Ich ließ die Liebe meines Lebens einfach davon ziehen.

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Harry's POV.

Ich sah, wie Niall durch die Menge zum Ausgang ging.„Niall Bitte.“ Er blieb an der Tür stehen, trotzdem drehte er sich nicht um. „ Ich liebe dich.“ Doch Niall schüttelte nur den Kopf und öffnete die Tür. Obwohl er einige Meter von mir entfernt stand hörte ich seine Worte genau. "Es ist zu spät." Und mit diesen Worten verschwand er. Es kam mir alles wie ein Traum vor. Inständig betete ich, dass ich jeden Moment aufwachen würde und alles beim alten gewesen wäre. "Haz?" Ich drehte mich um und sah Zayn und Louis mit verweinten Augen an. "Es tut mir so leid." Louis zog mich in eine Umarmung. "Du kannst nichts dafür Boo. Ihr habt mich immer dazu bringen wollen, dass ich es Niall sage. Aber ich war einfach nur zu feige." Ich löste mich aus der Umarmung und drehte mich zu Liam um. Dieser sah mich mit geröteten Augen an. Ich hatte mit meiner Wette nun auch die Freundschaft von Niall und Liam zerstört. "Es tut mir leid." Doch Liam schüttelte nur mit dem Kopf und verließ genauso wie Niall vorher die Bühne und verschwand. Jeder hier im Raum sah mich an. Einige weinten, andere sahen mich ziemlich wütend an.

Ich hielt es nicht mehr aus. Ich musste hier raus.

Ich wusste nicht, wie lange ich schon durch die Gegend lief. Das einzige was ich wusste war, dass ich nicht aufhören konnte zu weinen. Wahrscheinlich ging es Niall nicht anders. Niall. Wie konnte ich nur  du dämlich sein? Von Anfang an war mir klar, was mein Geheimnis anrichten könnte. Doch ich habe auf nichts und niemanden gehört. Und dadurch habe ich nicht nur das Leben einer Person zerstört. Immer und immer weiter lief ich, bis ich Zuhause ankam. Ich weiß nicht, wie ich hierhergekommen bin, denn nach Hause wollte ich eigentlich nicht laufen. Als ich vor dem Haus stehen blieb, fiel mir auf, dass Licht brannte. Hatten wir das Licht nicht ausgemacht? Ich störte mich nicht weiter daran und öffnete die Tür. Ich zog mir meine Jacke aus, als ich Geräusche von oben hörte. Waren Einbrecher im Haus? Ohne groß zu überlegen lief ich die Treppe hoch. Als ich oben ankam wusste ich, dass die Geräusche aus meinem Zimmer kamen. Ich lief auf die Tür zu und im Türrahmen blieb ich mit offenem Mund stehen.

„Niall?“ Niall drehte sich erschrocken um. Mit rot unterlaufenen Augen sah er mich an. „Niall bitte.“ Doch Niall drehte sich wieder von mir weg und packte weiterhin seine Sachen zusammen. Ich lief auf ihn zu und packte ihn am Arm. „Hast du mich vorhin nicht gehört Styles? Fass mich nicht an.“ Niall entzog sich meinem Griff. „Ni bitte. Lass es mich erklären.“ Niall drehte sich um und stellte sich direkt vor mich hin. „Was willst du mir denn erklären? Willst du mir erklären wie viel Spaß es dir bereitet hat? Wie sehr du es genossen hast? Mich einfach nur aus Spaß verarscht hast? Mich sobald dir langweilig geworden wäre, mich einfach so hättest fallen gelassen?“ Ich schüttelte schnell den Kopf. „Nein das stimmt nicht. Das musst du mir glauben.“ Niall drehte sich um und nahm die Tasche in die Hand. „Spars dir einfach Harry.“ Und damit ging er an mir vorbei und verschwand aus dem Zimmer.  So schnell ich konnte lief ich ihm hinterher. „Niall warte. Was geschieht jetzt mit uns?“  Niall drehte sich um und kramte in seiner Hosentasche  rum. Er holte seinen Schlüssel raus und löste einen einzelnen von diesem Bund ab. Sofort wusste ich welcher Schlüssel das war. Es war der Schlüssel zu diesem Haus. „Du willst wissen was aus uns geschieht? Ich weiß ja nicht was du darunter verstehst, aber ich habe vorhin gesagt, dass du mich nie wieder sehen wirst. Von daher wird es auch kein uns mehr geben. Aber so wie ich dich kenne gab es nie ein uns und spätestens nächste Woche hast du dein neues Opfer gefunden. Viel Spaß dabei.“ Niall schmiss mir den Schüssel entgegen, öffnete die Tür und trat hinaus. „Niall bitte. Ich liebe dich.“ Doch Niall drehte sich nicht mehr um. Er lief zu einem Taxi, welches schon vor dem Haus wartete. Von weitem sah ich, wie die anderen sich dem Haus näherten. Ich musste Niall wenigstens so lange aufhalten, bis die anderen hier waren und es ihm erklären konnten. „Niall Bitte.“ Ich öffnete die Tür des Taxis, da Niall diese gerade geschlossen hatte.  „Leb wohl Harry.“ Und damit fuhr das Taxi langsam vor, damit ich stehen blieb und Niall die Tür wieder schließen konnte. Und dieses Mal gab ich auf. Ich ließ Niall fahren.

