2. Teil Jessica/Theo

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Mit schmerzendem Kopf und steifen Gliedern versuchte ich meine Augen zu öffnen. Zu meinem Leidwesen schaffte ich es aber erst nach gefühlten 100 Versuchen und natürlich verbesserten die ganzen Lichter, die plötzlich auf mich gerichtet waren nicht wirklich mein Wohlbefinden. Stöhnend griff ich mit meiner linken Hand an meinen Hinterkopf. Erschrocken musste ich feststellen, dass sich dort eine nicht gerade kleine Platzwunde befand.

Meine Gedanken kreisten wie ein unlösbares Chaos umher und ich hatte Schwierigkeiten damit, die Dinge um mich herum zu erkennen, den meine Welt drehte sich nicht gerade langsam. Als ich ein paar Mal tief durch geatmed hatte klärte sich meine Sicht ein wenig und ich konnte erkennen wo ich war. Bei dem Gedanken der sich nun in mir breit machte lief es mir kalt den Rücken herab und ich hatte nur noch einen einzigen Wunsch.

In Theos Armen zu liegen und einfach alles und jeden um mich herum zu vergessen, doch leider war ich auf einen scheiß OP Tisch fest gebunden. Plötzlich und wie aus dem nichts ertönte eine Stimme, die mir das Blut in den Adern gefrieren ließ. "Kondition verbessert sich."

Mein Atem stockte und für einen Moment glaubte ich zu ersticken, denn meine Kehle verwehrte mir den weiteren gebrauch von Atemzügen.

Verzweifelt rüttelte ich an den Fesseln an meinen Knöcheln, doch leider vergebens. Das durfte doch alles nicht wahr sein. Es konnte nicht war sein, ich meine warum passiert mir bloß immer die größte scheiße die es gibt. Seufzend gab ich es auf und legte mich flach auf den Tisch unter mir. Vielleicht würde es schneller gehen, wenn ich die Augen zu machte.

Ach was redete ich denn da! Das einzige oder sagen wir besser der einzige der mir jetzt noch helfen konnte, war Theo. Mein über alles geliebter Idiot dem ich eigentlich in den Arsch treten wollte.

Mein Atem ging stoß weise, als ich die schweren Schritte der Schreckens Ärzte hörte. Sie halten in dem schäbigen Raum umher und kündigten mir somit ihr Näherkommen an. Ich versuchte noch ein letztes Mal mich zu befreien, doch ich hatte einfach keine Kraft, doch ohne mich gewehrt zu haben wollte ich nicht aufgeben. Das lag nicht in meiner Natur und würde es auch nie. In den letzten Minuten bevor sie endgültig bei mir angelangt waren schloss ich meine Augen ballte meine Hände zu Fäusten.

Ich würde das hier durch stehen. Ich war nicht allein, denn das ganze Rudel, Brett und Theo standen hinter mir. Kaum hatte ich diesen Gedanken beendet, war nun auch der letzte Abstand zwischen mir und meinen Feinden verschwunden und ich konnte bereits jetzt die unaufhörliche Spannung vernehmen die sich langsam aber sicher in mir aufbaute.

Ich atmete noch das letzte Mal ein, bevor ein brennender Stich durch meinen Körper schoss. Mein Mund öffnete sich wie von selbst und ich schrie. So laut wie ich noch nie in meinem ganzen Leben geschrien hatte, doch die stechenden Blitze die stetig durch meine angespannten Muskeln schossen, spornten mich nur noch mehr an mich zu wehren.

Ich holte einmal kräftig aus und zerrte an den immer noch vorhandenen Fesseln, doch wie zu erwarten brachte es nichts und mein immer leiser werdender Schrei verstummte ganz und ließ eine erdrückende Stille, die nur manchmal von meinen unregelmäßigen Schnaufen unterbrochen wurden zurück.

Erschöpft fielen meine Arm wie zwei Nudeln auf den stählernen Tisch unter mir. Meine Augen schlossen sich und ich fühlte mich machtlos. Gefangen in meinem eigenen Körper. Ich wollte sie nicht schließen. Ich wollte nichts von all dem.

Theo

Verzweifelt fuhr ich mir durch die Haare. Das konnte alles einfach nicht war sein. Sie durfte nicht so werden wie ich, das würde sie mir niemals verzeihen. Langsam fühlte ich wie immer wieder einzelne Tränen über meine bereits geröteten Wangen ranen.

" Hey Theo könntest du mir bitte den gefallen tun und aufhören zu heulen. Wir wollen alle das Jessy einigermaßen unbeschadet zu uns zurück kommt, aber hier herum zu hocken und zu warten wird uns nicht weiter bringen. Außerdem wird sie schon zurück kommen, ich meine hallo? Sie ist deine Freundin."

ᴛᴇᴇɴ ᴡᴏʟғ ᴘʀᴇғᴇʀᴇɴᴄᴇs/ɪᴍᴀɢɪɴᴇsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt