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<Gefühle>
Er musste nicht mehr nachdenken, denn es waren ohne Zweifel die Gefühle. Ohne sie ist das Leben nicht Lebenswert. Seine Mutter hatte das früher immer behauptet und er glaubte heute noch fest an die Richtigkeit ihrer Worte, auch wenn sie nicht mehr hier war.

Bei seinen Worten spürte sie augenblicklich jeden ihrer Herzschläge, wie sie fest gegen ihren Brustkorb hämmerten, unregelmäßig und keinem Rhythmus angehörig, wie sie der Norm entarteten, wie sie sich schier von ihr rissen, um ihren eigenen Weg zugehen. Lillis Herz wusste bereits welcher Weg das war. Es war der Weg zu ihm, allein zu Moh, der sie an diesem Tag mit all dem was er sagte, wie er war, was er ausstrahlte, vollkommen beindruckt hatte.

So wie die Wolken, dachte sie.

Die Wolken beeindruckten sie ebenfalls immer wieder aufs Neue, da sie stark aber auch zart und gebrechlich sein konnten, geheimnisvoll, nichtssagend und dann wieder ausdrucksstark, sie konnten so viel Leben in sich tragen und dann war da wieder so viel anderes, etwas das man erst ergründen musste, um fest zu stellen was es war.

Das mit Moh, war so wie die Wolken.


So wie die WolkenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt