[09] SAYING GOODBYE

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G H O S T
W O R K I N G

"Deine Teamkollegen warten in diesem Raum auf dich

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"Deine Teamkollegen warten in diesem Raum auf dich." Die blonde Frau mit dem engen Zopf zeigt auf das Zimmer mit der Nummer 234. In der Luft hängt der Unangenehme Geruch des Krankenhauses, eine beißende Mischung aus Desinfektionsmittel und Gummi. Den Geruch konnte ich noch nie leiden.

"Warum sind die beiden in einem Krankenhaus?", stelle ich mich dumm und schiebe die Hände in die Taschen meiner Lederjacke. Überraschenderweise darf ich Straßenkleidung tragen und muss nicht in diesem engen, weißen Anzug herumlaufen, den ich in Majors—den ich in meinen Erinnerungen immer tragen musste.

"Das werden dir die beiden selbst erklären. Bevor du reingehst, solltest du noch wissen, dass ihr für zwei Jahre ein Team wart. Die Namen der beiden sind Hoseok und Namjoon. Hoseok ist ein Doppelspion, Namjoon ist ein Ingenieur. Beide sind auch für den Außeneinsatz ausgebildet worden." Sie rattert diese Worte herunter, als hätte sie sie auswendig gelernt. Kurz bin ich irritiert, ehe mir klar wird, dass sie ein Roboter sein muss. Was auch sonst?

Die leeren Augen, die eingefrorene Mimik, die kantigen Bewegungen.

Ein Roboter.

Major wäre sofort aufgefallen, dass sie kein Mensch ist, aber ich habe damit, obwohl er ein Teil von mir ist, irgendwie Probleme. Ich hatte schon immer Probleme damit.

"Sind die beiden darüber informiert, dass ich komme?" Ich drehe mich ein Stück zu ihr, mustere ihr makelloses Gesicht ein weiteres Mal. Jetzt, da ich weiß, dass sie ein Roboter ist, kann ich sehen, wie eine Antwort in ihrem hübschen Köpchen fabriziert wird.

"Ja, du wirst bereits erwartet", antwortet sie nickend und tritt zur Seite, damit ich zur Tür gehen kann. Ehe sie sich vom Acker macht, verbeugt sie sich noch, wünscht mir einen schönen Tag.

Nervös beobachte ich sie, bis sie hinter einer Ecke verschwunden ist, um sicherzugehen, dass ich auch wirklich allein mit Namjoon und Hoseok im Raum sein werde. Keine Ahnung, wie ich den beiden erklären werde, dass ich jetzt nicht mehr wirklich Major bin, aber auch nicht wirklich Jimin.

Ein letztes Mal hole ich tief Luft, bevor ich schließlich meine Finger um die Türklinke lege und sie langsam herunterdrücke. Mein Herz wird schwer, als ich Namjoon, dessen Gesicht zum Teil blutunterlaufen ist, auf einem Krankenhausbett liegen sehe. Hoseok liegt verheult neben ihm in dem Bett, hat die Arme um den Älteren gelegt.

Hoseok entdeckt mich zuerst, versteift sich sichtlich bei meinem Anblick. Er löst sich zaghaft von Namjoon und setzt sich auf den Bettrand, blinzelt mich erwartend an. Als auch Namjoon's Blick auf mich fällt, wird mir eiskalt.

Sie wollen mich hier nicht. Die Feindseligkeit tropft förmlich aus ihren Augen. Ein Kloß bildet sich in meinem Hals, während ich die Tür hinter mir abschließe, damit niemand hereinkommen kann.

Ghost In The Shell - YoonminWo Geschichten leben. Entdecke jetzt