Flo schaute völlig verwirrt und entsetzt auf seine beste Freundin, die bewusstlos in den Armen des ihm noch fremden Mannes lag. ,,Was...?" brachte er hervor. ,,I habs geahnt." sagte Max. Michael hingegen bekam das Gespräch gar nicht mit, er konzentrierte sich nur auf die Frau in seinen Armen. Flo und Max waren inzwischen auch wieder verstummt und so lag die Aufmerksamkeit aller auf Karin. ,,Karin, hörst du mich?" fragte Michael sie. Die Notärztin machte jedoch keinerlei Anstalten aufzuwachen, so hob Michael sie vorsichtig im Brautstyl hoch und legte sie sanft auf dem Sofa ab. ,,Was haben sie mit ihr gemacht?" fragte Flo und konnte immer noch nicht fassen was eben passiert war. ,,Ich schätze unsere bloße Anwesenheit hat gereicht." fasste Thomas zusammen. Flo sah ihn daraufhin verwirrt an, er hatte keine Ahnung was das zu bedeuten hatte. ,,Wir sollten uns vielleicht erst mal vorstellen." meinte Dirk. ,,Richtig" sagte Thomas. ,,Ich bin Thomas Wächter." stellte er sich vor und reichte Flo die Hand. ,,Florian Lenz." entgegnete er. ,,Ich bin Dirk Lüdwitz" sagte Dirk. ,,Und das ist mein Vater." ,, Michael!" wandte sich Thomas an seinen Freund, der jedoch nicht reagierte. ,,Ignoriert ihn." sagte er schließlich, warf Karin jedoch selbst einen besorgten Blick zu. Flo beobachtete das wieder verwundert, er wusste nicht was er davon halten sollte, dass diese Männer sich so um seine beste Freundin sorgten. Vor allem einer von ihnen, der wie er verstanden hatte, Michael hieß, schien äußerst besorgt um die Notärztin zu sein. Flo war selbstverständlich auch besorgt, doch spielte nicht zuletzt die Tatsache eine Rolle, dass er immer noch nicht wusste warum Karin so geschockt auf die drei reagiert hatte. Max schien in ihnen jedoch keinerlei Gefahr zu sehen, was schon mal beruhigend war. Man man man, heute wurde seine Gehirn aber auch beansprucht.
Karin öffnete langsam ihre Augen, sie spürte das sie auf etwas weichem lag, konnte sich aber nicht erinnern wie sie dort hin gekommen war. Sie erinnerte sich daran in den AR gegangen zu sein und dann wurde plötzlich alles schwarz. Da war nur noch... Aber nein... Das konnte nicht sein. Mit einem Schlag war sie hellwach und wollte sich aufsetzen, ihrem Kopf schien das jedoch nicht so ganz zu gefallen, denn alles um sie herum begann sich wieder zu drehen.
,,Karin?" fragte eine sanfte Stimme, die sie nur zu gut kannte. ,,Das ist nicht möglich." brachte sie leise hervor und ließ sich widerstandslos von Michael zurück auf das Sofa drücken. ,,Anscheinend schon." meldete sich Thomas zu Wort. Karin sah ihn daraufhin schockiert an. ,,Du... du bist... tot." ,,Also ich fühle mich eigentlich recht lebendig." erwiderte er belustigt. ,,So viel isst du auch." sagte Dirk. ,,Siehst du." meinte Thomas. Karin konnte sich auf diesen Kommentar ein Schmunzeln nicht verkneifen, woraufhin Thomas sie an grinste. ,, Kann mir mal einer erklären, was hier überhaupt los is." mischte sich Flo wieder ein. ,,Das wüsst ich auch gerne." ,,I a um ehrlich zu sei." schloss Max sich an. Nun lagen also drei neugierige Blicke auf Thomas. ,,Warum schaut ihr mich alle so an?" beschwerte sich Thomas. ,,Motz net. Fang an." sagte Max. ,,Also gut. Ich fang mal von vorne an. Als die Mafia Michael zurück gelockt hat, hab ich ihm ja geholfen. Das hat denen natürlich nicht gefallen und sie wollten auch mich los werden. Bei der Explosion konnte ich mich gerade noch so aus einer Hintertür retten. Das hat Anfang niemand gewusst, weder das FBI noch Michael. Als sie es raus gefunden haben sahen sie darin die Chance mich aus der Schusslinie zu holen, also blieb ich für Tod erklärt. Ich bin dann zusammen mit Michael nach Amerika geflogen und da haben wir die letzten Jahre langweilig gehockt. Obwohl ich sagen muss, dass mir Michael manchmal ziemlich auf die Nerven gegangen ist." erzählte Thomas und warf bei seinem letzten Satz Karin, die sich inzwischen wieder aufgesetzt hatte, einen bedeutungsvollen Blick zu. ,, Auf jeden Fall saßen wir also vor einer guten Woche in der Küche und waren gerade mit dem Frühstück fertig als es klingelte. Vor der Tür stand ein Kommissar aus München, der im Auftrag des FBI's kam. Er hieß glaub ich Müller... " ,,WAS?!" fiel ihm Karin ins Wort. Auch Flo, der immer noch stand, zog sich jetzt einen Stuhl heran und ließ sich darauf fallen. ,,Ich glaub mich tritt en Pferd." entfuhr es ihm. ,,Ich hab grad verstanden, dass der Müller was gutes vollbracht hat." ,,Nicht nur du." antwortete die Notärztin ihrem besten Freund. ,,Wasen der Kotzbrocken?" brachte sich jetzt auch Max ein. ,,Genau der." stimmte Karin ihm zu. ,,Ihr kennt den?" fragte Thomas. ,, Wer kennt ihn nicht?" erwiderte Flo. ,, Erzähl weider." sagte Max nun an Thomas gewand. ,,Also da stand dieser Kommissar Müller vor der Tür und wollte mit uns reden. Er erzählte uns dass Limov in Rosenheim tot aufgefunden wurde und der Zeugenschutz nicht mehr notwendig ist und jetzt sind wir hier." endete Thomas. Karin, Flo und Max sahen ihn perplex an, wobei Karin und Max mehr zu verstehen versuchten was das jetzt bedeutete und Flo das eben gehörte immer noch zu verarbeiten schien. ,,Des is jo wunerbar! " rief Max aus und schloss Thomas und Dirk in seine Arme. Nachdem er die beiden wieder los gelassen hatte, deutete Thomas leicht grinsend in Richtung Karin und Michael. Karin hatte ihren Kopf auf Michaels Schulter gelegt und dieser sah sie glücklich an, was Karin kurz darauf lächelnd erwiderte. Flo der dem Blick der anderen drei folgte, erlitt dabei den nächsten Schock. Der Blick den seine beste Freundin diesem Mann zuwarf sagte alles und haute Flo wortwörtlich vom Stuhl. Boom!
