Als sie sich mit ihrem Skizzenblock an das Ufer der Donau setzte - ganz selbstverständlich wie sie es tat - da überkam sie, wie immer ein Anflug von Nostalgie.
Das war normal, normal, in Anbetracht dessen, da sie Künstlerin war und Künstler werden nun mal schnell melancholisch, da sie in früheren Zeiten schwelgen, in denen es einfach besser war. Sie glauben Dinge zu sehen, die für die Mehrheit der Menschheit schlicht unbedeutend, ja sogar unsichtbar waren. Sie glauben auch, zu wissen wie es einem möglich ist seine Gefühle auszudrücken.
Sie beispielsweise, tat dies immer mit ihrer Liebe zur Malerei. Mit ihrer Liebe zur Beobachtung und der Leidenschaft zum Detail, dass des Öfteren jedoch auch ein etwas größeres war -wie sie sich selbst eingestand.
Oder ist die Farbe des Himmels nur ein Detail? Eben nicht, denn der Himmel mit seinen Wolken war so etwas wie die größte Finesse der Lebendigkeit. Das behauptete zumindest ihre Großmutter und die hatte reichlich mehr Erfahrung in Sachen Lebensweisheiten als sie, mit ihren 18 Jahren.
Sie war schon immer eher ruhig gewesen, aber nicht weil sie nicht gerne Konversation führte, nein, sondern weil das alleinige Zuhören ihr eine Objektive Sicht der Dinge verschaffe und das genoss sie.
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So wie die Wolken
Proză scurtăSie wusste nicht wie wunderschön sie in diesem Moment ausgesehen hatte, so perfekt in ihrer Menschlichkeit und so ehrlich, wie sie da saß, mit ihrem Lederblock in der Hand. -Weil ich dich mit meinem Gebrabbel über den Charakter der Wolken langweil...
