Kapitel 6

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Mein Vater sagte die schrecklichsten Worte die ich jemals aus seinem Mund hörte: "Diana, es ist mir jetzt nicht so angenehm dir das zu sagen aber: Wahrscheindlich musst du in ein anderes Zimmer umziehen."

Ich musste zuerst begreifen was er da gerade gesagt hatte.
War das ein schrecklicher Alptraum von dem ich gleich aufwachen werde? Aber nein, es war kein Alptraum, es war harte Realität.

Ich wollte das einfach nicht glauben.

Ich rannte aus dem Zimmer.
Hörte noch meine Mutter rufen:" Diana, warte doch!"

Doch ich rannte weiter durch die Gänge, an den Dienern und Wächtern vorbei, in den Garten.

Mit Tränen in den Augen, stieg ich auf meinen Aussichtsbaum.

Kaum sass ich dort oben, liess ich die Tränen fliessen. Ich weinte alle Wut Trauer, den ganzen Frust heraus.

Das konnte doch nicht sein!
Mein geliebtes Zimmer!
Sie wussten doch wie wichtig es mir war! Mein Zimmer war der einzige Ort im Schloss, wo ich mich zurückziehen konnte!
Der einzige Ort, wo ich machen konnte was ich will, wo ich kreativ sein konnte, es nach meinem Geschmack einrichten!

Und nun wollten sie es mir wegnehmen!

Natürlich, sie werden mich sicher nicht in irgend eine dreckige Besenkammer stecken, aber ich war nun seit 16 Jahren in diesem Zimmer und ich hatte mich von anfang an in es verliebt.

Was konnte der Grund dafür sein, die Prinzessin aus ihrem Zimmer zu werfen?

Meine Eltern waren mir eine Erklärung schuldig!

Als ich nach ungefähr einer Stunde, keine Tränen mehr hatte, kletterte ich wieder von meinem Baum.

Aber ich konnte nun ja schlecht einfach wieder zurück ins Schloss spazieren.

Also ging ich an die seitenwand des Schlosses und kletterte an den Schlingpflanzen hoch, in MEIN Zimmer.

Die Freiheit die ich nur aus dem Fenster seheWo Geschichten leben. Entdecke jetzt