Bei dem plötzlichen Knall fuhr Karin hoch und brach beim Anblick ihres besten Freundes, der neben seinem Stuhl lag, in schallendes Gelächter aus. ,,Alles klar, Flo?"brachte sie lachend hervor. ,,Da!" rief er und krabbelte unter den Schreibtisch und zog etwas aus einer Ecke. ,,Was machst du da?" fragte sie ihn schließlich. Karin war aufgestanden und stand nun hinter ihm, als Flo wieder "auftauchte" und triumphierend etwas in die Luft hielt. ,, Was ist das?" ,,Das ist der Einsatzbericht den ich vor drei Monaten geschrieben habe und mir keiner geglaubt hat, dass ich ihn geschrieben habe." klärte er sie auf. ,,Jo mei." sagte Max. ,,Des wirden Chef aber freue. Fehle nur noch die anern." Flo schnaubte beleidigt. ,, Die hab ich noch nicht geschrieben." ,,So will jemand was esse? I glab i war scho drei Woche net mehr in der Küche." sagte Max. ,,Ich würd was nehmen." meinte Thomas. So machte sich Max auf den Weg in die Küche. ,,Flo! Küche!" sagte Karin. ,,Scheiße!" rief der. ,, FLORIAN! " ertönte ein Schrei. Flo warf Karin einen hilfesuchenden Blick zu und machte sich auf den Weg in die Küche. ,,Ich kann das erklären Max." verteidigte er sich. ,,Jo if die Erklärung bin i aber gespannt." meinte der Mechaniker. ,,Also weißt du, ich wollte kochen." ,, Des erklärt aber net warum die Küche aussieht als ob was in die Luft geflogen wär." rief Max fuchsteufelswild. ,,Weil was in die Luft geflogen ist." gestand Flo kleinlaut. Daraufhin scheuchte Max den Sani aus der Küche und dieser warf Karin einen beleidigten Blick zu, da sie ihn aus lachte. ,, Das ist nicht lustig." beschwerte er sich. ,, Doch." meinte die nur. ,,Wir haben noch Schokolade Max." sagte Flo und deutete auf einen kleinen Raum im Flur. Max machte sich natürlich sofort auf den Weg. ,,Habts ihr den Edeka überfallen." rief Max in den AR.
,, Ne, ich war bei Penny." rief Flo zurück. ,,Und stell dir vor Max, da wurde ich doch glatt von so einem blöden Fuzzi im grauen Anzug an gemeckert." ,,Sagen Sie bloß. Hatte der so schwarze zurück gegelte Haare?" fragte Thomas. ,,Ja, woher wissen Sie das?" antwortete Flo und setzte sich neben Thomas. Die beiden begannen sich gegenseitig von ihren Begegnungen mit dem Mann im grauen Anzug zu erzählen und schmiedeten Pläne um ihn zu ärgern. ,,Da haben sich zwei gefunden." meinte Dirk, der aufgestanden war und jetzt Karin umarmte. ,,Ich hab dich vermisst." sagte der Jugendliche während Max jetzt auch Michael umarmte.
Während sich die anderen wieder setzten, zog Michael Karin vorsichtig aus dem AR. Als sie im Flur standen fiel sie ihm um den Hals und er drückte sie fest an sich. ,,Ich hab dich so vermisst." murmelte sie und spürte wie ihr Tränen über die Wangen liefen. Michael löste sich leicht von ihr, sah sie an und strich ihr sanft die Tränen weg. ,,Ich hab dich auch schrecklich vermisst.sagte er und zog sie wieder näher an sich. ,,Ich liebe dich, Karin. Ich habe dich all die Jahre geliebt und konnte an nichts anderes denken als an dich." ,,Ich liebe dich auch, Michael. Wie könnte ich es nicht." Daraufhin beugte er sich runter und legte seine Lippen sanft auf ihre. Als er sich wieder von ihr löste, zog Karin ihn zu sich und küsste ihn erneut. Die beiden versanken in einem leidenschaftlichen Kuss und bekamen nichts mehr um sie herum mit.
DU LIEST GERADE
Medicopter 117 - Weihnachten mit Überraschungen
FanfictionWeihnachten steht vor der Tür und auf die Crews warten einige Überraschungen. Schlimme aber auch schöne. A-Crew Pilot: Jens Köster Notarzt: Dr. Marc Harland Sanitäter: Peter Berger B-Crew Pilotin: Gina Aigner Notärztin: Dr. Karin Thaler Sanitäter:...