Ich ließ die Liebe meines Lebens einfach davon ziehen.

Niall´s POV.

Vorsichtig drehte ich mich um und sah nach hinten. Harry war auf seine Knie gefallen und die anderen, die  ich vorher nicht gesehen hatte, waren bei ihm angelangt. Als Harry ihn wohl die Situation geschildert hatte, war Liam los gerannt. Er lief dem Taxi indem ich saß hinterher. Ich konnte gut hören, wie er meinen Namen rief. „Wo soll es hingehen Sir?“ Ich holte einmal tief Luft. „Zum Flughafen bitte.“  Und danach herrschte wieder Stille im Taxi. Mit einem letzten Blick auf Liam drehte ich mich wieder nach vorne. Ich hatte nie gedacht, dass ich Mal wegen Liebeskummer Hals über Kopf das Land verlassen würde. Es gab nicht viele Orte wo ich hin konnte. Ich hatte nur noch vereinzelte Verwandte im Ausland. Um ehrlich zu sein gab es nur noch zwei Personen wo ich unterkommen konnte. Meine Tante Jane in Amerika und mein Cousin Luke  in Australien.  Mit beiden hatte  ich in letzter Zeit kaum noch Kontakt gehabt. Obwohl ich mit Luke eigentlich immer am besten auskam. Bevor er mit seiner Familie nach Australien ausgewandert war, haben  wir alles gemeinsam gemacht. Uns konnte man nicht trennen. Doch seitdem er in Australien lebte, habe ich ihn nur noch durch Skype gesehen. Am Flughafen angekommen lief ich sofort zum Schalter und kaufte mit einem Flug zu meinem Ziel. Lange musste ich nicht mehr warten, bis ich ins Flugzeug konnte. Als ich mein Platz erreichte schaute ich kurz auf mein Handy ehe ich es ausschaltete. Ich wollte jetzt keine Nachrichten oder Anrufe von den Jungs erhalten. Ich lehnte  mich zurück und schloss die Augen. Ich hatte jetzt einen langen Flug vor mir. 

Nachdem ich nach etlichen Stunden endlich gelandet war, lief ich zur Gepäck Ausgabe und wartete auf mein Gepäck. Währenddessen schaltete ich mein Handy wieder an und ignorierte die Nachrichten. Ich musste jetzt erst mal vom Flughafen weg kommen.  Deswegen schrieb ich eine Nachricht an meinen Cousin.

An Luke: ‚Hi. Bist du Zuhause?‘

Ich musste nicht lange auf seine Antwort warten.

Von Luke: ‚Jap bin mit den Jungs hier. Skype?‘

Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Luke lebte auch mit seinen drei besten Freunden zusammen.

An Luke: ‚Nein. Könntest du mich vom Flughafen abholen?‘

In der Zeit erhielt ich mein Gepäck schon und lief zum Ausgang.

Von Luke: ‚Flughafen? Bin sofort da.'

Lange musste ich nicht auf Luke warten und er kam auf mich zu gelaufen. „Niall.“ Und damit schmiss er sich mir in die Arme. Ich erwiderte die Umarmung und vergrub mein Gesicht in seinen Nacken. „Ich hab dich vermisst Lukey.“ Luke fing an zu lachen. „Ich dich auch Ni. Ich dich auch.“ Wir lösten uns und Luke sah mich an. „Was machst du überhaupt hier?“ Sofort verflog meine gute Laune wieder. „Können wir da wann anders mal drüber reden?“ Luke merkte sofort, dass er das Thema nicht weiter ansprechen durfte. Deswegen änderte er sofort das Thema, als wir zum Auto liefen. „Wie lange bleibst du denn?“ Jetzt grinste ich wieder. „Bis jetzt habe ich noch keinen Rückflug gebucht.“ Luke sah mich mit großen Augen an und fing dann an zu strahlen.

„Jetzt können die anderen Mal sehen, warum ich so bin wie ich bin.“

***

Sooooo das war mal wieder ein Kapitel :)

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xxSabi_Horanxx

The Bet that Changes everything (Narry AU)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt