in eine Kuppel wo ihr ungehindert trainieren könnt, was immer ihr auch wollt." Die Stimme des Drachen verzerrte sich zunehmend. : „Und macht euch keine Sorgen mit dem Tattoo. Normale Menschen können es nicht sehen." Nun setzte auch wieder de Sog ein und drohte die Schwestern mit sich zu ziehen. „Und hütet euch vor den..." Mehr bekamen die Schwestern nicht mehr mit da der Drache und auch die Welt um sie herum verschwanden.
Als der Sog dann wieder aufgehört hatte, öffneten Clara und Julia fast gleichzeitig die Augen. Sie waren zwar wieder in ihrem Zimmer, aber dennoch starrten sich die beiden ungläubig an und raunten: „Ach du heilige Scheiße...
Heute gibt es mal ein etwas längeres Kapitel von mir. Ich hoffe wie immer, dass es euch gefällt.
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Die Elemente des Drachen
FantasiClara und Julia sind Zwillingsschwestern. Unterschiedlich, aber doch gleich. Doch seit ihrem sechzehntem Geburtstag vereint nun mehr als der normale Mensch denkt. Aber vor allem wird ihr leben komplett umgekrempelt und die beiden finden sich in eine...
